Tagung
Soziale Stadt
Seit einigen Jahren nimmt die soziale und räumliche Polarisierung in den Städten zu. BürgerInnen und Verwaltung sehen sich mit einer neuen Qualität sozialer Probleme konfrontiert, die mit Begriffen wie Ausgrenzung und Spaltung beschrieben wird.
Sie sind insbesondere Folge eines sozio-ökonomischen Strukturwandels, der abnehmenden Handlungsmöglichkeiten der Städte und des Rückzugs des Staates aus der Wohnraumversorgung.
Dieser Entwicklung soll das Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt" entgegenwirken.
Doch was ist eine "soziale Stadt" und wie kann auf dieses Ideal hingearbeitet werden?
Nach der Betrachtung von Herausforderungen an die Stadt und der Frage, was eine Stadt sozial macht, gab es einen Blick über die Grenzen nach Frankreich: WissenschaftlerInnen aus Strasbourg berichteten über soziale Segregation und Stadtentwicklungspolitik in Frankreich.
Außerdem waren PraktikerInnen aus Strasbourg und Mulhouse eingeladen, ihre Projekte vorzustellen.
Programm
I. Teil: Theoretischer Hintergrund
Baldo Blinkert, Universität Freiburg
Herausforderungen an die Stadt durch demografische und soziale Veränderungen
Hartmut Häußermann, Humboldt Universität, Berlin
II. Teil: Ansätze und Erfahrungen in Frankreich
Sozialräumliche Segregation in Strasbourg
Bénédicte Gerard, Universität Marc Bloch, Strasbourg
Konzepte der sozialen Stadtentwicklung in Frankreich
Maurice Blanc, Universität Marc Bloch, Strasbourg
Beispiele aus Frankreich
Florence Gasser, Grand Project de Ville de Mulhouse
Vergleich der Ansätze in Frankreich und Deutschland
Corinna Lochmann, Stadtplanerin, Karlsruhe/Paris, GRiPS - Büro für Projektsteuerung und Kommunikation
III. Teil: BürgerInnenbeteiligung
Empowerment Consulting, Stuttgart
VertreterInnen von Projekten in Frankreich und Deutschland zum Thema BürgerInnenbeteiligung mit Beispielen
Murielle Maffesoli, Julia Zongo, ORIV
Sébastien Weill, Ville de Mulhouse
Konrad Maier, Evangelische Fachhochschule, Freiburg
Die Tagung fand statt in Kooperation mit dem Observatoire Régional de l'Intégration et de la Ville (ORIV) und im Rahmen des länderübergreifenden Projekts "Zukunft des Staatlichen" mehrerer Landesstiftungen der Heinrich-Böll-Stiftung und der Bundesstiftung.
