Veranstaltungen 2002

Wochenendseminar

Mit neuer Energie für den Frieden

Leitlinien für eine Friedenspolitik im 21. Jahrhundert

 

06. - 08. Dezember 2002, Unipark, Schwäbisch Gmünd

 

Von Rüstungsbegrenzung zu Abrüstung - weitere Schritte notwendig! Vor 15 Jahren: Im Dezember 1987 wurde mit dem INF-Vertrag ("Intermediate Range Nuclear Forces") der Abzug der Mittelstrecken-Raketen aus Mutlangen und anderen Stationierungsorten beschlossen. Erstmals wurde damit ein Waffensystem vollständig abgerüstet. Bis dahin hatten Abrüstungsverhandlungen nur zur Beschränkung der Aufrüstung gedient. Nach unserem jahrelangen Entsetzen durch die Stationierung der schrecklichen Atomwaffen waren wir wegen dieses Abrüstungsschrittes deutlich erleichtert. Der INF-Vertrag ist ein Modell, wie Abrüstung funktionieren kann. Doch sein Fortbestand ist heute in Gefahr. Weiter ist aber dringend notwendig: Raketen abrüsten statt abwehren. Mutlangen - ein symbolischer Ort gewaltfreien Widerstands. In Mutlangen waren Pershing II-Raketen stationiert. Mutlangen wurde zum Symbolort für gewaltfreie Aktionen gegen Atomwaffen. Bei Blockaden wurden 3000 Menschen festgenommen. Solch couragiertes Eintreten für eine menschliche Zukunft ist heute genauso notwendig wie damals. Mutlangen wurde ein Ort der Hoffnung, da heutige soziale Bewegungen diese Aktionsformen praktizieren und von diesem Erfahrungsschatz profitieren. Mit Sonne und Wind für Frieden statt Blut für Öl! Zivile Konfliktbearbeitung entwickeln. Noch immer ist das Leben auf der Erde durch Tausende Atomwaffen bedroht. Sie schützen nicht vor Terror und sind eine große Gefahr für den Weltfrieden. Nur die Entwicklung ziviler Konfliktbearbeitung, die Verschrottung der Atomwaffen und der Ausstieg aus der Atomenergie helfen, das Gefahrenpotential eines Atomterrorismus zu vermindern. Anstatt den Irak wegen angeblicher Atomwaffenpläne anzugreifen, sollten die USA, wie auch die anderen Atommächte ihre eigenen Atomwaffen abrüsten. Heute gilt wie beim Golfkrieg 1991: "Kein Blut für Öl!" Statt um Rohstoffe Krieg zu führen, ist eine Umkehr zu umweltfreundlicheren Energiequellen (Sonne, Wind, u.a.) notwendig. Unser Mut wird langen - nicht nur in Mutlangen: Noch immer sind in Deutschland (in Ramstein und Büchel) Atomwaffen stationiert. In Büchel üben Bundeswehrsoldaten Einsätze mit den völkerrechtswidrigen Waffen. Wir wollen bei dieser Konferenz über die aktuelle Lage diskutieren, aber auch über Perspektiven einer neuen gewaltfreien Kampagne gegen die Atomwaffen in Büchel.

 

Programm:

Freitag 6.12.2002 19.30 Uhr Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Schwäbisch-Gmünd Friedenspolitik statt Angriffskrieg Vom INF-Vertrag zu weiteren Abrüstungsschritten Dr. Alexander Nikitin, Director, Center for Political and International Studies, Rußland Bruce Gagnon, Koordinator Global Network Against Weapons and Nuclear Power in Space, USA Till Bastian, Schriftsteller, IPPNW, Deutschland Angelika Beer, Expertin für Sicherheits- u. Verteidigungspolitik, Bündnis 90/Die Grünen, Deutschland

 

Samstag 7.12.2002 9.00 Uhr Was plant das Militär? Derzeitige militärpolitische Entwicklungen Otfried Nassauer; Berliner Informationszentrum für transatlantische Sicherheit Regina Hagen; International Network of Engineers and Scientists Against Proliferation Was kann die Friedensbewegung tun? Friedenspolitische Handlungsansätze und Gewaltfreie Aktionen Wolf-Dieter Narr, Komitee für Grundrechte und Demokratie Jochen Stay, x-1000mal quer 10.45 Uhr Arbeitsgruppen zu Strategies for disarmament Regina Hagen und die ausländischen Referenten (in Englisch) Strategien für Protest, gewaltfreien Widerstand und Alternativen Jochen Stay, Wolfgang Sternstein, Britta Bolte u.a. Weitere Work-Shops können angeboten werden. 12.30 - 14.30 Uhr Mittagspause 14.30 Uhr Fortsetzung der Arbeitsgruppen 17.00 Uhr Plenum; Austausch der Arbeitsgruppen 19.30 Uhr Kulturveranstaltung NO WAR Musik mit Klaus der Geiger und Thomas Felder

 

Sonntag 8.12.2002 9.00 Uhr Ermutigung mit Dekan (i.R.) Werner Frank 9.30 Uhr Verabschiedung des Mutlanger Manifest 11.00 Uhr Ende der Perspektiv-Konferenz anschließend gemeinsame Busfahrt zum EUCOM/Stuttgart, der europäischen militärischen Kommandozentrale der USA, Hocketse und Ständerling, zusammensitzen und -stehen gegen die Kriegspläne. Veranstalter: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg e.V. Pressehütte Mutlangen

 

 

Tagesseminar

Als Nonprofit-Organisation präsent im www

Grundlagen für die erfolgreiche Einrichtung einer Website

 

19. Oktober 2002, Haus der Architekten Stuttgart

 

Wer als Laie seine Website selbst gestaltet und programmiert, kann mit den heute üblichen technischen und graphischen Standards meist nicht mehr mithalten. Für ansprechende und anwenderfreundliche Präsentationen ist es sinnvoll, professionelle Webdesigner zu beauftragen. Dennoch ist die Einrichtung einer Website auch für den Auftraggeber zeit- und arbeitsintensiv. Nur wer genau weiß was er will, wird zu stimmigen Lösungen kommen, die sich auch in der späteren Praxis bewähren. Unser Seminar will einen Überblick geben über Möglichkeiten und Anforderungen an eine eigene Präsentation im Netz. Wir beschäftigen uns mit den anfallenden Aufgaben, den üblichen Standards, technischen Möglichkeiten und sinnvollen Lösungen. Darüber hinaus soll inhaltlich geklärt werden, welche Ziele und Funktionen eine Website im politischen bzw. gesellschaftlichen Kontext wahrnehmen kann. Dazu werden wir uns Praxisbeispiele anschauen. Die Teilnehmer/innen können an diesem Tag mit externer Unterstützung konkrete Vorüberlegungen anstellen: Was sind meine Ziele? Wen will ich erreichen? Wie kann ich unsere Präsentation sinnvoll strukturieren? Welche Aufgaben kann ich selbst erledigen, welche sollten Profis übernehmen? Worauf muss ich bei der Gestaltung und Programmierung achten? Wie sieht es mit der späteren Pflege der Website aus? Die Teilnehmer/innen werden Praxisbeispiele kennen lernen, Informationen erhalten und einen eigenen Ziel- und Maßnahmenkatalog erstellen für die nach dem Seminar anstehenden Schritte.

 

Leitung: Dirk Kron, Freiburg

 

Programm:

11.00 h Einstieg, Begrüßung, Tagesablauf 11.15 - 12.00 h Input 1: Kommunizieren mit einer politischen Website Erfahrungen aus der digital-virtuellen Praxis anhand einer Beispiel-Website: Was will sie erreichen? Wen will sie ansprechen? Die Bedürfnisse der User? Wie ist die Kernidee umgesetzt? Wie werden die Bestandteile genutzt? Möglichkeiten und Grenzen der virtuellen politischen Kommunikation 12.00 - 12.30 h Fragen und Diskussion 12.30 - 13.00 h Zieldefinition: Individuelle Arbeit an folgenden Fragestellungen: Zielgruppe - Wen will ich erreichen? Funktionen - Was soll die Website leisten? Strukturideen - Wie soll sie das tun? Was mache/n ich/wir selbst? 13.00 - 14.00 h Mittagspause 14.00 - 14.45 h Input 2: Gestaltung und Struktur einer Website Funktionen: Was "muss" sein - Was ist optional? Worauf muss ich bei der Programmierung achten? Was kann man selbst übernehmen, wo brauche ich den Profi? 14.45 - 15.30 h Fragen und Diskussion 15.30 - 16.15 h Die Zieldefinition wird überarbeitet 16.15 - 16.30 h Kaffeepause 16.30 - 17.00 h Präsentation der eigenen Zieldefinition und Fragen an den Experten 17.00 - 17.45 h Input 3: Wie gehe ich vor, um einen geeigneten Webdesigner zu finden? Klärung eigener Fragen im Vorfeld, Klärung des Budgets Wie finde ich einen Webdesigner, der passt? Wie geht es weiter, wenn die Website steht, wer pflegt sie? Erarbeitung eines individuellen Maßnahmenplanes 17.45 - 18.00 h Seminarabschluss Referent: Rüdiger Puntke, Webdesigner, Berlin Veranstalter: Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg e.V.

 

 

Vortrag und Diskussion

Im Abseits

Fußball in der amerikanischen Sportkultur

 

14. Oktober 2002, Deutsch-Amerikanisches Institut, Heidelberg

 

Referent: Prof. Andrei S. Markovits, University of Michigan, Ann Arbor Egal, welche statistischen Maßstäbe man verwendet, Fußball ist der weitaus populärste Sport der Welt. In den Vereinigten Staaten hingegen, wo sich als einzigem Land der Erde sogar vier Mannschaftssportarten - im Gegensatz zu den üblichen maximal zwei in anderen Ländern - zur Kultur etablierten, verwehrten als Erstankömmling Baseball, danach American Football, gefolgt von Basketball und Eishockey dem Fußball eine kulturell erfolgreiche Präsenz. Warum sind die Vereinigten Staaten eine Ausnahme? "Im Abseits" ist da erste Buch, das diese Besonderheiten mit einer historisch informierten und systematisch angewandten politischen Soziologie erklärt indem es auch andere amerikanische Besonderheiten vergleichend beleuchtet. „Mit ihrer detailreichen, empirisch-historisch konkreten und äußerst lebendig geschriebenen Studie“, so Andreas Hess in der Frankfurter Rundschau, „haben Markovits und Hellermann das Paradigma des amerikanischen Exzeptionalismus aus einem Dornröschenschlaf erweckt und ihm neues Leben eingehaucht.“ Andrei S. Markovits, der auf Einladung der Heinrich Böll Stiftung im Oktober auf Deutschlandtour ist, ist Professor für Politikwissenschaft und Soziologie an der University of Michigan, Ann Arbor. Er lehrte häufig auch an verschiedenen deutschen Universitäten und Instituten, zuletzt 1998/99 als Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin.

 

 

Zusammen sind wir stark

Die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik Europas auf dem Prüfstand

 

26. - 29. September 2002, Internationales Forum Burg Liebenzell, Bad Liebenzell

 

Internationales Forum Burg Liebenzell Europazentrum Baden-Württemberg Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg laden ein zum Internationalen Seminar in Kooperation mit: Centre for Europe London (GB) Maison de l'Europe Robert Schuman, Scy-Chazelles (F) Landeszentrale für politische Bildung, Referat Europa, Bad Urach (D) Mit Unterstützung der Europäischen Kommission Generaldirektion Presse und Kommunikation und der NATO

 

Tagungsprogramm:

Donnerstag, 26.09.2002 bis 16.30 Anreise der TeilnehmerInnen 17.00 Vorstellung und Einführung in das Thema, Zielsetzung des Seminars Gertrud Gandenberger, Internationales Forum und Ina Rubbert, Europa Zentrum Baden-Württemberg e.V. 18.00 Abendessen 19.00 „Die europäische Sicherheitsarchitektur von der EPZ bis heute“ Dr. Rolf Steltemeier, Universität Heidelberg Freitag, 27.09.2002 8.00 Frühstück 9.00 „Europäische Sicherheit, NATO und die transatlantischen Beziehungen“ Diskussionsrunde mit Jeffrey Gedmin, Aspen-Institute, Berlin (angefr.) Fritz Rademacher, EU, Brüssel Dr. Hans Arnold, Botschafter a.D., München 12.00 Mittagessen 14.30 „Neue Herausforderungen an eine Gemeinsame Europäische Sicherheitspolitik“ Impulsreferate und Diskussion mit Angelika Beer, MdB, Berlin Richard Whitman, University of Westminster, London Richard Stock, Maison de l'Europe, Scy-Chazelles Moderation: Gerhard Pitz (HBS) 18.00 Abendessen Samstag, 28.09.2002 8.00 Frühstück 9.00 „Handeln aus einem Guss – Konzepte für eine effektive Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik“ Workshops zur Prävention und Intervention Leitung: Christian Rapp M.A. unter Mitwirkung von Ilka Leisenheimer 12.00 Mittagessen 14.30 Calw - 100 Jahre Hermann Hesse literarischer Spaziergang durch Calw 17.00 Präsentation der Workshops 18.00 Abendessen 20.00 „Überraschung“ Sonntag, 29.09.2002 8.00 Frühstück 9.00 „Das Handeln der Akteure vor Ort – die GASP aus der Sicht eines Journalisten“ Thomas Gack, Europakorrespondent der Stuttgarter Zeitung, Brüssel 11.00 Abschlussdiskussion und Seminarkritik Gertrud Gandenberger IFBL und Ina Rubbert EZ 12.00 Mittagessen ab 13.00 Abreise der TeilnehmerInnen Tagungssprachen: Englisch und Deutsch (simultan) Veranstalter: Heinrich Böll Stiftung Baden-Württembrg e.V. Europazentrum Baden-Württemberg Internationales Forum Burg Liebenzell

 

 

Filmvorführung

The Optimists (OmU)

Die Geschichte von der Rettung der bulgarischen Juden vor dem Holocaust

 

15. - 17. Juli 2002, Kommunales Kino Stuttgart, Friedrichstr. 23 A

 

Am 9. März 1943 kam die Polizei ins Haus von Jacky Comfortys Familie in Bulgarien. Dies sollte der Anfang vom Ende sein, der Beginn einer Reise nach Treblinka. Unter Waffengewalt mußten Jackys Großeltern, seine damals fünfzehnjährige Tante und sein Onkel, der gerade vier war, zu dem Deportationszentrum in die Nachbarschule laufen. Jackys Vater, damals zweiundzwanzig, war bereits in einem in der Nähe befindlichen Arbeitslager interniert. Vier Mitglieder der Familie Comforty befanden sich unter den 8.500 bulgarischen Juden, die an diesem Tage auf Schulhöfe und andere Sammelplätze in Bulgarien gebracht wurden, um zur Vernichtung nach Polen deportiert zu werden. Dort warteten sie den ganzen Tag, bis sie am Abend einfach nach Hause geschickt wurden. 50.000 Juden lebten damals in Bulgarien. 50.000 Menschen mußten nicht sterben, weil bulgarische Christen und Moslems Wege gefunden hatten, sie vor ihren künftigen Mördern zu retten, ohne Rücksicht darauf, dass ihre eigene Regierung mit den Nazis verbündet war. „Wir wollten mit unserem dokumentarischen Projekt erforschen, wie diese verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen in Bulgarien selbst während des Holocausts in Frieden miteinander leben konnten und welche Lehren man heute daraus ziehen kann.“ Jacky Comforty, Regisseur The Optimist erhielt letztes Jahr den Friedensfilmpreis der Heinrich Böll Stiftung. Weitere Preise sind 1. Preis beim Jerusalem International Film Fetival 2000 "The Jewish Experience" CINE Golden Eagle 2001 Peace Price, Berlin International Film Festival 2001 Best Documentary, Hope and Dreams Film Festival Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kommunalen Kino Stuttgart und der Stiftung Geißstraßesieben.

 

Leitung: Annette Goerlich

 

 

Podiumsdiskussion

Sind Frauen dämlich? Oder warum schaffen es Frauen kaum in Führungspositionen?

Ladies Lunch on tour in Stuttgart - for women only

 

17. Juli 2002, TurmForum im Hauptbahnhof Stuttgart

 

Mit einem Frauenanteil von elf Prozent in Leitungspositionen bildet Deutschland das Schlusslicht in Europa. Weil Frauen "dämlich, faul und unaufrichtig sind" und Kinder als den "Heldennotausgang" benutzen - wie Barbara Bierach provozierend behauptet und fordert, sie sollten mit ihrer Larmoyanz aufhören und endlich Verantwortung übernehmen. Blendet dieser Ansatz Geschichte aus, erhebt Individualismus zum Prinzip und suggeriert alles sei machbar? Wie steht es um die "gläserne Decke", um Politik und Unternehmenskultur in Deutschland, welche Möglichkeiten bieten Mentoring, Netzwerke...? Nach der Podiumsdebatte sind alle Teilnehmerinnen herzlich zum informellen Weiterdiskutieren bei einem leckeren Buffet mit Blick auf Stuttgart eingeladen. Ladies Lunch on tour findet statt in Kooperation mit dem Feministischen Institut der Heinrich Böll Stiftung .

 

Leitung: Annette Görlich

 

Programm:

Begrüßung Claudia Roth, Bundesvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Eingangsstatements Barbara Bierach Autorin von "Das dämliche Geschlecht. Warum es kaum Frauen im Management gibt" Susanna Mörgenthaler Business Coach und Trainerin, im Vorstand der Regional-gruppe des Frauennetzwerks Connecta Moderation Annette Goerlich, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg Veranstalter Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg e.V.

 

 

Ausstellung mit Veranstaltungen

Bausteine für ein zukunftsfähiges Europa

Eine Projektschau in Ulm

 

04. - 15. Juli 2002, Ulm

 

Im Rahmen des Internationalen Donaufestes 2002 in Ulm präsentieren wir Projekte für eine zukunftsfähige Entwicklung aus den östlichen Donauanrainerstaaten – mit Blick auf den Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg und die EU-Osterweiterung. Die Beispiele umfassen soziale, gesellschaftspolitische und umweltbezogene Initiativen wie das Projekt in Bratislava in der Slovakei, wo in der größten slowakischen Trabantenstadt Petroczalka Pfarrer Milos Klatik mit seiner Gemeinde in zäher Kleinarbeit ein soziales Netz aufbaut. Oder in Budapest, hier öffnete im November 2001 die internationale Frauenakadamie ihre Pforten die Frauen die Möglichkeit bietet „ihre persönliche Lebenssituation im Zusammenhang der gesellschaftlichen Bedingungen in Ungarn zu erkennen und ihre Sach-, Handlungs- und Kommunikationskompetenzen zu erweitern“. Und im Donaudelta in Rumänien. Hier engagiert sich Petre Vasiliv mit der Umweltgruppe Vox Deltae für den Erhalt des einzigartigen Naturraums Donaudelta, für den Schutz seltener Vögel und für den Ausbau eines sanften Tourismus, der den BewohnerInnen eine Zukunftsperspektive bietet. Für alle Projekte, die präsentiert werden, gibt es lebendige Partnerschaften mit Initiativen, Kirchengemeinden und Einzelpersonen aus Ulm und der Region. Insgesamt werden 8 Projekte auf dem Markt der Donauländer vorgestellt - auf Schautafeln, mit Filmen, vor allem aber durch die AkteurInnen selbst. Das Internationale Donaufest unter dem Motto „Donau, Traumfluss nach Europa“ findet seit 1998 statt und greift aktuelle Entwicklungen in Kunst und Kultur, Wissenschaft, aber auch Politik, Wirtschaft und Umwelt auf. Die Veranstaltung ist Bestandteil des länderübergreifenden Projekts "Rio + 10" verschiedener Landesstiftungen der Heinrich Böll Stiftung und der Bundesstiftung und findet in Kooperation mit der Petra Kelly Stiftung und dem EU-Büro der Heinrich Böll Stiftung (Bundesstiftung) Brüssel statt.

 

Leitung: Annette Goerlich, Markus Kienle

 

Seit dem ersten Internationalen Donaufest im Jahr 1998, aber auch schon davor, sind eine Vielzahl von Partnerschaften und Projekten aus der Region Ulm/Neu-Ulm mit Partnern in den Osteuropäischen Donauanrainerstaaten entstanden: zwischen Schulen, Kulturinstitutionen und Kirchengemeinden aber auch zwischen Einzelpersonen auf Grund privater Kontakte. Diese Projektpartnerschaften und Kontakte stellt die Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg beim Internationalen Donaufest in einer Ausstellung und in begleitenden Präsentationen vor: Die internationale Frauenakademie Budapest öffnete im letzten Jahr in enger Kooperation mit der Ulmer Volkshochschule ihre Pforten; sie hat Weiterbildung von Frauen im ungarischen und internationalen Zusammenhang zum Ziel. Präsentation: So 7. Juli, 17 Uhr In der größten slovakischen Trabantenstadt Petrczalka in Bratislava, baut Pfarrer Milos Klatik unterstützt von zwei Ulmer Kirchengemeinden mit seiner Gemeinde eine Vielzahl von Bildungseinrichtungen auf. Ebenso gibt es seit Jahren eine lebendige Partnerschaft mit Jugendaustausch u.a. zwischen den evangelischen Kirchengemeinden Vrbobe und Ulm/Jungingen. Präsentation: Mo 8. Juli, 17 Uhr In der vom Krieg gezeichneten Stadt Vukovar in Kroatien trugen die Ulm/Neu-Ulmer Stadtwerke dazu bei, dass die Trinkwasserqualität entscheident verbessert wurde. Derzeit bereiten die Entsorgungsbetriebe Ulm die Sanierung einer großen Mülldeponie und den Aufbau eines ökologischen Abfallentsorgungskonzeptes vor. Mit Hilfe der katholischen Wengengemeinde entsteht in den Ruinen des Klosters Vukovar ein Kindergarten und ein Gemeindezentrum. Präsentation: Di 9. Juli, 17 Uhr Schulpartnerschaften wie es sie beispielsweise zwischen der deutschen Schule in Baja/Ungarn und dem Gymnasium Wiblingen gibt, bieten Jugendlichen die Möglichkeit direkter Begegnungen. Das beein-druckende Resultat der ältesten Schulpartnerschaft der Ulmer Waldorfschule Römerstraße mit Städten in Rumänien ist der Aufbau einer homöopathischen Klinik. Begegnungen mehrer Berufsschulen aus Rumänien, Ungarn der Slowakei und Serbien sollen das Verständnis für regenerative Energien schärfen. Präsentation: Mi 10. Juli, 17 Uhr Im Donaudelta in Rumänien engagiert sich Petre Vasiliv mit der Umweltgruppe Vox Deltae für den Erhalt des einzigartigen Naturraums Donaudelta, für den Schutz seltener Vögel und für den Ausbau eines sanften Tourismus, der den Bewohnerinnen und Bewohnern eine Zukunftsperspektive bietet. Präsentation: Do 11. Juli, 17 Uhr In der Region Ulm/Neu-Ulm ist man erst am Beginn des Aufbaus von gemeinsamen Projekten und Partnerschaften. Deshalb werden auch solche Projekte Berücksichtigung finden, von denen es erst Projektskizzen gibt. Dazu zählen beispielsweise "donau stage", ein Jugendmusikaustausch mit Bands und Musikern aus vielen östlichen Donauanrainern, ein Projekt zum sanftem Tourismus in Serbien und die Sommerakademie einer Reihe von Universitäten entlang der Donau. Viele dieser Projekte sollen zukünftig über das von der Stadt Ulm in Zusammenarbeit mit der IHK gegründete donau.büro.ulm koordiniert werden. Präsentation: Fr. 12. Juli, 17 Uhr Veranstalter Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg e.V.

 

 

Tagung

Was Hänschen nicht lärnt...

Bildung und Erziehung in Deutschland

 

28. - 29. Juni 2002, Landesmuseum für Technik und Arbeit, Mannheim

 

Vor dem Hintergrund der PISA-Studie steht Bildungspolitik wieder zur Debatte. Selten jedoch wird die Chance genutzt, die alten Gräben zu verlassen; die Mehrheit fühlt sich in ihren althergebrachten Einschätzungen bestätigt und wiederholt die bekannten Forderungen. Die Liste der Reformvorschläge ist lang: Abbau des gegliederten Schulsystems, den Ausbau der Ganztagsschulen, die Verkürzung der Gymnasialzeit, die Kindergartenpflicht und ein früheres Schuleintrittsalter, etc. Der Karren scheint fest gefahren, obwohl der Handlungsbedarf auf der Hand liegt. Dass Deutschland im letzten Drittel der PISA-getesteten Länder rangiert, hat BildungspolitikerInnen, LehrerInnen und Eltern aufgerüttelt. Insbesondere der bestimmende Einfluss der sozialen Herkunft auf die Leistungsentwicklung von SchülerInnen ist alarmierend. Nachdem der Medienrummel zur PISA-Studie abgeklungen ist, will die Tagung jenseits der bekannten Frontlinien aktuelle und realistische Veränderungspotenziale benennen. Sie will die Debatte von der Ebene der Bundes- und Landespolitik auf die Ebene der Schulen bringen, indem sie die Themen Chancengerechtigkeit für SchülerInnen, die Bedeutung der Vorschulerziehung und erweiterte Kompetenzen für Schulen ins Zentrum stellt. Die Veranstaltung beginnt am Freitag Abend mit einem öffentlichen Podiumsgespräch, das die grundlegenden Fragen stellt: Was bedeutet Bildung heute? Was bedeutet es gebildet zu sein? Welche Rolle spielen Schulen in unserer Gesellschaft? Am Samstag werden drei Themenblöcke diskutiert. Einleitend laden wir Bildungsexperten aus anderen Ländern ein, einen kritischen Blick von Außen auf das deutsche Bildungssystem zu werfen. Chancengerechtigkeit im deutschen Schulsystem und an den Schulen ist Thema des zweiten Themenbereichs. In der dritten Debattenrunde geht es um die Frage, welche Erwartungen an Schulen gestellt werden und wie sie erfüllt werden können.

 

Leitung: Carmen Huckel

 

Programm:

Freitag 28. Juni ab 19:00 Öffentliches Podiumsgespräch Was bedeutet Bildung? Was bedeutet es gebildet zu sein? Welche Rolle sollen Schulen in unserer Gesellschaft spielen? Sollen wir einen humanistischen oder berufsbezogenen Bildungsweg fördern? Gibt es einen Mittelweg oder Alternativen? mit Volker Stich, Philologenverband Baden-Württemberg, Stuttgart Donate Kluxen-Pyta, Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände, Berlin Sybille Volkholz, Bildungskommission der Heinrich Böll Stiftung, Berlin Marga Bayerwaltes, Autorin (Große Pause: Nachdenken über Schule), Aachen. Moderation: Renate Allgöwer, Stuttgarter Zeitung, Stuttgart Samstag 29. Juni ab 10:30 Der Blick von Außen ExpertInnen unterziehen das deutsche Bildungswesen einem kritischen Blick von Außen. Was ist anders in Finnland, Japan und den Niederlanden? mit Jörg Heyse, Realschule St. Georgen, Referent für Schüleraustausch, Deutsch-Finnische Gesellschaft Baden-Württemberg. Ces Horsman, Schulleiterverband der Sekundarschulen für Qualitätsentwicklung, Den Haag, Niederlande Noriko Kitagawa, Ostasien-Institut der Fachhochschule in Ludwigshafen und ehemalige Grundschullehrerin in Japan Moderation: Herr Norbert Giovannini, Lehrer und Historiker, Heidelberg 12:30 bis 13:30 Mittagspause Chancengerechtigkeit an deutschen Schulen und Kindergärten Differenz und Gleichheit, individuelle Förderung und verbindliche Standards, flexible Unterrichtsformen und Anforderungen an die Lehrerbildung Moderation und Einführung: Dieter Wunder, Bildungskommission der Heinrich Böll Stiftung mit Brigitte Steinert, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, Frankfurt Annemarie von der Groeben, Laborschule, Bielefeld Hans-Joachim Laewen, Institut für Angewandte Sozialisationsforschung frühe Kindheit e.V. 15.30 bis 16.00 Kaffeepause Was erwarten wir von unseren Schulen? Erweiterte Kompetenzen und Flexibilität für Schulen, die Rolle von LehrerInnen, ErzieherInnen und Eltern mit Daniel Hager-Mann, Rektor der Astrid Lindgren Schule, Ladenburg Elke Picker, Landeselterbeiratsvorsitzende, Baden-Württemberg Marianne Demmer, Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, Frankfurt Moderation: Theresia Bauer MdL, wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg e.V.

 

 

Studienreise

Auf dem Weg nach Europa

Von Ulm bis Budapest - eine Donaureise

 

26. Juli - 04. August 2002

 

Europa muss von unten wachsen. Viele von uns kennen Frankreich und Italien, Spanien oder Portugal, weil wir dort schon einmal waren. Mit der Begegnung anderer Landschaften, Menschen und Kulturen werden andere Länder lebendig. Europa kann auf Dauer nur zusammen wachsen und sich zu einer lebendigen Demokratie entwickeln, wenn wir ein lebendiges Bild auch von unseren osteuropäischen Nachbarländern bekommen. Dazu müssen wir uns aufmachen – z.B. in die Länder entlang der Donau. Diese Studienreise bietet die Gelegenheit Land, Leute und interessante Projekte entlang der Donau kennen zu lernen. Bei der kombinierten Fahrrad-, Zug- und Schiffsreise ermöglichen wir neben Informationen über die historische Donau und die ökologischen Probleme der Donau, Begegnungen mit den AkteurInnen in sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitsprojekten, die teilweise auch beim Internationalen Donaufest in Ulm vorgestellt werden. Nicht zu kurz kommen sollen aber auch touristische Höhepunkte, wie z.B. die pulsierende Innenstadt von Bratislava, die Kathedrale von Esztergom oder das historische Budapest Darüber hinaus führt uns die Fahrt mit dem Fahrrad durch landschaftlich wunderschöne Abschnitte an der Donau. Auf dem Weg nach Europa" findet statt in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung und der Grünen Bildungswerkstatt Oberösterreich. Die Studienreise ist Bestandteil des länderübergreifenden Projekts "Rio + 10" verschiedener Landesstiftungen der Heinrich Böll Stiftung und der Bundesstiftung.

 

Leitung: Markus Kienle

 

Deutschsprachige Reiseleitung. Ortskundige Fahrradbegleitung und Gepäcktransport von Hotel zu Hotel. In Ungarn Fahrr Ein Vorbereitungstreffen ist am Samstag, den 6. Juli bei der Eröffnung des Internationalen Donaufestes in Ulm geplant, in dessen Rahmen einige der Projekte vorgestellt werden. Anmeldung Schriftlich bis spätestens 15. Mai 2002 an: Heinrich Böll Stiftung Freitag 26. Juli 2002 Anreise nach Passau bis 18 Uhr. Die Anreise nach Passau erfolgt individuell. Die erste Nacht verbringen wir im Hotel Residenz, direkt an der Donau nur wenige Meter von der Schiffsanlegestelle entfernt. Nach dem Abendessen haben wir Dr. Michael Weithmann eingeladen. Er ist der derzeit beste Kenner der „historischen Donau“ und wird uns mit der wechselvollen Geschichte der Donau und der Donauanrainerstaaten bekannt machen. In Passau treffen wir Marco Vanek, den Mitarbeiter der Grünen Bildungswerkstatt Oberösterreich, der uns durch den österreichischen Teil unserer Studienreise begleiten wird. Samstag, 27. Juli Nach dem theoretischen Kennenlernen der Donau am Abend zuvor, geht es um 9 Uhr auf der Donau mit dem Schiff nach Linz. Unser Gepäck wird, wie auch während der ganzen Reise, auf dem Landweg transportiert, die Fahrräder können auf dem Schiff mit geführt werden. Erster landschaftlicher Höhepunkt ist die große Schlögener Donauschlinge. In Linz ist die Naturkundliche Station der Stadt Linz angefragt, sich mit uns unter dem Thema „Chancen von Natura 2000 in einer Großstadt“ auf eine stadtökologische Wanderung zu begeben. Nach dem Abendessen besteht Gelegenheit, die Arbeit der Initiative Lena kennenzulernen (angefragt). Diese Initiative betreut und berät osteuropäische Prostituierte. Übernachtung im Hotel zur Lokomotive Sonntag, 28 Juli Wir verlassen Linz auf dem Fahrrad in Richtung Mauthausen. Erste Station ist eine Führung durch das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen. Mehr als 195.000 Häftlinge waren in Mauthausen und seinen Nebenlagern gefangen gehalten und mehr als 105.000 von Ihnen sind hier getötet worden oder gingen an den Qualen des Lagerlebens zugrunde. Ziel der heutigen Etappe ist das Schifferstädtchen Grein. Hier steht im Rahmen einer Stadtbesichtigung die Greinburg und eines der kleinsten Stadttheaters Österreichs auf dem Programm. Abendessen und Übernachtung im Gasthof Strudengau. Montag, 29 Juli Vor uns liegt der sportlichste Tag der Tour: Nach einer kurzen Zugfahrt gleich zu Beginn schwingen wir uns unterhalb des Benediktinerklosters Melk auf die Räder. Der Weg führt uns rund 50 Kilometer durch den wohl bekanntesten und einem der schönsten Donauabschnitte, die Wachau, bis nach Krems. In Krems besteigen wir wieder den Zug nach Hainburg unserem heutigen Etappenziel. Hainburg, Symbol für den Kampf für den Erhalt der Donauauen, ist der Einstieg für die Grüne Bildungswerkstatt Oberösterreich, uns mit der Ökologischen Bedeutung der Donauauen bekannt zu machen. Unterkunft m Gasthof zum goldenen Anker, direkt am Radweg, auf dem es am anderen Morgen weiter geht. Dienstag, 30 Juli Mit dem Fahrrad geht’s am Morgen weiter von Hainburg nach Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei. Mit ca. einer halben Million Einwohner ist sie ein Zentrum der slowakischen Kultur, Wirtschaft, Industrie und der öffentlichen Verwaltung. Nach dem Bezug unseres Hotels direkt in der Innenstadt geht es in die größte slowakische Trabantenstadt Petrczalka mit über 120 000 Einwohnern. Hier baut Pfarrer Milos Klatik mit seiner Gemeinde in zäher Kleinarbeit ein soziales Netz mit Kindergarten und Schulen auf. Er stellt uns seine Projekte vor. Nach dem Abendessen besteht die Möglichkeit sich in das pulsierende Leben auf den Straßen Bratislavas zu stürzen. Mittwoch, 31 Juli Mit dem Fahrrad geht es weiter zur slowakisch/ungarischen Grenze. Hier erwartet uns unser deutschsprachiger ungarischer Fahrradguide, der uns bis nach Budapest führen wird. Da das Mitführen von Fahrrädern im Zug in Ungarn nur schwer möglich ist, werden die Fahrräder nach der Grenze auf einen Fahrradanhänger verladen, wir fahren mit dem Zug weiter nach Györ. Ein Stadtrundgang steht nach dem Bezug des Hotels auf dem Programm. Ziel sind stadtökologisch interessante Projekte. Donnerstag, 1. August Wieder mit dem Fahrrad geht es am anderen Morgen weiter durch die sanfte Hügellandschaft Transdanubiens nach Tata, ein altehrwürdiges Städtchen mit zwei Seen, direkt am Fuße des Gerecse Gebirges gelegen. Nach einem kleinen Stadtrundgang auf eigene Faust werden die Fahrräder wieder verladen und wir fahren mit dem Zug nach Esztergom. Nach dem Bezug des Hotels bietet sich der Aufstieg zur imposanten Kathedrale an, der einen atemberaubenden Sonnenuntergang über der Donau ermöglicht und den Blick auf einen historischen Brückenschlag zwischen Ungarn und der Slowakei eröffnet. Freitag 2. August Wer es schafft früh aufzustehen, dem ist noch ein Besuch der Kathedrale empfohlen, die bereits um 7 Uhr öffnet. Dann geht es mit dem Fahrrad weiter durch die malerische Landschaft des Donauknies: per Fähre auf die Szentendre-Insel; weiter durch die beschauliche Landschaft und bezaubernde Dörfer bis ans Ende der Insel. Führung durch Szentendre-Stadt, einem sehr lebhaften Künstlerstädtchen. Am Abend erreichen wir Budapest, das Ziel unserer Studienreise. Nach dem Bezug des Hotels besteht die Möglichkeit zum individuellen Kennenlernen der Stadt. Samstag 3. August Im März wurde die Internationale Frauenakademie Budapest eröffnet. Dozentinnen und Teilnehmerinnen stellen uns ihr Projekt vor, das zum Ziel hat Frauen, sowohl im ungarischen wie im internationalen Zusammenhang, für den beruflichen Wiedereinstieg, berufsbildende Maßnahmen oder den ehrenamtlichen Bereich zu qualifizieren. Am Nachmittags besteht die Gelegenheit, das historische Budapest im Rahmen einer Stadtführung kennenzulernen. Nach dem Abendessen ist ein Besuch des Kulturzentrums Trafo geplant. Sonntag 4. August Individuelle Rückfahrt. Es besteht die Möglichkeit seinen Aufenthalt in Budapest zu verlängern. Bitte bei der Anmeldung angeben. Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg e.V.

 

 

Wochenendseminar

Gemeindewohl versus Markt

Den Markt dem Gemeinwohl erpflichten. Der politische Charme der kommunalen Daseinsvorsorge.

 

21. - 22. Juni 2002, Bildungszentrum Schloß Flehingen, Flehingen (bei Bretten)

 

Die Kommunen stehen vor der Aufgabe, sich mit ihren Dienstleistungen neu zu positionieren, aus-gelöst durch die langjährige Krise der kommunalen Finanzen und dem Kostendruck und durch die Wettbewerbspolitik der EU. Bedeutet mehr Wettbewerb zwangsläufig weniger Qualität, Transpa-renz, Kontrolle und Ökologie oder können sich diese Ziele auch unter veränderten Bedingungen be-haupten? Im Zentrum aller Bemühungen um mehr Effizienz und größere Flexibilität muss die Ver-besserung der Versorgung mit Leistungen der öffentlichen Daseinsvorsorge stehen. Im Rahmen des Wochenendseminars „Gemeinwohl versus Markt“ wollen wir eine Brücke von der europäischen Debatte um die Zukunft der Daseinsvorsorge zu den aktuellen Problemen in kommu-nalpolitischen Gestaltungsfeldern schlagen. Die Tagung gliedert sich in vier Themenschwerpunkte: Sie beginnt mit einem Vortrag zum deutschen und europäischen Konzept der Daseinsvorsorge. Aus-gehend von unterschiedlichen Traditionen im Verständnis von kommunalen und staatlichen Aufga-ben haben sich unterschiedliche Formen der wirtschaftlichen Betätigung der öffentlichen Hand her-ausgebildet, auf deren Grundlage auf veränderte wettbewerbsrechtliche und finanzielle Spielräume reagiert wird. Im zweiten Teil geht es um Praxisbeispiele: Dieser Themenschwerpunkt beleuchtet anhand ausge-wählter Felder der Daseinsvorsorge wie durch neue Formen der kommunalen Steuerung die Qualität der Leistungen gesichert und verbessert werden kann. Die Anforderungen der Bürgerschaft an am Gemeinwohl orientierte Leistungen sollen sich in Maß-stäben zur Bewertung von Umstrukturierungen u.a. Reformvorhaben in den Feldern Abfallwirtschaft, Gesundheit und Energie wiederfinden. Die unterschiedlichen Beschränkungen und Gestaltungsmög-lichkeiten der Kommunen zeigen, dass Wettbewerb und Gemeinwohl manchmal zwei Seiten einer Medaille sind. Längst geht es nicht mehr um die Frage „mehr oder weniger politische Steuerung“, sondern darum, unter welchen Bedingungen „gute Steuerung“ gelingen kann. Im Zentrum der Dis-kussion steht bei der Energiewirtschaft die Debatte um die Aufhebung oder Lockerung des Örtlich-keitsprinzips; bei der Abfallwirtschaft sollen die Auswirkungen der in der Diskussion befindlichen neuen Gewerbeabfallverordnung ausgelotet und im Bereich der Gesundheit die Vor- und Nachteile von Krankenhausprivatisierungen, insbesondere die Frage der kommunalen Steuerung diskutiert werden. Der sich anschließender Vortrag über den Wandel der öffentlichen Daseinsvorsorge in Frankreich bietet die Möglichkeit, die in den Workshops erarbeiteten Ergebnisse anhand der Ähnlichkeiten und Unterschiede zu überprüfen und zu ergänzen. Gegen Ende richtet sich der Blick erneut auf die kommunalen Handlungsspielräume. Dabei geht es um die Chancen, die sich durch neue Kooperationsformen, insbesondere durch regionale Kooperation und durch neue Formen der Bürgerbeteiligung bei der Infrastrukturplanung ergeben.

 

Programm:

Freitag, 21. 06.2002 Anreise bis 18.00 h 18.00 h Abendessen 19.00 h Einleitender Vortrag und Diskussion: "Wandel der öffentlichen Daseinsvorsorge – Probleme und Perspektiven " Prof. Dr. Dr. h.c. Günter Püttner, Universität Tübingen Samstag, 22.06.2002 9.00 – 12.00 Uhr Konfliktfelder, Fragestellungen für die kommunale Praxis Workshop 1 "Entgrenzter Wettbewerb – begrenzte Spielräume: Der Energie- und Verkehrsbereich" Fokus: aktuelle Debatte in BW um das Örtlichkeitsprinzip Sabine Seeliger, Stadträtin Konstanz Ministerialdirigent Prof. Konrad Freiherr von Rothberg, Innenministerium Bad.-Württ.* Workshop 2 "Kommunale Abfallwirtschaft in der Verwertungsfalle?" Fokus: Novellierung der Gewerbeabfallverordnung Ministerialdirigent Dr. Helmut Schnurer, Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz* Ulrich Sckerl, Vorstand der kommunalpolitischen Vereinigung GAR Workshop 3 "Die Kommunen als Gesundheitsdienstleister: Wandlungstendenzen im Sozial- und Gesundheitsbereich" Ursula Marx, Stadträtin Stuttgart 13.30 – 15.00 h Andere Länder andere Wege: "Die EU als Lernwerkstatt für die öffentlichen Aufgabenerfüllung" Parallelen und Unterschiede in der öffentlichen Daseinsvorsorge am Beispiel von Frankreich Dr. Henrik Uterwedde Deutsch-Französisches Institut, Ludwigsburg 15.00– 17.00 h "Neue Wege in der kommunalen Aufgabenerfüllung - regionale Kooperation und öffentliches Management" Dr. Bernd Steinacher, Regionaldirektor Verband Region Stuttgart Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg e.V.

 

 

Kongress

Wasser: Lebensgrundlage, Rohstoff und Ware

Regionale Aspekte eines globalen Themas

 

06. - 07. Juni 2002, Kulturzentrum am Münster, Konstanz

 

Bis in 13 Jahren müssen alle Gewässer in der EU einen quasi natürlichen Zustand erreicht haben. Und die Sanierung von Seen und Renaturierung von Fließgewässern soll mit breiter Partizipation der Bevölkerung erfolgen. Das sind keine romantischen Wunschvorstellungen, sondern die ehrgeizigen Ziele der vor zwei Jahren verabschiedeten EG-Wasser-Rahmenrichtlinie. Vor diesem Hintergrund soll auf der trinationalen Tagung diskutiert werden, welche weiteren Maßnahmen zur Sanierung des Bodensees und zur Revitalisierung des Hoch- und des Alpenrheins erforderlich sind - und wie sich Umweltverbände und die interessierte Bevölkerung in diese Planungen einklinken können. Eingeleitet wird der Kongress mit einem internationalen Ausblick: Unser täglicher Wasserverbrauch von 120 Litern pro Person täuscht: Über importierte Nahrungsmittel erzeugen wir einen indirekten Wasserbedarf von vermutlich weit über 1000 Litern pro Tag - in der Regel auf Kosten von Ländern, in denen Wasser ein Mangelfaktor ist. Nach der Internationalen Süßwasserkonferenz in Bonn und vor dem Umweltgipfel in Johannesburg greift die Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg Elemente der künftigen Gewässerschutzpolitik in der trinationalen Bodenseeregion auf. Der Kongress richtet sich sowohl an Fachleute wie auch an interessierte Laien aus dem Drei-Länder-Region und soll dazu beitragen, die nächsten Schritte für Gewässerschutz vom Alpen- bis zum Hochrhein und Bodensee heraus zu arbeiten und Möglichkeiten der gemeinsamen Umsetzung aufzuzeigen. Der Kongress ist Bestandteil des länderübergreifenden Projekts "Rio + 10" verschiedener Landesstiftungen der Heinrich Böll Stiftung und der Bundesstiftung.

 

Leitung: Nikolaus Geiler, Annette Goerlich

 

Programm:

Donnerstag, 6. Juni 10:00 Begrüßung Willi Hoss, Heinrich Böll Stiftung Horst Frank, Oberbürgermeister der Stadt Konstanz I. Wasser international - Wasser kommerziell Wie viel Wasser brauchen wir? Unser "verdeckter" Wasserverbrauch in Form von Importlebensmitteln Für jedes Glas brasilianischen Orangensaft, das wir hier trinken, werden in Brasilien 25 Gläser Wasser zur Bewässerung benötigt. Tatsächlich verbrauchen wir nicht 120 Liter Wasser pro Kopf und Tag - unsere importierten Lebensmittel haben einen verdeckten Wasserkonsum von über 1000 Litern am Tag zur Folge: Auf Kosten der Länder, in denen Wasser ein Mangelfaktor ist. Welche Auswirkungen hat unser Konsum auf die Weltwasserwirtschaft? Gibt es Lösungsmöglichkeiten? Dipl.-Ing. Roland Schertenleib, Eidgenössische Anstalt für Abwasser, Wasser und Gewässerschutz, Dübendorf bei Zürich Kaffeepause 11.30 Einführung in das Finanzmodell des US-Cross Border Leasings: Warum die Bodensee-Fernwasserversorgung ihre Fernwasserleitungen an einen US-Trust verleast - ein Vorbild für Wasser- und Abwasserbetriebe in Deutschland? Albrecht Geckeler, kaufmännischer Geschäftsführer des Zweckverbandes Bodenseewasserversorgung Die Risiken der Cross Border Leasing-Geschäfte Wie risikobehaftet sind die Cross-Border-Leasing-Geschäfte? Steht am Ende der finanzielle Kollaps der europäischen Leasingpartner? Werner Rügemer, Köln, Publizist 12.30 Mittagessen Möglichkeit zur Besichtigung der Ausstellung 14.00 II. Wasser in Dorf und Stadt Baden in Rhein und Neckar - ein hygienischer Genuss? In Bodensee und Hochrhein kann man in der Regel ohne gesundheitliche Schäden wieder Baden und Schwimmen - gilt dies aber auch für andere stark abwasserbelastete Flüsse und Bäche? Derzeit beeinträchtigen Kläranlagenabläufe und Regenüberlaufbecken mit einer viel zu hohen Keimfracht immer noch die meisten Fließgewässer. Wann kann nach dem „Lachs 2000“ auch der Mensch diese Gewässer ohne hygienische Risiken wieder nutzen? Dr. Helmut Lehn, baden-württembergische Akademie für Technikfolgenabschätzung, Stuttgart Entwicklung urbaner Fließgewässer – eine Herausforderung Bäche verrohrt und verbaut: Abiotisch statt Lebensquell. Wie wird Wasser wieder sichtbar, "begreifbar" und erlebnisfähig? Welche Ansprüche haben Menschen heute an Fließgewässer in Stadt und Dorf? Und wie können sie zur aktiven Mitarbeit an der Gestaltung der urbanen Wasserwelt gewonnen werden? Spielt die AGENDA 21 in der kommunalen Wasserwirtschaft (k)eine Rolle? Dipl.-Biol. Oliver Kaiser, Institut für Landespflege, Universität Freiburg Wassersynergien zwischen Kunst, Architektur und Natur Beispielgebende Aktivitäten des Ateliers Dreiseitl zur Renaissance des Wassers im Stadtbild - mit Erläuterungen zur tagungsbegleitenden Ausstellung Herbert Dreiseitl, Atelier Dreiseitl, Überlingen Vorstellung der Fließgewässer-CD-ROM des Eigenbetriebs Stadtentwässerung der Stadt Freiburg In einem beispielgebenden Projekt wurden in Freiburg über Jahre hinweg sämtliche Fließgewässer im Hinblick auf die Morphologie und Struktur, auf die Chemie und Biologie untersucht und kartiert - und die Ergebnisse höchst anschaulich auf eine CD-ROM gebrannt. Dipl.-Ing. Jürgen Bolder, Eigenbetrieb Stadtentwässerung, Freiburg Hella Heuer, Biologin, Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg Dipl.-Hyd. Nicolas Feil, Institut für Hydrologie, Universität Freiburg Bachpatenschaften in Freiburg Mehr als ein „Kanalbetrieb“: Was der Eigenbetrieb Stadtentwässerung der Stadt Freiburg unternimmt, um dem Wasser Öffentlichkeit zu verschaffen. Hella Heuer, Eigenbetrieb Stadtentwässerung, Freiburg; Förderverein Bachpatenschaften Kaffeepause 16.30 III Der Bodensee, der Hochrhein und die EG-Wasser-Rahmenrichtlinie - Teil 1 Der Bodensee im "guten ökologischen Zustand"? Die Umsetzung der EG-Wasser-Rahmenrichtlinie in der multinationalen Bodenseeregion - was muss noch unternommen werden, damit der Bodensee und seine Zuflüsse den "guten Zustand" erreichen? Dipl.-Ing. Thomas Blank, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Wasserwirtschaftsabteilung, Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee Schafft's der "Lachs 2000" auch in den Hochrhein? Elf Staustufen zerhacken das "Laufkontinuum" am Hochrhein: Langdistanzwanderfische kommen weder stromauf noch stromab. Hat angesichts dieser widrigen Zustände das Programm "Lachs 2000" am Hochrhein überhaupt eine Chance? Dipl.-Forstwirt Thorsten Kowalke, Mitarbeiter der Gewässerdirektion Waldshut und Dipl.-Ing. Peter Kesselring, EnergieDienst GmbH, zuständig u.a. für „Neu-Rheinfelden“ 18.30 Empfang im Foyer Freitag, 7. Juni 9.00 Kurze Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen der Referate vom Vortag IV. Der Bodensee, der Hochrhein und die EG-Wasser-Rahmenrichtlinie - Teil 2 Wie kommt die Seeforelle in den Alpenrhein? Mit dem Bau einer Fischtreppe bei Chur können Fische aus dem Bodensee wieder in den Alpenrhein aufsteigen - eine Erfolgsstory für den Gewässerschutz? Welche weiteren Verbesserungen sind erforderlich, um im Alpenrhein das „gute ökologische Potenzial“ bzw. den „guten ökologischen Zustand“ zu erreichen? Peter Rey, HYDRA, Konstanz Seeufer und Wasserrahmenrichtlinie: ein Randproblem für unsere Seen? Die Seeuferzonen sind stark frequentierte und genutzte Bereiche. Dennoch ist die Seeökologie der Uferzone vielgestaltiger als die Ökologie der Freiwasserzone. Forschungslücken auf diesem Gebiet haben dazu geführt, dass die Seeuferzonen in der Wasserrahmenrichtlinie nicht die Beachtung gefunden habe, die sie verdienen. Dr. Wolfgang Ostendorp, Limnologisches Institut, Universität Konstanz Kaffeepause 10.30 Wasserkraftnutzung und Fischdurchgängigkeit im Hochrhein: Ein (un-)lösbarer Konflikt? Die bisher erreichten Erfolge bei der Durchgängigmachung des Hochrheins und seiner Nebenflüsse - Konsens und Dissenz mit den Wasserkraftbetreibern. Welche Maßnahmen sind am Hochrhein erforderlich, um den in der Wasser-Rahmenrichtlinie vorgeschriebenen "guten ökologischen Zustand" zu erreichen? Eine Darstellung aus Sicht des Rheinaubundes.Dr.sc.nat. ETH Ueli Rippmann, Gewässerökologie u. Fischereifragen, Udligenswil Die erfolgreiche Sanierung des Bodensees - Verhungern jetzt die Felchen? Durch die erfolgreiche Reduzierung der Phosphorkonzentration im Bodensee geht auch das Algenwachstum zurück. Die Fischer sind der Meinung, dass es deshalb aber zu einem drastischen Rückgang der Fangerträge kommt. Ein (un-)lösbarer Zielkonflikt? August Jäger, Vorsitzender des württembergischen Berufsfischerverbandes am Bodensee, Langenargen Herr Dr. Hans Güde, Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, Seenforschung-Institut in Langenargen Schlussdiskussion - Zusammenfassung und Ausblick sowie Anmerkungen zu Exkursion und Stadtführung Nikolaus Geiler 12:00 Mittagessen 13.30 – ca. 17.00 Exkursion Die Exkursion führt zu beispielgebenden Renaturierungsstrecken der Radolfzeller bzw. Hegauer Aach und zur Flussbadeanstalt nach Stein am Hochrhein. Führung: Herr Dipl.-Ing. Oliver Stenzel, Gewässerdirektion Südlicher Oberrhein/Hochrhein, Bereich Rottweil 14.00 – 16.00 Stadtführung Die Stadtführung verbindet die klassische Führung zu den Sehenswürdigkeiten der historischen Altstadt in Konstanz mit dem Bezug der Stadt und ihrer Lage an Bodensee und Rhein. Führung: Tourist-Information Konstanz Öffentliche Ausstellungen Begleitend zur Tagung werden folgende Ausstellungsbeiträge präsentiert: Architektur – Natur - Wasser, Atelier Dreiseitl Aktivitäten des Zweckverbandes zum Schutz des Bodensees, Bodenseefernwasserversorgung Beispiele für die Renaturierung des Hochrheins und seiner Zuflüsse,Gewässerdirektion Waldshut Programm für Kinder und Jugendliche Der "Förderverein Bachpatenschaften Freiburg e.V." kommt mit seinem "Bachpatenmobil" nach Konstanz gedüst: Ein VW-Bus - vollgepackt mit allem, was Kinder und Jugendliche brauchen, um mit Wasser zu spielen, Entdeckungen zu machen und interessante Wassertiere aus dem Bodensee und den Konstanzer Bächen genauer unter die Lupe zu nehmen. Alter: 3 bis 18 Jahre. Veranstalter: Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg e.V.

 

Kongress

Wege in der Krise

Sicherheitspolitische Perspektiven in Europa nach dem 11. September

 

19. - 20. April 2002, Haus der Architekten Stuttgart

 

Ist nach dem 11. September nichts mehr wie es war? Hat der internationale Terrorismus, neben der unübersehbaren Quantität, auch eine neue Qualität erreicht? Die neuen Herausforderungen an die Sicherheitspolitik sind unverkennbar. Die Politik steht vor der Aufgabe, zu überprüfen, ob die alten Antworten auf diese neuen Herausforderungen noch tauglich sind und, dort wo notwendig, neue Antworten zu finden. Vor dem Hintergrund der schrecklichen Ereignisse in New York und Washington erhält auch die Diskussion um eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik in Europa ein neues Gewicht. Angesichts der realen Herausforderungen erfahren die Zielvorstellungen der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik eine erste ernsthafte Bewährungsprobe. Welche Rolle soll, welche Rolle kann Europa in dieser Situation spielen? Soll und kann Europa auch eine militärische Antwort geben? Wenn überhaupt, wo und unter welchen Voraussetzungen? Muss und soll Europa tatsächlich versuchen, die Kluft der militärischen Schlagkraft zwischen sich und den USA zu verkleinern. Und vor allem: Was kann Europa beitragen, zu einer Stärkung von zivilgesellschaftlichen Elementen in der internationalen Politik? Welche Rolle müssen multilaterale Institutionen spielen und was ist die europäische Aufgabe in einer von der internationalen Staatengemeinschaft verantworteten Politik. Welche Rolle spielt dabei auch die Entwicklungshilfe als vorsorgende Sicherheitspolitik. „Wege in der Krise “ findet statt in Kooperation mit dem Europa Zentrum Baden-Württemberg und dem Büro Brüssel der Heinrich Böll Stiftung. Die Tagung ist Bestandteil des länderübergreifenden Projekts „Nach dem 11. September“ verschiedener Landesstiftungen der Heinrich Böll Stiftung und der Bundesstiftung.

 

Leitung: Gerhard Pitz, Heinrich Böll Stiftung Bad.-Württ., Ina Rubbert, Europa Zentrum Bad.-Württ., Claude Weinber, hbs Büro Brüssel

 

Öffentliche Diskussionsveranstaltung I. Was soll Europa? – Was kann Europa? mit: - Michaele Schreyer, EU Kommission, Brüssel/Berlin - Eva Lichtenberger, Die Grünen im Bundesparlament, Wien Moderation: Ralf Fücks, Vorstand Heinrich Böll Stiftung, Berlin Samstag, 20. April, 9.30 – 12.00 Uhr - Panel 1 II. Entwicklungspolitik als vorsorgende Sicherheitspolitik Einführung und Moderation: Barbara Unmüßig, Vorstand Heinrich Böll Stiftung, Berlin mit: - Wolfgang Schmitt, Geschäftsführer GTZ, Eschborn - Uschi Eid, Staatssekretärin BMZ, Berlin - Michael Windfuhr, Direktor FIAN-International, Heidelberg Samstag, 20. April, 13.00 - 15.30 Uhr - Panel 2 III. US-amerikanische Sicherheitspolitik und der Spielraum der UN Einführung und Moderation: Reinhard Bütikofer, Bundesgeschäftsführer B 90/Grüne, Berlin mit: - Winrich Kühne, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin - Jeffrey Gedmin, Direktor des Aspen-Institut, Berlin - Naomi Weinberger, Director of UN-Studies, Columbia University, New York* Samstag, 20. April, 16.00 – 18.30 Uhr Abschlussdiskussion IV. Perspektiven einer zukunftsfähigen Sicherheitspolitik mit: - Christoph Heusgen, Director Policy Unit GASP, Brüssel - Erhard Eppler, SPD-Grundwertekommission, Schwäbisch Hall - Fiona Dove, Director Transnational Institute, Den Haag - Joscha Schmierer, Planungsstab AA, Berlin - Julianne Smith, German Marshall Fund, Washington Moderation: Peter Hort, FAZ Brüssel * angefragt Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg e.V.

 

 

Aufbaukurs

Störungen und Klärungen

Moderation in schwierigen Situationen

 

12. - 14. April 2002, Bildungszentrum Schloss Flehingen, Oberderdingen

 

„Überall, wo Menschen miteinander schaffen, machen sie sich über kurz oder lang auch zu schaffen“, konstatiert der Klärungshelfer Christoph Thomann. Das ist für die Moderation, die diese schwierigen Situationen gestalten müssen, oftmals keine leichte Aufgabe. Deshalb erarbeiten wir an diesem Wochenende, wie ModeratorInnen Gruppen unterstützen und befähigen können, mit Störungen, Spannungen und Konflikten konstruktiv umzugehen. Die Seminarinhalte im einzelnen: die eigene Rolle und innere Haltung als ModeratorIn reflektieren, zuverlässige und sichere Kommunikation gestalten, Gruppenprozesse verstehen, mit Widerständen, Störungen und Konflikten umgehen, Lösungen für die mitgebrachten Fragestellungen der Teilnehmer/innen erarbeiten. Die TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit ihre eigene Gruppe zu beleuchten, Stärken und Defizite zu bilanzieren sowie individuelle Maßnahmen zur Verbesserung der Kooperation zu planen. Dieses Seminar richtet sich an Personen mit Moderationserfahrung bzw. mit Grundkenntnissen der Moderationsmethode.

 

Leitung: Edith Sitzmann, Freiburg

 

 

Tagesseminar

Fremdsein und Gesundheit

Eine Herausforderung für das Gesundheitswesen

 

6. März 2002, Weststadthaus, Moltkestraße 10 Ulm

 

Die Probleme des Gesundheitswesens sind Thema zahlreicher Debatten und Reformbestrebungen ebenso wie die Vorschläge für eine neue Integrationspolitik. Anlässlich des Internationalen Frauentages macht diese Tagung die Mängel und Engpässe des Gesundheitswesens für Migrantinnen und Bürgerinnen nicht-deutscher Herkunft zum Thema. Die Veranstaltung möchte Möglichkeiten aufzeigen, Zugangsbarrieren abzubauen, die Gesundheitsdienste für interkulturelles Arbeiten zu öffnen und Schritte hin zu einer entsprechenden Qualitätssteigerung durch Personal- und Organisationsentwicklung benennen. Der Vormittag gibt einen Überblick über die Problemlage am Beispiel von deutsch- und türkischsprachigen Patientinnen und des Personals einer Frauenklink. Vorgestellt wird ein Lehrmodell für interkulturelle Fortbildungen. Am Nachmittag sollen in themenbezogenen Arbeitsgruppen praxisnahe Handlungsfelder heraus gearbeitet werden. Die Ergebnisse sollen am Abend vorgestellt werden und VertreterInnen der entscheidenden politischen Gremien und Positionen aus der Region sind eingeladen, zu den Vorschlägen Stellung zu beziehen. Die Fachtagung richtet sich an Beschäftigte und Auszubildende der medizinischen und pflegenden Berufe, der sozialen und beratenden Dienste im Gesundheitsbereich, an ehrenamtlich Tätige wie dolmetschende Begleitpersonen und KommunalpolitikerInnen und andere politisch Verantwortliche. Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Ulmer Aktionstage/Frauenwoche „Alles gleich – und alles ist anders“ zum Internationalen Frauentag, in Kooperation mit dem Ausländerbeauftragten der Stadt Ulm und im Rahmen des länderübergreifenden Projekts „Einwanderungsland Deutschland“ mehrerer Landesstiftungen der Heinrich Böll Stiftung .

 

Leitung: Ute Dautenheimer, Annette Goerlich

 

 

Tagesseminar

Die Rolle der Medien im Krieg: Bild dir deine Meinung

 

16. Februar 2002, Filmakademie Baden-Württemberg Ludwigsburg

 

In Kriegs- und Krisenzeiten verändert sich die Medienlandschaft dramatisch. Fernsehanstalten ändern ihr Programm, Zeitungen sind voll dramatischer Bilder und eine Menge neuer und wiederholter Informationen strömen auf uns ein. Live Bilder und Berichte aus der Kriegszone, Kommentare und Analysen werden zu einem normalen Teil der Medienlandschaft. Dennoch fühlen sich viele Leute verwirrt oder uninformiert und vertrauen den Medien nicht. Heute ist Krieg ohne Medien kaum vorstellbar. Wir verlangen informiert zu sein und erwarten objektive Berichterstattung. Aber der Krieg in Afghanistan hat gezeigt, dass viele trotz des Informationsflusses orientierungslos bleiben. Nach dem 11. September ist die Öffentlichkeit von unzähligen Bildern und Berichten der Medien regelrecht 'bombardiert' worden, aber viele davon waren entweder uninformativ oder wiederholten die gleichen Informationen. Aber auch die Arbeit der Medien in Kriegszeiten ist nicht einfach. Zunächst müssen verlässliche Informationsquellen erschlossen werden. Relevante Informationen müssen herausgefiltert und in ausgewogenem Maß präsentiert werden. Ziel des Seminars ist die Rolle, Auswirkungen und Problematik der Berichterstattung zu analysieren. Es behandelt folgende Fragestellungen: Wie hat sich die Rolle der Medien seit dem Vietnamkrieg verändert? Welche Herausforderungen stellen sich den Medienschaffenden in Kriegs- und Krisenzeiten? Wie beeinflusst Zensur die Information, die wir erhalten? Wie können wir kritisch mit den Medien umgehen? Welche Verantwortung haben die Medien in Kriegszeiten? Wir laden alle, die mehr über die Rolle der Medien in Kriegszeiten erfahren wollen, ein teilzunehmen. Als ReferentInnen haben wir MedienwissenschaftlerInnen, ReporterInnen, MedienkritikerInnen und VerfechterInnen der Pressefreiheit eingeladen.

 

Leitung: Carmen Huckel, Heinrich Böll Stiftung Bad.-Württ.

 

Kurzprogramm:

Vormittag Vorstellung des Seminars "Die Sprache Kriegsbilder oder der Wandel des Entsetzlichen"Der Krieg wird in den Medien gewonnen!" Historische Rolle der Medien in Kriegszeit vom Einfluss des Fernsehens während des Vietnamkriegs bis zur Zensur während des Golfkriegs und des Kosovo-Kkonflikts Christian Hörburger, Redakteur beim Online-Forum Medienpädagogik Stuttgart(Landesinstitut für Schul- und Weiterbildung, Stuttgart)) "Analyse von Kriegsbildern und Kriegsberichten aus medienethischer Sicht" Der 11. September und seine Folgen Petra Grimm, (Hochschule der Medien, Stuttgart-Vaihingen) Mittagspause Nachmittag "Die Rolle der JournalistInnen" Persönliche Erfahrungen und Schwierigkeiten der Kriegsberichterstattung. Erich Rathfelder, (freier Journalist und Bosnien Korrespondent für 'die taz', die 'Hannoverscher Allgemeine Zeitung' und 'Die Presse', Wien.) "Berichterstattung in der Kriegszone" über die Zensur und das Recht auf Pressefreiheit Elke Schäfter, (Reporter ohne Grenzen, Berlin) Kaffeepause "Das Internet als alternative Informationsquelle?" Kritischer Umgang mit alternativen Medien Carolin Welzel, Redaktion Politik-Digital "Wo liegt die Wahrheit?" Wie man mit Nachrichten kritisch umgehen kann. Andreas Schümchen, (Chefredakteur bei 'Grimme', Zeitschrift des Adolf Grimme Instituts) Abschlussdiskussion "Welche Verantwortung haben die Medien in Kriegszeiten?" Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg e.V.

 

 

Wochenendseminar

Im Gegenwind: Überzeugend argumentieren

Politische Streitkultur in der Praxis

 

01. - 2. Februar 2002, Bildungszentrum Schloss Flehingen Oberderdingen

 

„Freiheit ist die Freiheit des Andersdenkenden“ Zeitdruck und der rauhe Wind, der in vielen Auseinandersetzungen mit politischen GegnerInnen (der eigenen sowie anderer Parteien) herrschen, tragen dazu bei, dass dieser Kernpunkt einer konstruktiven Streitkultur im politischen Alltag schnell unter die Räder kommt. Dieses Seminar bietet mit einer Vielzahl praktischer Übungen, mit detaillierten Rückmeldungen zur persönlichen Wirkung und Reflexionen die Möglichkeit Argumentationstechniken kennenzulernen und zu verfeinern Überzeugungsarbeit als Beziehungsarbeit zu verstehen Gestaltungsmöglichkeiten zur Streitkultur zu entwickeln die Auswahl an kompetenten und gelassenen Reaktionsmöglichkeiten auf persönliche Angriffe zu vergrößern eine innere Haltung von Achtung und Wertschätzung im politischen Meinungsstreit zu erproben Supervision zur konkreten Situationen aus dem politischen Alltag zu bekommen Das Seminar wendet sich an alle, die in ihrer politischen Arbeit Wert auf ein konstruktive Kommunikation legen und ihre Kompetenzen in diesem Bereich ganz praktisch erweitern wollen. Ein weiterer Schwerpunkt dieses Seminars ist die Erprobung konstruktiver Streitkultur angesichts von Stammtischgesprächen.

 

Leitung: Sabine M. Falk, Dialog-Kommunikationsberatung, Kassel

 

Fachtagung

Die Praxis des Gender Mainstreaming: Europäische Beispiele

 

29. Januar 2002, Gewerkschaftshaus Frankfurt am Main

 

mit CHRISTIN N. GRANBERG, Association of Local Authorities, Schweden DR. KATHERINE RAKE, Women´s Budget Group Großbritannien, London School of Economics OUTI TAMMI, nationale Gesundheitsorganisation, Finnland DÖRTHE JUNG, Unternehmensberaterin, Frankfurt/M ISOLDE HOFMANN, Landesbeauftragte für Frauenpolitik und Gleichstellung und DR. KRISTIN KÖRNER, Leitstelle für Frauenpolitik (beide beim Ministerium für Arbeit, Frauen, Gesundheit und Soziales in Sachsen Anhalt) DR. DORIS HAYN, ISOE, Frankfurt/Main Im Vergleich zu einigen anderen europäischen Staaten steckt die Praxis des Gender Mainstreaming in Deutschland noch eher in den Kinderschuhen. Entsprechend groß ist der Bedarf an Information und Wissen über die Strategien und Methoden seiner Umsetzung. In der Tagung wird dieser Bedarf aufgegriffen. Es werden fortgeschrittene Erfahrungen mit der Umsetzung von Gender Mainstreaming-Konzepten, entwickelte Methoden und Instrumente exemplarisch aus verschiedenen Praxisfeldern in Politik und Verwaltung vorgestellt. Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern - aus Schweden, Finnland, Großbritannien - und aus Deutschland werden präsentiert und diskutiert. Die Tagung will so auch einen Beitrag dazu leisten, die Umsetzungspraxis in Deutschland weiter zu entwickeln. Themen: Praxis und Instrumente des Gender Mainstreaming auf kommunaler Ebene in Schweden Gender Mainstreaming am Beispiel des nationalen Haushalts – Erfahrungen der Women´s Budget Group in Großbritannien Die Praxis des Gender Mainstreaming am Beispiel des Bundeslandes Sachsen- Anhalt Das Gender Impact Assessment – Ein zentrales Instrument des Gender Mainstreaming am Beispiel des BMU Gender Mainstreaming in Finnlands Familienpolitik

 

Leitung: Annette Goerlich, Margret Krannich

 

eMigration

Expanded Media Lounge @ 15. Stuttgarter Filmwinter

 

18. - 20. Januar 2002, Filmhaus Stuttgart

 

Die diesjährige XML beschäftigt sich mit dem Themenkomplex Informationstechnologie, Migration, Neue Medien und kulturelle Identität. Basis der Auseinandersetzung sind Forschungsergebnisse aus der Sozionik – einem Forschungsbereich der Analogien und Metaphern zwischen Soziologie und Informatik erkundet. Zunehmend werden die Möglichkeiten sozialer Systeme genutzt, um Computerprogramme und Software stabiler zu machen. Aber auch im Umkehrschluss haben neue Technologien erheblichen Einfluss auf soziale Prozesse, führen mitunter zum Wandel kultureller Identitäten. Dieser Transformationsprozess ist in besonderem Maße in osteuropäischen Ländern zu beobachten. Dementsprechend gibt die XML einen Einblick in die osteuropäische Medienszene – von Videokunst bis Netzkultur. Ein weiterer von insgesamt drei Themensträngen beschäftigt sich mit der Virtualisierung von Arbeitsprozessen, wie sie u.a. der bekannte Wirtschaftswissenschaftler und Musiktheoretiker Jacques Attali analysiert hat, der bei der XML zu Gast sein wird. Der letzte Themenstrang beschäftigt sich mit Verteilter Künstlicher Intelligenz (VKI). Wissenschaftler und Künstler arbeiten schon seit den 90er Jahren an der Entwicklung dieser Systeme. Der New Yorker Netzkünstler Gerard H. Hovagimyan stellt z.B. künstlerische Projekte mit „media distributed multiple identities“ vor. Um die Konferenz nicht all zu sehr mit Theorie zu kontaminieren, wurde Wladimir Kaminer eingeladen, der ganz lebensnah über russische Identität und Klischeevorstellung im Deutschland nach dem Mauerfall erzählen und seine „Russendisko“ veranstalten wird (Freitag, 18. Januar 2002). Ganz lokal geht es bei der Diskussionsrunde zum Thema Neue Medien und kulturelle Identität in Stuttgart zu. Diskutanten sind u.a. der grüne Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir , Dr. Susanne Eisenmann, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat und der Stuttgarter Hip-Hop-Musiker Afrob (Samstag, 19. Januar 2002). Musikalisch wird es auch im neu entwickelten XML-Labor am Sonntag, den 20. Januar. Künstler und Entwickler aus den Bereichen Vjaying und Digital Music treffen sich, um neue Tendenzen in der Kombination von Sound & Visuals vorzustellen. Zu Gast ist bspw. Chris Csikszentmihalyi, Assistant Professor for Computing Culture am weltberühmten Massachusetts Institute of Technology (MIT), der seinen DJ I Robot präsentiert und schon in der Nacht zuvor in einem Battle mit dem Frankfurter DJ Ata zum Einsatz bringt.

 

Leitung: Ulrich Wegenast, Wand 5 und Gerhard Pitz, Heinrich Böll Stfitung Bad.-Württ.