Veranstaltungen 2001

Kongress

Zukunftsfähige Regionen

Perspektiven für eine integrierte Entwicklung ländlicher Räume

 

22. - 23.November 2001, Galeriesaal der Landesbank Stuttgart

 

Regionale Entwicklung ist zu einem Kernthema geworden, wenn es um die Umsetzung und Steuerung von Nachhaltigkeit geht. In der Umwelt- und Naturschutzpolitik, der Agrarpolitik wie auch auf dem Gebiet der Strukturpolitik besteht die Hoffnung: Regionen werden zum Motor zukunftsfähiger Entwicklung.

weiter

 

 

Seminar

Identität-Europa

Perspektiven für die junge Generation

 

15. - 18. November 2001, Jugendgästehaus Freiburg

 

Das Seminar sollte in einem überschaubaren Rahmen von ca. 30 TeilnehmerInnen stattfinden, um einen direkten und authentischen Dialog und persönliche Kontakte zu ermöglichen. Weiterführende Kooperationen oder Anfädeln informeller Netzwerke sollten nicht ausgeschlossen werden.

Angesprochen waren vor allem 18- bis 30jährige InteressentInnen aus der BRD, den EU-Mitgliedsstaaten und den Beitritt suchenden Ländern.

TeilnehmerInnen sollten eine MultiplikatorInnenfunktion erfüllen, Hintergrundwissen über die EU mitbringen und möglicherweise eigene Erfahrungen europäischer Zusammenarbeit (Austauschprogramme, Auslandsstudium, Au-pair-Aufenthalt, etc.) gemacht haben; Englisch- und/oder Französischkenntnisse waren erwünscht.

Da Kultur nicht allein im Saale stattfindet, waren eine Exkursion zum französisch-deutschen Fernsehsender arte, ein Forum zum Thema Jugendaustausch am Europäischen Parlament in Strasbourg und der Besuch von Jugendclubs in Strasbourg geplant.

weiter

 

 

Wochenendseminar

It's team time!

Grundlagen erfolgreicher Zusammenarbeit

 

16. - 18. November 2001, Schloss Flehingen, Oberderdingen

 

Gesellschaftspolitische Arbeit findet in der Regel in Gruppen von drei und mehr Personen statt: Vorstände, Fraktionen, Arbeitskreise und Projektgruppen sind darauf angewiesen, dass die Zusammenarbeit funktioniert. Denn nur dann können anstehende Aufgaben erfolgreich bewältigt, komplexe Probleme konstruktiv gelöst, umfangreiche Aufträge zielorientiert bearbeitet werden. Eine mehr oder weniger zufällig zustande gekommene Gruppe ist aber noch lange kein arbeitsfähiges Team. Dieses entwickelt sich erst im Laufe der Zeit, wenn Rollen geklärt, Aufgaben und Zuständigkeiten verteilt, verbindliche Spielregeln vereinbart, Beziehungen aufgebaut und die ersten Probleme gelöst sind. Zudem ist die Unterschiedlichkeit der einzelnen Teammitglieder und ihrer Interessen zwar einerseits eine wertvolle Ressource, sie führt aber andererseits auch zu Missverständnissen, Spannungen und Krisen. Das Seminar will eine Einführung in die Grundlagen und -werte der Teamentwicklung geben. Folgende Themen, die für die Bildung, Entwicklung und Pflege von Teams entscheidend sind, werden dabei eine Rolle spielen: Phasen des Gruppenprozesses, Spielregeln, Kommunikations- und Besprechungskultur, Informations- und Rückmeldesysteme, Wege der Entscheidungsfindung sowie konstruktiver Umgang mit Widerständen, Störungen und Konflikten. Die TeilnehmerInnen sollen angeleitet werden, ihre eigene politische Arbeitsgruppe zu beleuchten, Stärken und Defizite zu bilanzieren sowie individuelle Maßnahmen zur Verbesserung der Kooperation zu planen.

 

Leitung: Edith Sitzmann, Beratung für politische Kommunikation

 

Referent: Helmut Aatz, solution manager (Projektleiter) eines Software-Unternehmens, Freiburg

 

 

Tagesseminar

Busse und Bahnen im europäischen Wettbewerbsmarkt - wohin geht die Reise?

ÖPNV zwischen politischem Auftrag und Kostendruck

10. November 2001, Karlsruher Verkehrsbetriebe (Panoramasaal) Karlsruhe

Der Wettbewerb im ÖPNV kommt. Die jahrzehntelang zementierte und von Gebietsmonopolen geprägte defizitäre Branche steht vor erheblichen Veränderungen. Der zukünftige europäische Rechtsrahmen verlangt eine Liberalisierung und knüpft die Gewährung öffentlicher Zuschüsse an eine Ausschreibung der Verkehrsleistungen. Dies bedeutet Veränderungen für die Verkehrsunternehmen. Insbesondere die kommunalen Betriebe sind mit ihren Kostenstrukturen noch nicht wettbewerbsfähig und stehen vor einschneidenden Anpassungsprozessen. Doch was wird aus dem Nahverkehrsangebot? Was erwartet die Fahrgäste? Ist das politische Ziel des ÖPNV-Ausbaus im Wettbewerbsmarkt noch realisierbar? Die Liberalisierung bringt Gefahren, aber auch Chancen. Wettbewerb belebt das Geschäft. Durch höhere Effizienz als Folge der Konkurrenz ist ein Angebotsausbau bei konstanten Zuschüssen denkbar. Die Möglichkeiten der (kommunal-)politischen Steuerung des Nahverkehrsangebots steigen, wenn zementierte Konzessionsstrukturen aufgebrochen werden. Dass Wettbewerb nicht zum reinen Preiskampf mit Qualitätsverfall werden muss, zeigen die positiven Beispiele des Qualitätswettbewerbs in Skandinavien, wo der Nahverkehrsmarkt bereits vor Jahren umstrukturiert wurde. Das Seminar will in die anstehenden Reformen des ÖPNV-Marktes und ihre Konsequenzen einführen. Es sollen die Strategien dargestellt werden, wie diese durch das europäische Recht in Gang gesetzte Liberalisierung für eine engagierte ÖPNV-Ausbaupolitik genutzt werden kann. Dies schließt Perspektiven für die kommunalpolitische Ebene, auch hinsichtlich einer sinnvollen Umstrukturierung kommunaler Unternehmen, ein.

 

Leitung: Gerd Hickmann

 

 

Wochenendseminar

Starthilfe-Workshop Schülerzeitung

 

19. - 21. Oktober 2001, Schloss Flehingen Oberderdingen

 

Du hast ein paar Leute gefunden, die mit Dir eine Schülerzeitung auf die Beine stellen wollen? Toll! Aber vielleicht fragst Du dich: Wie soll ich das Ganze organisieren? Wie komme ich an genügend Geld? Wie macht man ein interessantes Layout? Wie schreibt man gute Artikel? Was tue ich, wenn es in der Redaktion Streit gibt? Welche Gesetze muss ich beachten? Der Starthilfe-Workshop für Schülerzeitungen hilft Dir, all diese Fragen zu beantworten. Egal, ob ihr erst am Anfang steht oder Eure Redaktion einfach nur auf Vordermann bringen wollt. Wir geben Tipps und zeigen Tricks, damit am Ende alles so läuft, wie ihr wollt.

 

Leitung: Julia Jorch, Lena Gorelik, Jürgen Tobisch

 

Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg e.V. Verband Junger Medienmacher Baden-Württemberg

 

 

Fachgespräch

Grenzen überwindende Nachhaltigkeit

Eine-Welt-Partnerschaften im Rahmen der Lokalen Agenda 21

 

19.Okober 2001, Stiftung Geißstr. 7, Stuttgart

 

Die UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio von 1992 war weltweit ein Signal für ein verstärktes Zusammenwirken der Zivilgesellschaft mit offiziellen Institutionen mit dem Ziel der Nachhaltigkeit. Im September 2002 soll in Johannesburg eine Bilanz der vergangenen zehn Jahre gezogen werden, um über weitere Schritte zu entscheiden. Auch in Baden-Württemberg entstanden zahlreiche Initiativen im Rahmen der Lokalen Agenda, darunter einige, die sich mit den Auswirkungen unserer Lebens- und Konsumgewohnheiten auf den Süden und Osten und konkrete Möglichkeiten der gegenseitigen Unterstützung befassen und einige, wenn auch noch wenige, die konkrete Partnerschaften auf den Weg brachten. Mit diesem Fachgespräch soll die Möglichkeit geboten werden, eine Bilanz der Eine-Welt-Partnerschaften zu ziehen: Wie arbeiten die Initiativen, wie schätzen sie ihren Erfolg hier und in den Partnerkommunen bzw. -regionen ein. Wo liegen Schwierigkeiten und Schwachpunkte; welche Rahmenbedingungen von Seiten der politischen Entscheidungsträger und der Verwaltung auf kommunaler und Landesebene können die Arbeit dieser Initiativen unterstützen. Zu dem Fachgespräch sind VertreterInnen von Eine-Welt-Partnerschaftsinitiativen, aus Institutionen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit, aus der Koordination der Lokalen Agenda und von Kommunen und der Landesregierung eingeladen. Das Fachgespräch findet im Rahmen des länderübergreifenden Projekts „Rio + 10“ mehrerer Landesstiftungen der Heinrich Böll Stiftung und der Bundesstiftung statt.

 

Leitung: Annette Goerlich

 

Programm

10:00 Begrüßung Gesprächsleitung: Winfried Hermann, MdB 10:15 Vorstellungsrunde aller TeilnehmerInnen 11:00 Ulrich Nitschke, Servicestelle „Kommunen in der einen Welt“/CDG, Bonn Eine-Welt-Partnerschaften im Rahmen der Agenda auf Bundesebene – Überblick und wesentliche Herausforderungen 11:30 Gerd Oelsner, Agenda-Büro Baden-Württemberg, Landesanstalt für Umweltschutz, Karlsruhe Lokale Agenda und Eine-Welt(-Partnerschaften) in Baden-Württemberg – Ansatzpunkte und Probleme 12:00 Willi Hoss, Armut und Umwelt in Amazonien e.V. (POEMA) Konkrete Unterstützung für bessere Lebensbedingungen und eine zukunftsfähige Entwicklung für die Bevölkerung in Amazonien verbunden mit Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit hier 12:30 Gabriele Winkler, KATE, Stuttgart Wege lokaler Zukunftsfähigkeit – Erfahrungen aus der Dialogwoche mit den Partnerstädten Stuttgarts zu den Themen Abfall, Wasser und Partizipation 13:00 Mittagessen im Café deli im Haus Gesprächsleitung: Ulrich Nitschke, Servicestelle „Kommunen in der einen Welt“/CDG, Bonn 14:00 Zusammenfassung aus den Beiträgen vom Vormittag: Strategien und Rahmenbedingungen für erfolgreiche Initiativen 14:30 Klaus-Peter Murawski, Bürgermeister der Stadt Stuttgart Kommunale Verwaltung und Politik im Dialog mit Eine-Welt-Partnerschaftsinitiativen – Hindernisse, Chancen, Perspektiven 15:45 Wolfgang Forderer, URB-AL, Stadt Stuttgart URB-AL: ein innovativer Ansatz zu Mobilität durch Netzwerkbeziehungen zwischen Lateinamerika und der Europäischen Union 16:30 Zusammenfassung Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg e.V.

 

 

Abendveranstaltung

Süd-Nord-Gespräch

mit Carlos Fonseca Zarate

 

24. Juli 2001

 

Studienbegleitprogramm/STUBE/Ev. Akademie Bad Boll, Konferenzraum Kniebisstr. 29, Stuttgart Eintritt frei Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg e.V. Studienbegleitprogramm STUBE/Ev. Akademie Bad Boll

SÜD-NORD-GESPRÄCH mit CARLOS FONSECA ZARATE dem ehemaligen Vize-Umweltminister von Kolumbien, jetzt Dekan der Fakultät für Wasserressourcen und Umweltschutz der Zentraluniversität Bogota. Fonseca ist Ökonom und gilt als führender Ökologe der kolumbianischen Grünen; er verfügt über umfangreiche Arbeitserfahrungen sowohl auf dem Gebiet lokaler Politik (Wasser, Müll, Transport, Stadtentwicklung, etc.) und Partizipation (Einbeziehung von BürgerInnen in Entscheidungsprozesse, Empowerment, Jugendarbeit, etc.) wie auch der internationalen Institutionen (UN, Weltbank). Der Vortrag findet auf Englisch statt. Es soll u.a. um folgende Fragestellungen gehen: Wie sieht es mit der Partizipation bei der Umsetzung der "Agenda 21" in Kolumbien aus? Ist die internationale Kooperation am Beispiel des "Plan Colombia" eine neue Form der Kolonisation und was bedeutet er für die zivilgesellschaftlichen Ansätze? Wie entwickeln sich die Perspektiven der Agenda 21 und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen Nord und Süd?

 

Leitung: Annette Goerlich und Mauricio Salazar

 

 

Wochenendseminar

Politisches Streiten zwischen Lust und Frust

Politisches Ausdauer-Training

 

12. - 14. Oktober 2001, Schloss Flehingen, Oberderdingen

 

Das politische Geschäft lebt vom Disput und Streit unterschiedlicher Auffassungen. Die Bekanntschaft mit "List und Tücke", mit "boshafter Rhetorik" und destruktiven Kommunikationsstrategien in der Politik ist eine unumgängliche Erfahrung - sie muss dennoch nicht in Frust enden, sondern kann gewendet werden, um persönlich daran zu wachsen und selbst dazu beizutragen, eine andere politische Streitkultur zu entwickeln. Das Seminarangebot richtet sich an politische PraktikerInnen und bietet Gelegenheit zum Argumentationstraining (auch vor der Kamera) und zur Reflexion über den geeigneten Umgang mit Konfliktsituationen.

 

Leitung: Sabine Falk, Kommunikationstrainerin

 

Die Veranstaltung wurde mangels TeilnehmerInnen abgesagt.

 

 

Vortrag und Diskussion

Israelische PalästinenserInnen - eine nationale Minderheit in Israel

Israel - die regionale Supermacht in der arabischen Welt

 

12. Oktober 2001, Forum 3, Stuttgart

 

Ein Jahr nach Beginn der zweiten Intifada markieren die Anschläge vom 11. September eine Zäsur im Nahostkonflikt. Was hat sich seit einem Monat verändert? Welche Wege führen aus der zweiten Intifada? Wer können die Akteure, was kann die Rolle der Friedensbewegung sein? Wie muss das Verhältnis zwischen Israel und seinen Nachbarstaaten aussehen, damit Verhandlungen und Lösungsvorschläge längerfristig eine Chance haben? Welche Lösungsmöglichkeiten sind denkbar und welche Verhandlungs-szenarien und –ergebnisse sind wahrscheinlich? Unabhängig davon, wann und welche Einigung für einen palästinensischen Staat zustande kommt, bleibt die Frage nach dem gesellschaftlichen Status der palästinensischen Minderheit in Israel - wie es die Erschießung von 13 palästinensischen Israelis durch die israelische Polizei drastisch vor Augen geführt hat. Welche Schritte sind Voraussetzungen für ihre gesellschaftliche Gleichberechtigung? Und in welchem Zustand geht darüber hinaus die israelische Demokratie, die Parteien, die Gesellschaft aus diesem Konflikt hervor? Welches sind die dringendsten Reformprojekte? Wir freuen uns, Sie/Euch einladen zu können zu einer Diskussionsveranstaltung mit Nabila Espanioly und Giora Rosen, zwei scharfsinnigen BeobachterInnen und engagierten AkteurInnen aus Israel. Moderiert wird das Gespräch von Claude Weinber, bis Juni 2001 Leiter des Büros der Heinrich Böll Stiftung in Israel, seit September Leiter des Brüssler Büros der hbs.

 

Leitung: Annette Görlich

 

Das Forum 3 liegt an der Ecke Theodor-Heuss-Str./Gymnasiumstr. und ist vom Bahnhof in ca. 10 min zu Fuß zu erreichen: von der Klett-Passage im Hauptbahnhof Ausgang Lautenschlager Str. geradeaus gehen. Mit der S-Bahn (jede Linie) Richtung Schwabstraße, ein Nabila Espanioly lebt in Nazareth (Israel), der größten palästinesisch-arabischen Stadt, gelernte Sozialarbeiterin und Psychologin, Mitbegründerin des Frauenzentrums, seit Jahren aktiv in der Friedensbewegung ("Frauen in Schwarz" u. a.) Giora Rosen Tel Aviv (Israel), Politologe und Historiker (Naher Osten), Herausgeber einer zeitkritischen Buchreihe, politischer Berater, engagiert bei der Entwicklung beteiligungsorientierter Sozial-, Kultur- und Gesundheitspolitik in sozialen Brennpunkten, Ombudsmann beim israelischen Fernsehen und Radio.

 

Beide ReferentInnen sprechen deutsch.

 

Moderation: Claude Weinber, Heinrich Böll Stiftung Brüssel

 

 

Podiumsdiskussion

Integrationspolitik in den Niederlanden - ein Modell für Deutschland?

 

11. Oktober 2001, Reiss-Museum, Mannheim

 

Auch in der Bundesrepublik hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass die Erde keine Scheibe und Deutschland ein Einwanderungsland ist. Nun geht es um eine Konsequenz aus dieser Erkenntnis, eine realitätsgerechte Integrationspolitik. Vorschläge zu einer neuen Integrationspolitik in Deutschland orientieren sich oft am Beispiel Holland. Dort erhalten bestimmte Zuwanderergruppen seit zwei Jahren auf der Basis eines "Einbürgerungsvertrages" Sprachkurse und Integrationshilfen. Auf der Veranstaltung werden erste Erfahrungen mit der Praxis dieses Modells vorgetragen, die Rahmenbedingungen in beiden Ländern verglichen und die Übertragbarkeit dieses Modells für Deutschland diskutiert. Außerdem wird es um die aktuelle Gesetzesdebatte gehen. Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des länderübergreifenden Projekts „Einwanderungsland Deutschland“ mehrerer Landesstiftungen der Heinrich Böll Stiftung und der Bundesstiftung und in Kooperation mit dem Beauftragten für ausländische Einwohner der Stadt Mannheim im Rahmen der "Interkulturellen Wochen".

 

Leitung: Annette Goerlich, Heinrich Böll Stiftung Bad.-Württ.

 

Programm:

Begrüßung Helmut Schmitt, Beauftragter für ausländische Einwohner der Stadt Mannheim Grußwort von Bekir Alboga, Vorsitzender des Migrationsbeirats Vortrag „Erfahrungen mit Einbürgerungsverträgen in den Niederlanden“ Cor van den Hoek, Projektleiter Einbürgerung und Arbeit in der Abteilung "Migration, Integration, Partizipation" der Gemeinde Rotterdam Diskussion mit Lale Akgün, Leiterin des Landeszentrums für Zuwanderung NRW in Solingen Fuad Kandil, apl. Prof. für Soziologie, Interfakultatives Institut für Angewandte Kulturwissenschaft (IAK), Karlsruhe Dr. Dagmar Beer-Kern, Referentin der Beauftragten der Bundesregierung für Ausländerfragen Moderation Özlem Isfendiyar, Parteirat Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg e.V.

 

 

Veranstaltungsreihe

Des Deutschen liebstes Steckenpferd

Eine Reise in die Deutsche Gegenwart Lesung mit Serdar Somuncu aus der Reihe "Mahlzeit! - wir leben in Deutschland"

 

2. Oktober 2001, Pfleghofsaal Langenau

 

„Identität? Herkunft? – Alles Gehirnwichse!“ * Sie leben hier, sie schreiben hier, unter uns, die Migrantinnen und Migranten, über ihr Leben, hier. Es melden sich eben jene zu Wort, die mit uns In-Ländern leben und doch als Aus-Länder gelten. Wie leben sie in Deutschland? Wie sehen sie sich? Wie sehen sie uns? Unsere Reihe bietet satirische und ernste, wütende und traurige Antworten aus erster Hand, bietet Lesungen, Darbietungen und Raum für Diskussion. Der in Deutschland lebende türkische Schauspieler und Regisseur Serdar Somuncu erzählt von den vielfältigen Erlebnissen, die er bei seinen Lesungen aus Hitlers „Mein Kampf“ in beinahe fünf Jahren gesammelt hat. Für diese mutige wie spannende Darstellung des wohl meistverkauftesten als auch ungelesensten Buches der deutschen Geschichte erhielt Somuncu großes Lob und Anerkennung. Die zahlreichen Geschichten von dieser Tournee bieten einen interessanten Einblick in die Befindlichkeit der „deutschen Seele der Gegenwart“. „Mahlzeit ! - Wir leben in Deutschland“ ist eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und des Initiativkreis 8. Mai Langenau in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring und der Volkshochschule Langenau. Die Veranstaltungsreihe ist Bestandteil des länderübergreifenden Projekts „Konzepte der Einwanderungsgesellschaft“ verschiedener Landesstiftungen der Heinrich Böll Stiftung. * frei nach Feridan Zaimoglu Weitere Veranstaltungen aus der Reihe "Mahlzeit! - Wir leben in Deutschland" finden am 25. Oktober und 27. November statt. Außerdem möchten wir Sie auf eine weitere Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung in Rheinland-Pfalz hinweisen: 6. Nov., 19.30 Uhr Lesung Erwachen aus dem Alptraum Lesung der Reihe "MigrantInnen-Literatur mit Monireh Baradaran. Ihr Buch "Erwachen aus dem Allptraum" berichtet von ihrer Haftzeit in den Gefängnissen Teherans. Humanitäre Hilfe für Asylbewerber Neustadt/Weinstr.; Pro Asyl Neustadt Neustadt/Weinstr. Gaststätte Konfetti, Friedrichstr. 36

 

Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg e.V. Initiativkreis 8. Mai Langenau

 

 

Veranstaltungsreihe

Hennamond

Lesung mit Fatma Bläser aus der Reihe "Mahlzeit! - Wir leben in Deutschland"

 

25. Oktober 2001, Pfleghofsaal Langenau

 

„Identität? Herkunft? – Alles Gehirnwichse!“ * Sie leben hier, sie schreiben hier, unter uns, die Migrantinnen und Migranten, über ihr Leben, hier. Es melden sich eben jene zu Wort, die mit uns In-Ländern leben und doch als Aus-Länder gelten. Wie leben sie in Deutschland? Wie sehen sie sich? Wie sehen sie uns? Unsere Reihe bietet satirische und ernste, wütende und traurige Antworten aus erster Hand, bietet Lesungen, Darbietungen und Raum für Diskussion. Die in Leverkusen lebende Autorin Fatma Bläser liest aus ihrem autobiographischen Roman „Hennamond“. Fatma ist neun Jahre alt, als sie mit ihrer Familie aus Ostanatolien nach Deutschland kommt. Als sie schließlich ihr Leben selbst in die Hand nimmt, hat sie Gewalt und Unterdrückung erfahren, aber auch von der „Milch der Freiheit“ getrunken. Ihre Geschichte ist trotz aller Härte, von der sie authentisch erzählt, durch Freude am Leben und durch die Leidenschaft, für Ihre Selbstbestimmung zu kämpfen, geprägt: „Ich lernte, dass Leben Mut ist, sich auf unbekannte Wege zu wagen und sich von lange Vertrautem zu lösen.“ „Mahlzeit ! - Wir leben in Deutschland“ ist eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und des Initiativkreis 8. Mai Langenau in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring und der Volkshochschule Langenau. Die Veranstaltungsreihe ist Bestandteil des länderübergreifenden Projekts „Konzepte der Einwanderungsgesellschaft“ verschiedener Landesstiftungen der Heinrich Böll Stiftung. * frei nach Feridan Zaimoglu Weitere Lesungen aus der Reihe "Mahlzeit! -Wir leben in Deutschland finden am 2. Oktober und 27. November statt. Außerdem möchten wir Sie auf eine weitere Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung in Rheinland-Pfalz hinweisen: 6. Nov., 19.30 Uhr Lesung Erwachen aus dem Alptraum Lesung der Reihe "MigrantInnen-Literatur mit Monireh Baradaran. Ihr Buch "Erwachen aus dem Allptraum" berichtet von ihrer Haftzeit in den Gefängnissen Teherans. Humanitäre Hilfe für Asylbewerber Neustadt/Weinstr. Pro Asyl Neustadt Neustadt/Weinstr. Gaststätte Konfetti, Friedrichstr. 36

 

Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg e.V. Initiativkreis 8. Mai Langenau, Karten gibt es bei Wilmar Jacober, Tel. 07345/3606

 

 

Veranstaltungsreihe

Geschichten aus Deutschland

Lesung mit Ghazi Abdel-Qadir aus der Reihe "Mahlzeit! - Wir leben in Deutschland"

 

27. November 2001, Pfleghofsaal Langenau

 

„Identität? Herkunft? – Alles Gehirnwichse!“ * Sie leben hier, sie schreiben hier, unter uns, die Migrantinnen und Migranten, über ihr Leben, hier. Es melden sich eben jene zu Wort, die mit uns In-Ländern leben und doch als Aus-Länder gelten. Wie leben sie in Deutschland? Wie sehen sie sich? Wie sehen sie uns? Unsere Reihe bietet satirische und ernste, wütende und traurige Antworten aus erster Hand, bietet Lesungen, Darbietungen und Raum für Diskussion. Im Stil eines orientalischen Geschichtenerzählers trägt der in Palästina geborene Ghazi Abdel-Qadir aus seinem neuen noch unveröffentlichten Roman vor, in dessen Mittelpunkt das Leben in Deutschland steht. Eine Sammlung von heiteren und gleichzeitig nachdenklich stimmenden Geschichten über Missverständnisse und die Schwierigkeiten des menschlichen Zusammenlebens. Ghazi Abdel-Qadir sieht sich als Vermittler zwischen arabischer und europäischer Kultur und plädiert für gegenseitiges Verständnis und Toleranz. Die Lesungen sind eine abwechslungsreiche Mischung aus Erzählung, Bericht, Gespräch und Diskussion. Ghazi Abdel-Qadir, 1948 in Palästina geboren, musste als 16jähriger die Schule abbrechen, um zum Familienunterhalt beizutragen. Später holte er in Jordanien das Abitur nach und studierte in Bonn und Siegen u.a. Germanistik, evangelische Theologie und Islamwissenschaft. Für seine Jugendbücher erhielt er mehrere Preise. „Mahlzeit ! - Wir leben in Deutschland“ ist eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und des Initiativkreis 8. Mai Langenau in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring und der Volkshochschule Langenau. Die Veranstaltungsreihe ist Bestandteil des länderübergreifenden Projekts „Konzepte der Einwanderungsgesellschaft“ verschiedener Landesstiftungen der Heinrich Böll Stiftung. * frei nach Feridan Zaimoglu Weitere Veranstaltungen aus der Reihe "Mahlzeit! - wir leben in Deutschland" finden am 2. und 25. Oktober statt. Außerdem möchten wir Sie auf eine weitere Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung in Rheinland-Pfalz hinweisen: 6. Nov., 19.30 Uhr Lesung Erwachen aus dem Alptraum Lesung der Reihe "MigrantInnen-Literatur mit Monireh Baradaran. Ihr Buch "Erwachen aus dem Allptraum" berichtet von ihrer Haftzeit in den Gefängnissen Teherans. Humanitäre Hilfe für Asylbewerber Neustadt/Weinstr.; Pro Asyl Neustadt Neustadt/Weinstr. Gaststätte Konfetti, Friedrichstr. 36

 

Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg e.V. Initiativkreis 8. Mai Langenau, Tel. 07345/3606

 

 

Tagung

Chancengleichheit als Gemeinschaftsaufgabe

Gender Mainstreaming in kommunaler Politik und Verantwortung

 

29. September 2001, DGB-Haus Karlsruhe

 

Gender Mainstreaming ist derzeit in vieler Munde. Diese neue Strategie zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern wurde in den letzten Jahren vor allem von der Europäischen Union auf den Weg gebracht. Wie kann dieses Konzept in der kommunalen Politik und Verwaltung umgesetzt werden? Im Juni 2001 ging ein zweijähriger Modellversuch der Stadt Stuttgart in Kooperation mit der Europäischen Kommission zu Ende. Damit können erste Antworten u.a. auf folgende Fragen gegeben werden: Wie kann eine Kommune bei der Umsetzung der Chancengleichheit zum Vorbild werden? Wie kann auf kommunaler Ebene die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefördert werden? Wie können Frauen-Förderung, eine Flexibilisierung der Arbeitszeit und Job-Sharing in Führungspositionen in kommunalen Verwaltungen realisiert werden? Welche Steuerungsinstrumente sind geeignet, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in einer modernen, sprich: dezentralen, ressourcen-orientierten, transparenten und bürgerInnennahen Verwaltung voran zu bringen? Welche Strategien und Instrumente, z. B. im Bereich der Personalentwicklung, sind für die Zielerreichung zweckdienlich? Welche Initiativen können GemeinderätInnen und Beschäftigte in der kommunalen Verwaltung ergreifen? Die Stuttgarter Erfahrungen und deren Relevanz für andere – auch kleinere - Kommunen wollen wir in unserem Seminar darstellen und mit den TeilnehmerInnen diskutieren. Leider musste die vorgesehene Referentin Dr. Ursula Matschke absagen. Wir freuen uns, dass wir statt dessen Susanne Blatt-Kessler, Leiterin der Abt. Organisation und Personalentwicklung im Haupt- und Personalamt der Stadt Stuttgart, und Silvia Fischer, Grüne Stadträtin aus Stuttgart, gewinnen konnten.

 

Leitung: Edith Sitzmann

 

 

Wochenendseminar

Dem Trott zum Trotz

Wege zur kreativen Politikgestaltung

 

06. - 8. Juli 2001, Burg Liebenzell

 

Ziele nach dem Mond. Selbst wenn du ihn verpasst, wirst du zwischen den Sternen landen. Kreativität - ein schillernder Begriff! Wer will nicht kreativ sein? Schließlich verbinden wir damit Frische, Motivation und Lust auf Neues. Politikerinnen und Politiker gelten nicht unbedingt als VertreterInnen der kreativen Klasse. Dabei spielt Kreativität im politischen Leben eine wichtige Rolle. Gerade hier geht es darum, neue Ansätze im altbekannten Terrain zu finden, Türen zu öffnen, Widersprüche auf innovative Art zusammenzuführen und neuen Entwicklungen Raum zu geben. Und genau diese Eigenschaften zeichnen kreatives Handeln aus. Kreativität lässt sich zwar nicht verordnen, sie kann aber gefördert werden. Der gezielte Einsatz von Kreativitätstechniken hilft, Denkblockaden aufzubrechen und eingefahrene Wege zu verlassen. Das Seminar will Lust machen und Anstöße geben, wie Politik kreativer gestaltet werden kann. Um Kreativität zu organisieren, braucht es den Mut, im richtigen Augenblick einen Umweg zu gehen, der zum Ziel führt. Dabei ist eine entsprechende Atmosphäre wichtig, passende Rahmenbedingungen und die Einhaltung bestimmter Spielregeln. Das Seminar vermittelt Methoden, wie Kreativität systematisch entfaltet und neue Ideen und Impulse freigesetzt werden können. Dabei spielt das praktische Einüben kreativer Techniken anhand mitgebrachter Themen der TeilnehmerInnen eine zentrale Rolle. Kleine Übungen zur spontanen Kreativitätsförderung sowie kreative Pausengestaltung runden das Training ab.

 

Leitung: Edith Sitzmann, Beratung für politische Kommunikation

 

Referent: Dirk Kron, domdey & partner (Training - Beratung - Moderation)

 

Programm:

Freitag bis 18 h Ankunft 18 h gemeinsames Abendessen 19 h Begrüßung und Kennenlernen „Ziele nach dem Mond. Selbst wenn Du ihn verpasst, wirst Du zwischen den Sternen landen.“ Eine Annäherung an Kreativität: persönliche Kreativität – ver rückt im Team – innovative Politik Themensammlung aus dem politischen Alltag der Teilnehmer/innen Samstag: 9 h „Wenn du immer machst, was du immer gemacht hast, wirst du immer bekommen, was du immer bekommen hast.“ Kreativitätskiller stoppen: Atmosphäre – Rahmenbedingungen – Spielregeln „Wer es eilig hat, mache einen Umweg.“ Kreativität organisieren: Planung – ausgewählte Methoden – Umsetzung (anhand von Themen der Teilnehmer/innen) Sonntag: 9 h „Fast alles ist erreichbar, in entsprechend kleinen Schritten.“ Der kreative Alltag?! Impulse mitnehmen – Hindernisse und Widerstände überwinden – Raum für Kreativität schaffen Seminarauswertung 14 h Seminarende Seminarleitung: Edith Sitzmann, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg Referent: Dirk Kron, domdey & partner (Training-Beratung-Moderation), Freiburg Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg

 

 

Abendveranstaltung

Jetz wo alles möglich wäre: Die Dekae X: 1990 - 2000

Revue in Texten und Musik über das vergangene Jahrhundert

 

26. Mai 2001, Viermastzelt, Gschwend

 

Das neue Deutschland, der neue aufkeimende Rechtsextremismus, der Krieg am Golf und die Kriege im ehemaligen Jugoslawien, aber auch Technowelle und Love-Parade: Das und noch viel mehr sind die Themen für die Dekaden, die in diesem Jahr zum 10. und letzten Mal in Gschwend zu sehen sind. Die Dekaden, das war und ist eine Reise durch das vergangene Jahrhundert, auf Baugerüsten und auf Podien, mit Videocollagen, Chansons, Rockmusik. Mal witzig, mal aggressiv, tragisch und melancholisch, politisch und philosophisch. Eine ganz andere Revue in literarischen Texten, Nachrichten und Musik, jeweils aus einem Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts.

 

Regionale Frauennetzwerke

Alibi oder Veränderungspotenzial?

 

21. - 22. Mai 2001, Ev. Akademie Bad Boll

 

Netzwerke versprechen als offene, flexible politische Bündnisse Lösungen für alte Probleme. Als frauenpolitische Strategie spielen sie in den letzten Jahren eine immer größere Rolle. Sie bieten eine Vielfalt von Verknüpfungsmöglichkeiten auf tragfähigen Brücken zwischen den Knotenpunkten. Möglich ist aber auch "durch's Netz zu fallen" oder sich "im Gewirr des Netzes zu verknoten". Welche Chancen bieten die so geknüpften Bündnisse für die Beteiligung von Frauen in regionalpolitischen Entscheidungsprozessen? Das erfordert einen genauen Blick darauf, was sie im regionalen Kontext leisten können und mit welchen Erwartungen diese Strukturen überfordert sind. Es geht um die Gestaltungsinteressen von Frauen in Regional- und Verkehrsplanung, in der Wirtschafts- und Strukturpolitik - um die Arbeits- und Lebensbedingungen in der Region. Netzwerkstrukturen wurden unter den unterschiedlichsten Rahmenbedingungen aufgebaut. Welche regionalen Frauen-Netzwerke gibt es, wie arbeiten sie, welche Erfahrungen haben die beteiligten Akteurinnen gemacht? Im intensiven Austausch zwischen verschiedenen regionalen Frauen-Netzwerken und im Gespräch mit regionalen Entscheidungsträgern soll geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen die Einmischung von Frauen erfolgreich sein kann und wo sie Alibi bleibt. Wir laden Sie herzlich ein.

 

Leitung: Dagmar Bürkhardt, Ev. Akademie Bad Boll/Stuttgart, Ulrike Leipersberger, Ev. Akademie Bad Boll/Stuttgart

 

Kursgebühr 50,- DM, Unterkunft/Verpflegung 110,- DM (Doppelzimmer), 130,- DM (Doppelzimmer mit DU/WC), 130,- DM (Einzelzimmer), 150,- DM (Einzelzimmer mit DU/WC) Ermäßigung ist auf Anfrage möglich. Nicht in Anspruch genommen Einzelheiten werden nicht rückvergütet bzw. führen zu keiner Verringerung der Kosten. Die Bezahlung erbitten wir bei Ankunft an der Rezeption der Akademie Bad Boll oder per Banküberweisung min Anfragen an die Ev. Akademie Bad Boll/Regionalbüro Stuttgart z. Hd. von Frau Ursula Bürger, Tel. 0711/923 66-10, Fax 0711/923 66-23 Email: ursula.buerger@ev-akademie-boll.de Programm Montag, den 21. Mai 2001 14.30 Uhr Beginn mit Kaffee und Kuchen 15.00 Uhr Einführung 15.15 Uhr Frauenpolitische Netzwerke - zwischen Beruf, Politik und Partizipation, Abgrenzungen und Gemeinsamkeiten Stefanie Bock, Dipl.-Geographin, Kassel 16.45 Uhr Im Kontext einer innovativen Regionalentwicklung Regionalentwicklung als wichtiges Handlungsfeld für Frauen Aus der Sicht der Regionalplanung: Prof. Dr. Barbara Zibell, Techn. Universität Hannover, Institut für Architektur und Planungstheorie Aus der Sicht der Wirtschafts- und Strukturpolitik: Prof. Dr. Ulla Knapp, Hochschule für Wirtschaft und Politik, Hamburg 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr Info-Börse mit Vorstellung von Beispielen regionaler Frauen-Netzwerke Dienstag, den 22. Mai 2001 9.00 Uhr Regionale Frauen-Netzwerke - ein Überblick Stefanie Bock, Dipl.-Geographin, Gesamthochschule Kassel 11.15 Uhr Vertiefung in Arbeitsgruppen 1. Finanzierung von Netzwerkarbeit Impuls: Ulrike Leipersberger, Ev. Akademie Bad Boll und Frauenratschlag Region Stuttgart 2. Arbeits- und Entscheidungsstrukturen Impuls: Traude Oberkirch, Frauen-Netzwerk Südostniedersachsen, Wolfsburg 3. Institutionalisierung/Geschäftsstelle Impuls: Katja Striefler, Kommunalverband Großraum Hannover 14.00 Uhr Regionale Frauen-Netzwerke - Alibi oder Veränderungspotenzial Einstieg durch Dr. Christine Grüger, Freiburg Podium mit: Dr. Brigitte Adam, Bundesanstalt für Bauwesen und Raumordnung, Bonn Anne Jetter, DGB Landesbezirk Baden-Württemberg, Stuttgart Elke Kiltz, MdL Rheinland-Pfalz, Bündnis 90/Die Grünen und Netzwerk "Frauen für die Nahe-Region" Dr. Stefan Köhler, Regionalverband Bodensee-Oberschwaben, Ravensburg Dr. Walter Rogg, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH 16.00 Uhr Gelegenheit zu Absprachen bei Kaffee und Kuchen 16.30 Uhr Ende der Tagung Veranstalter: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg Mitveranstalter: Ev. Akademie Bad Boll und DGB Landesbezirk Baden-Württemberg

 

 

Tagesseminar

Das Internet, das Universum und der ganze Rest!

Aufbauseminar Internet

 

12. Mai 2001, Jugendhaus Mitte, Stuttgart

 

Das Seminar wendet sich an Personen mit Internet-Vorkenntnissen und an TeilnehmerInnen des Einführungskurses "Per Anhalter durch das Internet: Seminar für EinsteigerInnen". Kenntnisse über die Grundlagen des www, Übung im Versenden und Empfangen von E-Mails und im Umgang mit dem Internet werden vorausgesetzt. Darauf aufbauend geht es an diesem Tag um folgende Themen: - Sicherheit im Netz: Datenschutz, Online-Banking und -Shopping - E-Mail für Fortgeschrittene: E-Mails automatisch weiterleiten bzw. beantworten, von fremden PCs oder mit Notebook und Handy abrufen, Hotmail-Adressen, Adressbücher und Verteilerlisten, Netiquette: Benimm-Regeln im Netz - WWW: synchrone und asynchrone Kommunikation in Diskussionsforen, Newsgroups und Chatrooms, ausgewählte Suchstrategien, Download von Software und Treibern, Dateien ent- und verpacken (zip) - Eine eigene Website erstellen lassen: Warum sollte man seine Website nicht selbst erstellen? Worauf muss man bei der Auswahl des Anbieters achten? Welche technischen Möglichkeiten gibt es? Wie müssen die eigenen Daten aufbereitet sein? Wie beantrage ich eine eigene Domain? Wie muss eine Website gestaltet und aufgebaut sein, damit sie in Eigenregie mit möglichst wenig Zeitaufwand immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden kann? - Die eigene Website verwalten und aktualisieren.

 

Leitung und Moderation: Edith Sitzmann, Beratung für politische Kommunikation, Freiburg

 

Referentin: Dr. Dörte Hahlbohm, WebDatabases GmbH, Schwäbisch Gmünd

 

 

Seminar für Schülerinnen und Schüler

Die Zukunft der sozialen Marktwirtschaft in Europa

 

28. - 30. März 2001, Zwickmühle, Bretzfeld-Rappach

 

Globale wirtschaftliche Umbrüche setzen die Wirtschaftsordnung in Deutschland unter Veränderungsdruck. Schlagworte wie Globalisierung und europäische Einigung, demografischer Wandel, die digitale Revolution und Klimaveränderung sowie die Verknappung fossiler Brennstoffe skizzieren die heraufziehenden Herausforderungen. Wie kann ökonomischer Wettbewerb und sozialer Interessensausgleich - die soziale Marktwirtschaft - in diesen veränderten Verhältnissen neu ausgestaltet werden? Hat das Modell des "rheinischen Kapitalismus" in der europäischen Union eine Zukunft? Das Seminar behandelt diese Fragen anhand aktueller wirtschaftspolitischer Probleme im europäischen Kontext. Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, tagesaktuelle wirtschaftspolitische Auseinandersetzungen in grundsätzliche Zusammenhänge und politische Wertentscheidungen einzuordnen. Das Seminar findet in Zusammenarbeit mit dem Hölderlin-Gymnasium in Heidelberg statt. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe mit Leistungskurs Politik nehmen im Rahmen ihrer Schulprojekttage an dem Seminar teil.

 

Leitung: Annette Goerlich, Renate Hofmann-Dietrich

 

 

Abendveranstaltung

Konturen der Einwanderungsgesellschaft

 

21. Februar 2001, Haus der Architekten, Stuttgart

 

Die Debatte um die Greencard für Computerspezialisten war Katalysator, um eine lange verdrängte Realität endlich anzuerkennen: Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Einwanderungsland. Zuwanderung ist - auch langfristig - nötig und willkommen. Besonders vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der internationalen Konkurrenz um qualifizierte Arbeitskräfte gerät Migration in ein neues Licht - als Notwendigkeit und Chance für die Gesellschaft. Das gesellschaftliche Konfliktpotenzial von Zuwanderungsprozessen bleibt dennoch beträchtlich. Kulturelle und ethnische Differenz wird von vielen keineswegs als Bereicherung, sondern als Bedrohung empfunden. Es entstehen neue Verteilungskämpfe, z. B. um Arbeitsplätze und um öffentliche Güter. Die Diskussion über politische und gesellschaftliche Konsequenzen steht noch am Anfang: Wie soll der Einwanderungsprozess gesteuert und gestaltet werden? Ist ein gesellschaftliches Leitbild nötig, das Deutschland als multiethnische Gesellschaft zusammenhält? Welche Integrationspolitik fördert das Zusammenleben Zugewanderter und Einheimischer? Mit: Karl-Heinz Meier-Braun, SWR (angefr.) Prof. Dr. Norbert Walter, Chef-Volkswirt der Deutschen Bank AG Hartmut Richter, Hauptgeschäftsführer des baden-württembergischen Handwerkstags Marieluise Beck, MdB, Ausländerbeauftrage der Bundesregierung.

 

 

Tagung

Irak: UN-Sanktionen ohne Ende?

Chancen zivilgesellschaftlicher Interventionen am Beispiel Irak

 

09. - 11. Februar 2001, Ev. Akademie Bad Boll

 

Fast 11 Jahre nachdem die Vereinten Nationen den Irak mit einem umfassenden Handelsembargo belegt haben, stellt sich die Frage nach dem Sinn dieser Sanktionen. War dieser versuchte Druck auf die Regierung in Bagdad nicht ein Fehlschlag, ja kontra-produktiv? Welche Auswirkungen hatte und hat das Embargo auf die Bevölkerung des Irak? Wächst im Irak nicht eine verlorene Generation für den Westen und die Nachbarländer auf? Welche anderen Möglichkeiten hat die UNO zur Konfliktregelung bzw. in diesem speziellen Fall und im allgemeinen, und wie könnte der deutsche Beitrag dabei aussehen? Zur Diskussion dieser Punkte laden wir Sie herzlich nach Bad Boll ein. Freitag, 9. Februar 18.00 Uhr Abendessen 19.30 Uhr Eröffnung der Tagung / Begrüßung 19.45 Uhr Konflikt der internationalen Staatengemeinschaft mit dem Irak ohne Ende? Einschätzungen und Vorstellungen der Bundesregierung Andreas von Hoessle, Beauftragter für Nah- und Mittelostpolitik des Ausw. Amtes, Berlin Samstag, 10. Februar 9.00 Uhr Zur aktuellen politischen, sozialen und menschenrechtlichen Situation im Irak Prof. Dr. Kadhim Habib, Arabisch-Europäisches Inst. für Forschung u. Kommunikation, Berlin 10.45 Uhr Handlungsorientierte Betrachtungen der Situation und der Interessen in der Region Dr. Volker Perthes, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin 12.30 Uhr Mittagessen 14.30 Uhr Kurzreferate Unterschiedliche Handlungsansätze der USA und europäischer Staaten im Konflikt mit dem Irak Prof. Dr. Udo Steinbach, Direktor des Dt. Orient-Instituts, Hamburg Erfahrungen mit der Sanktionspolitik von UN, EU und USA Dr. Manfred Kulessa, Bonn Alternative Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit Diktaturen PD Dr. Wolfgang S. Heinz,Otto-Suhr-Institut, FU Berlin Auswirkungen der Sanktionspolitik im Irak Jutta Burghardt, Bonn, ehem. Leiterin des Welternährungsprogramms (WFP) im Irak Zur Ethik von wirtschaftlichen Sanktionen Hadewych Hazelzet, Europäische Universität Fiesole/Firenze/Italien 16.15 Uhr Kaffee/Tee und Kuchen 16.30 Uhr Diskussion der Kurzreferate mit den Referierenden AG 1: Unterschiedliche Handlungsansätze... Moderation: Dr. Manfred Budzinski AG 2: Erfahrungen mit der Sanktionspolitik... Moderation: Dr. René Klaff AG 3: Alternative Handlungsmöglichkeiten... Moderation: Gerhard Pitz AG 4: Auswirkungen der Sanktionspolitik... Moderation: Dr.-Ing. Salim Al Bosta 18.00 Uhr Abendessen Sonntag, 11. Februar 9.15 Uhr Wort zum Tag 9.30 Uhr Möglichkeiten von Demokratie / Zivilgesellschaften, auf diktatorische Regime und auf Veränderungen in den dortigen Gesellschaften hinzuwirken. Gespräch mit PD Dr. Wolfgang S. Heinz, Otto-Suhr-Institut, FU Berlin; Dr. Volker Perthes; Dr. Ludger Volmer, Staatsminister Auswärtiges Amt, MdB Bündnis 90/Die Grünen (angefragt) 12.30 Uhr Mittagessen, anschl. Ende der Tagung

 

Leitung: Dr. Manfred Budzinski, Ev. Akademie Bad Boll, Dr. René Klaff, Dt. Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Gerhard Pitz, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Dr.-Ing. Salim Al Bosta, Arabischer Kulturclub Stuttgart

 

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Evangelischen Akademie Bad Boll, der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen und dem Arabischen Kulturclub e.V. Stuttgart

 

 

Tagesveranstaltung

Invention > Intervention

...zwischen Medienkunst und Neuem Markt

 

19. Januar 2001, Filmhaus, Stuttgart

 

Kaum ein anderes Thema war 2001 so virulent wie die ökonomischen, sozialen und kulturellen Implikationen des Neuen Marktes. Die ganze Bandbreite von Erwartungen, die von der Golddigger-Euphorie im e-Business bis zur demokratischen Utopie einer Shareholders-Gesellschaft reichte, war vertreten. Schon wurde das Motto "Wir sind das Volk" in "Wir sind der Fonds" umgewandelt.

Fakt ist, dass der Neue Markt einer neuen Ethik und neuen Prinzipien gehorchte bzw. diese schaffte, die sowohl Wirtschaftsunternehmen und deren Corporate Culture aber auch Kulturproduzenten sowie Rezipienten mit neuen Fragestellungen konfrontierten.

Wir luden Vertreter der New Economy, Web-Künstler und Medientheoretiker ein, diesen Wandel in der kulturellen und unternehmerischen Praxis zu diskutieren. Das Panel "Invention > Intervention" sollte die Wechselbeziehung zwischen Medienkunst und dem Neuen Markt beleuchten. Neue ökonomische Ansätze spielten ebenso eine zentrale Rolle wie die (wiederkehrende) Rolle des Künstlers als Unternehmer und Ingenieur.

Welche Rolle spielt die Kritik, aber auch die künstlerische Intervention inmitten der Marktprognosen der Venture Capitalists? Der Streit zwischen dem börsennotierten Online-Spielzeugvertreiber Etoys und der Künstlergruppe Etoy war ein erstes Indiz für die Ausmaße des Konfliktpotentials.

Welche Rolle spielt Eigentum in der digitalen Kultur des Schenkens? Welche Rolle spielt das Urheberrecht? Die italienische Künstlergruppe 0100101110101101.org stellte mit ihrer Präsentation die Frage nach Copyright, Plagiarism und der Vermarktbarkeit von Kunst im Internet.

Welche Modelle haben Künstler entwickelt, um in der "Ökonomie der Aufmerksamkeit" zu bestehen?

Das Panel "Invention > Intervention" versuchte das ambivalente Verhältnis zwischen Kultur und Wirtschaft im Zeitalter des e-Commerce zu reflektieren. Künstler präsentierten Projekte und Strategien, Vertreter des Neuen Marktes erläuterten ihr Verhältnis zu Kultur und die Prinzipien des e-Commerce und Theoretiker setzten einen historischen, sozialen und wirtschaftswissenschaftlichen Rahmen.

Bei "invention>intervention" ging es weder um eine reine Kritik am Neuen Markt noch um eine ausschließliche affirmative Betrachtungsweise des Wechselverhältnisses zwischen Kultur und Wirtschaft im digitalen Zeitalter oder eine Gleichsetzung beider Bereiche.

 

Das Panel bestand aus Vorträgen und Präsentationen, sowie einer Podiumsdiskussion mit:

Eric Kluitenberg, NL, Medientheoretiker

David Linderman, Fork, D, Multimedia-Agentur

Philippe Cuny, Protoplast AG, CH, Künstlergruppe

Gerd Schwandner, D, Fachhochschule Karlsruhe

Christian Schwarm, AGI

 

Moderation: Jens Burghardt, Beta-City, Stuttgart

 

Leitung: Gerhard Pitz, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Ulrich Wegenast, Wand 5

 

Das Panel endete mit einem Sound & Vision-Event mit Klangkrieg und VJ Safy.

 

Intervention war eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg in Kooperation mit Wand 5 im Rahmen des 14. Stuttgarter Filmwinters (18.-21. Januar).

 

 

Tagesseminar

Per Anhalter durch das Internet

Tagesseminar für Einsteigerinnen und Einsteiger

 

13. Januar 2001, Jugendhaus Mitte, Stuttgart

 

Das Internet ist zu einem festen Bestandteil unserer Kommunikationskultur geworden. Auch für politische Gruppen und Organisationen gehört die Nutzung der neuen Medien zum normalen Handwerkszeug, denn aktuelle Informationen sind hier schnell, einfach und rund um die Uhr verfügbar.

Die Informationsbeschaffung im Internet spart zeitraubende und mühsame Recherchen, wenn die AnwenderInnen mit Suchmaschinen oder über die Homepage anderer Organisationen den geeigneten Zugang finden. Die Weiterverarbeitung der aus dem Internet heruntergeladenen Daten im eigenen PC kann die politische Alltagsarbeit wesentlich erleichtern. Nicht zuletzt ist die elektronische Post schneller und billiger als die herkömmliche. Die Nutzung des Internets bietet jedoch vielfältige weitere Möglichkeiten, denn es wachsen neue Wege der politischen Beteiligung im Netz: Delegierte können von zu Hause aus an Parteitagen und Versammlungen teilnehmen, mitdiskutieren und abstimmen, Spezielle Chatrooms laden zu politischen Debatten ein, Mailing-Aktionen organisieren weltweite Proteste und Einflussnahme

Das Seminar wollte einen Überblick über die Möglichkeiten und Grenzen der Internet-Nutzung im politischen Kontext geben. Die TeilnehmerInnen sollten befähigt werden, sich einen Internet-Anschluss einzurichten, mit dem world wide web und elektronischer Post umzugehen und diese Kenntnisse in den politischen Alltag zu integrieren. Dazu wurden praktische Übungen an den vorhandenen PCs mit Internet-Anschluss durchgeführt.

 

Referentin: Dr. Dörte Hahlbohm, WebDatabases GmbH, Schwäbisch Gmünd

 

Leitung und Moderation: Edith Sitzmann, Beratung für politische Kommunikation, Freiburg