Tagung
Nachhaltige Beziehungen
Baden-Württemberg und das neue Europa
3. Dezember, 14 bis 21 Uhr
TurmForum am Hauptbahnhof, Stuttgart
Baden-Württemberg unterhält intensive wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen nach Mittel- und Osteuropa, besonders zu Tschechien, dem wichtigsten Wirtschaftspartner dieser Region, und Ungarn, zu dem historische Verbindungen bestehen.
Mit ihrem Beitritt zur Europäischen Union haben die neuen Mitgliedsländer das geltende EU-Recht übernommen. Mit umfassenden Reformen haben die Länder einen gewaltigen Transformationsprozess eingeleitet.
Doch die Umsetzung und konkrete Ausgestaltung sind nicht einfach, vielfach befinden sich Verwaltungen im Umbau und Kontrollinstanzen müssen erst geschaffen werden. Außerdem hat auch in den Augen der breiten Öffentlichkeit der rasche Anschluss an das wirtschaftliche Niveau der alten EU-Staaten Priorität vor ökologischen Zielsetzungen.
Gleichzeitig bietet der Transformationsprozess in den neuen Mitgliedsstaaten die Chance, Wirtschaft und Ökologie einander näher zu bringen, indem Nachhaltigkeitskriterien eine zentrale Bedeutung erhalten. Der Umbau von Verwaltungen und Entscheidungsstrukturen bietet die Möglichkeit, Elemente der Beteiligung von BürgerInnen zu integrieren, die Rolle der Zivilgesellschaft zu stärken und den Demokratisierungsprozess mit Leben zu füllen.
Entsprechend seinem Anspruch, eine der wirtschaftlich stärksten und technisch innovativsten Regionen der EU zu sein, kommt Baden-Württemberg hier eine besondere Verantwortung zu. Die zahlreichen Verbindungen nach Tschechien und Ungarn bieten Gelegenheit in diesem Sinne den Austausch zu fördern.
Wie sind diese Beziehungen im Einzelnen gestaltet? Handelt es sich um "nachhaltige Beziehungen"? Welche Synergien und Potenziale können aktiviert werden? Wie können wirtschaftliche Kooperation und ökologischer Know-How-Transfer noch besser verknüpft werden? Welche Perspektiven gibt es für den Ausbau und die Stärkung zivilgesellschaftlicher Beziehungen im vereinigten Europa?
Zur Diskussion dieser Fragen laden wir AkteurInnen aus den Bereichen Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und entsprechenden Städtepartnerschaften aus Baden-Württemberg zum Gespräch. Bei der abschließenden Podiumsdebatte sollen Anforderungen an die Politik in Baden-Württemberg diskutiert werden.
Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Baden-Württemberg und der Heinrich Böll Stiftung Sachsen-Anhalt im Rahmen des von der EU-Kommission kofinanzierten Programms "Flüsse verbinden europäische Regionen" und wird mit Mitteln der Europäischen Kommission aus ihrem Programm "Erweiterung - das neue Gesicht der EU. Partnerschaften mit der Bürgergesellschaft" gefördert.
Programm
14.00 Uhr Begrüßung
14.15 Uhr
Nachhaltige Beziehungen? Eine Zwischenbilanz
Daniel Kraft, Brücke/ Most-Stiftung
14.45 Uhr
Gesprächsrunde I
Eine Bestandsaufnahme
mit Input und Reaktionen von
Viera Koleková, Magistratin Stadt Brünn
Jürgen Oswald, Leiter Referat internat. Wirtschaftsbeziehungen, Wirtschaftsministerium B-W
Günter Spielmann, Partner bei Ernst&Young Southeastern Europe
Moderation
Felix Heidenreich, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
16.15 Uhr Kaffeepause
16.45 Uhr
Gesprächsrunde II
Perspektiven
mit Input und Reaktionen von
Jochem Gieraths, Geschäftsführer Osteuropazentrum Universität Hohenheim
Dana Kuchtová, Umweltaktivistin und Vize-Vorsitzende Grüne Tschechien
Markus Lux, Projektleiter Robert Bosch Stiftung
Moderation
Daniel Kraft, Brücke/ Most-Stiftung
Als weitere Teilnehmende der Gesprächsrunden konnten bisher gewonnen werden:
Darina Doubravová, Junge Osteuropa-Experten
Heike Fischer, Consultant, Steinbeis-Europa-Zentrum, Stuttgart
Konstantin Graf zu Dohna, Länderreferent IHK-Stuttgart
Britta Kurz, Geschäftsführerin Unternehmensgrün
Peter Langer, Leiter Donaubüro Ulm
N.N., Gesellschaft für internat. wirtschaftliche Zusammenarbeit Baden-Württemberg (angefragt)
Marion Maiwald, Stadt Fellbach
Roland Stelzer, Geschäftsführer Gebr. Elmer & Zweifel GmbH
18.30 Uhr Abendbuffet
19.30 Uhr
Eine Vision der jungen Generation
Nathalie Haußner, MitOst und Junge Föderalisten Europas
Podiumsdebatte
Bilanz und Ausblick - Anforderungen an die Politik
mit
Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende BUND Baden-Württemberg
Mària Nagy, Generalkonsulin der Republik Ungarn,
Boris Palmer MdL, umwelt- und verkehrspolitischer Sprecher Bündnis 90/ Die Grünen
Winfried Scheuermann, umwelt- und verkehrspolitischer Sprecher CDU
Wolfgang Wolf, Vorstand Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie
Moderation
Felix Heidenreich, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
