Prima Klima für Europa?
Veranstaltungsreihe zur EU-Ratspräsidentschaft und der europäischen Klimapolitik
Inzwischen reden alle von Wetter – über die Antworten auf den Klimawandel scheiden sich allerdings die Geister. Was müsste in Europa geschehen und warum tut sich trotz breiten Konsenses so wenig?
Der EU-Kommissionspräsidenten Barroso hat das Energiethema zur Chefsache, und Kanzlerin Merkel die Klimapolitik zum Schwerpunkt der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft erklärt. Welche Strategie wird die Kommission vorschlagen, welche Rolle spielen Industrie- und Umweltlobbies und welche Mehrheiten gibt es unter den Mitgliedsländern? Wie stehen die Chancen für eine Wende zu mehr Effizienz, Suffizienz und der Förderung erneuerbarer Energie oder bleibt man bei der Förderung neuer Kohletechnologien, Atomkraft und einem internationalen Wettbewerb um Energierohstoffmärkte.
Das Europäische Umweltbüro fordert Richtwerte, die Streichung ökologisch kontraproduktiver Subventionen sowie eine systematische Anwendung des Verursacherprinzips durch eine umweltpolitisch wirksame Finanzreform. Sie setzen sich für Gesetze ein, die eine Energie-Effizienzrevolution auslösen würden. Welche Chancen haben diese Vorschläge?
Welche Rolle spielt Atomkraft in den unterschiedlichen Energie-Szenarien?
Gelingt es der Bundesregierung während der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft eine Vorreiterrolle einzunehmen, will sie es überhaupt?
Welche Rolle nimmt die Industrie ein? Wie reagiert sie auf die inzwischen auch ökonomisch spürbaren Folgen des Klimawandels? Was ist ihr Beitrag und was sind ihre Erwartungen an die nationale und internationale Klimapolitik?
18.30 Uhr Film
„Eine unbequeme Wahrheit“
(USA, 2006, Regie: Davis Guggenheim)
Der oscarprämierte Dokumentarfilm begleitet den ehemaligen US-Vizepräsident und
Präsidentschaftskandidat Al Gore bei seinen Vortragsreisen. Er zeigt die globale Erwärmung als größte Herausforderung für die BewohnerInnen dieses Planeten und erklärt verblüffende Fakten und Zusammenhänge über den „globalen Notfall“.
20.00 Diskussion
"Eine unbequeme Wahrheit" - und was nun?
mit
Rebecca Harms
MdEP und energiepolitische Sprecherin der Grünen Fraktion
Wolfgang Weber
BASF, Leiter der Abteilung Verbands- und Regierungsbeziehungen
Moderation
Wolfgang Kaiser
Vorstand Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
Rebecca Harms kommt aus der Anti-AKW-Bewegung und ist dem Thema Energiepolitik seit Beginn ihrer politischen Arbeit treu geblieben. Seit 2004 arbeitet sie im Europäischen Parlament als Mitglied im Ausschuss Industrie, Forschung und Energie. Sie ist Mitglied im Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen und Sprecherin der deutschen grünen Abgeordneten im Europäischen Parlament.
Wolfgang Gerhardt leitet seit dem 1. September 2006 die Zentralabteilung „Verbands- und Regierungsbeziehungen“ bei der BASF. Die Position wurde im Zuge der Umstrukturierung der Abteilung neu geschaffen. Er ist promovierter Chemieingenieur und seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Funktionen innerhalb der BASF in Ludwigshafen und den USA tätig. Zuletzt leitete er die Abteilung „Energie und Entsorgung“.
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg statt.
Mi, 20. Juni, 18.30 Uhr
Deutsch-Amerikanisches Institut
Sofienstr. 12, Heidelberg
