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VeranstaltungenArchiv2004
Heinrich Boell

Tagung

Nachhaltige Beziehungen

Baden-Württemberg und das neue Europa

 

3. Dezember, 14 bis 21 Uhr

TurmForum am Hauptbahnhof, Stuttgart

 

Baden-Württemberg unterhält intensive wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen nach Mittel- und Osteuropa, besonders zu Tschechien, dem wichtigsten Wirtschaftspartner dieser Region, und Ungarn, zu dem historische Verbindungen bestehen.

Mit ihrem Beitritt zur Europäischen Union haben die neuen Mitgliedsländer das geltende EU-Recht übernommen. Mit umfassenden Reformen haben die Länder einen gewaltigen Transformationsprozess eingeleitet.

Doch die Umsetzung und konkrete Ausgestaltung sind nicht einfach, vielfach befinden sich Verwaltungen im Umbau und Kontrollinstanzen müssen erst geschaffen werden. Außerdem hat auch in den Augen der breiten Öffentlichkeit der rasche Anschluss an das wirtschaftliche Niveau der alten EU-Staaten Priorität vor ökologischen Zielsetzungen.

Gleichzeitig bietet der Transformationsprozess in den neuen Mitgliedsstaaten die Chance, Wirtschaft und Ökologie einander näher zu bringen, indem Nachhaltigkeitskriterien eine zentrale Bedeutung erhalten. Der Umbau von Verwaltungen und Entscheidungsstrukturen bietet die Möglichkeit, Elemente der Beteiligung von BürgerInnen zu integrieren, die Rolle der Zivilgesellschaft zu stärken und den Demokratisierungsprozess mit Leben zu füllen.

Entsprechend seinem Anspruch, eine der wirtschaftlich stärksten und technisch innovativsten Regionen der EU zu sein, kommt Baden-Württemberg hier eine besondere Verantwortung zu. Die zahlreichen Verbindungen nach Tschechien und Ungarn bieten Gelegenheit in diesem Sinne den Austausch zu fördern.

Wie sind diese Beziehungen im Einzelnen gestaltet? Handelt es sich um "nachhaltige Beziehungen"? Welche Synergien und Potenziale können aktiviert werden? Wie können wirtschaftliche Kooperation und ökologischer Know-How-Transfer noch besser verknüpft werden? Welche Perspektiven gibt es für den Ausbau und die Stärkung zivilgesellschaftlicher Beziehungen im vereinigten Europa?

Zur Diskussion dieser Fragen laden wir AkteurInnen aus den Bereichen Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und entsprechenden Städtepartnerschaften aus Baden-Württemberg zum Gespräch. Bei der abschließenden Podiumsdebatte sollen Anforderungen an die Politik in Baden-Württemberg diskutiert werden.

Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Baden-Württemberg und der Heinrich Böll Stiftung Sachsen-Anhalt im Rahmen des von der EU-Kommission kofinanzierten Programms "Flüsse verbinden europäische Regionen" und wird mit Mitteln der Europäischen Kommission aus ihrem Programm "Erweiterung - das neue Gesicht der EU. Partnerschaften mit der Bürgergesellschaft" gefördert.

 

 

Programm

 

14.00 Uhr Begrüßung

 

14.15 Uhr

Nachhaltige Beziehungen? Eine Zwischenbilanz

Daniel Kraft, Brücke/ Most-Stiftung

 

14.45 Uhr

Gesprächsrunde I

Eine Bestandsaufnahme

mit Input und Reaktionen von

Viera Koleková, Magistratin Stadt Brünn

Jürgen Oswald, Leiter Referat internat. Wirtschaftsbeziehungen, Wirtschaftsministerium B-W

Günter Spielmann, Partner bei Ernst&Young Southeastern Europe

 

Moderation

Felix Heidenreich, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg

 

16.15 Uhr Kaffeepause

 

16.45 Uhr

Gesprächsrunde II

Perspektiven

mit Input und Reaktionen von

Jochem Gieraths, Geschäftsführer Osteuropazentrum Universität Hohenheim

Dana Kuchtová, Umweltaktivistin und Vize-Vorsitzende Grüne Tschechien

Markus Lux, Projektleiter Robert Bosch Stiftung

 

Moderation

Daniel Kraft, Brücke/ Most-Stiftung

 

Als weitere Teilnehmende der Gesprächsrunden konnten bisher gewonnen werden:

Darina Doubravová, Junge Osteuropa-Experten

Heike Fischer, Consultant, Steinbeis-Europa-Zentrum, Stuttgart

Konstantin Graf zu Dohna, Länderreferent IHK-Stuttgart

Britta Kurz, Geschäftsführerin Unternehmensgrün

Peter Langer, Leiter Donaubüro Ulm

N.N., Gesellschaft für internat. wirtschaftliche Zusammenarbeit Baden-Württemberg (angefragt)

Marion Maiwald, Stadt Fellbach

Roland Stelzer, Geschäftsführer Gebr. Elmer & Zweifel GmbH

 

18.30 Uhr Abendbuffet

 

19.30 Uhr

Eine Vision der jungen Generation

Nathalie Haußner, MitOst und Junge Föderalisten Europas

 

Podiumsdebatte

Bilanz und Ausblick - Anforderungen an die Politik

mit

Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende BUND Baden-Württemberg

Mària Nagy, Generalkonsulin der Republik Ungarn,

Boris Palmer MdL, umwelt- und verkehrspolitischer Sprecher Bündnis 90/ Die Grünen

Winfried Scheuermann, umwelt- und verkehrspolitischer Sprecher CDU

Wolfgang Wolf, Vorstand Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie

Moderation

Felix Heidenreich, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg

 

Tagungsbericht

 

Presse

 

 

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