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VeranstaltungenArchiv2008-1999
Heinrich Boell

Tagung

Soziale Stadt

 

Seit einigen Jahren nimmt die soziale und räumliche Polarisierung in den Städten zu. BürgerInnen und Verwaltung sehen sich mit einer neuen Qualität sozialer Probleme konfrontiert, die mit Begriffen wie Ausgrenzung und Spaltung beschrieben wird.

Sie sind insbesondere Folge eines sozio-ökonomischen Strukturwandels, der abnehmenden Handlungsmöglichkeiten der Städte und des Rückzugs des Staates aus der Wohnraumversorgung.

Dieser Entwicklung soll das Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt" entgegenwirken.

Doch was ist eine "soziale Stadt" und wie kann auf dieses Ideal hingearbeitet werden?

Nach der Betrachtung von Herausforderungen an die Stadt und der Frage, was eine Stadt sozial macht, gab es einen Blick über die Grenzen nach Frankreich: WissenschaftlerInnen aus Strasbourg berichteten über soziale Segregation und Stadtentwicklungspolitik in Frankreich.

Außerdem waren PraktikerInnen aus Strasbourg und Mulhouse eingeladen, ihre Projekte vorzustellen.

 

Programm

 

I. Teil: Theoretischer Hintergrund

Was macht eine Stadt sozial?

Baldo Blinkert, Universität Freiburg

 

Herausforderungen an die Stadt durch demografische und soziale Veränderungen

Hartmut Häußermann, Humboldt Universität, Berlin

 

II. Teil: Ansätze und Erfahrungen in Frankreich

Sozialräumliche Segregation in Strasbourg

Bénédicte Gerard, Universität Marc Bloch, Strasbourg

 

Konzepte der sozialen Stadtentwicklung in Frankreich

Maurice Blanc, Universität Marc Bloch, Strasbourg

 

Beispiele aus Frankreich

Florence Gasser, Grand Project de Ville de Mulhouse

 

Vergleich der Ansätze in Frankreich und Deutschland

Corinna Lochmann, Stadtplanerin, Karlsruhe/Paris, GRiPS - Büro für Projektsteuerung und Kommunikation

 

III. Teil: BürgerInnenbeteiligung

Einführung

Beate Blank

Empowerment Consulting, Stuttgart

 

Podium

VertreterInnen von Projekten in Frankreich und Deutschland zum Thema BürgerInnenbeteiligung mit Beispielen

Murielle Maffesoli, Julia Zongo, ORIV

Sébastien Weill, Ville de Mulhouse

 

Zusammenfassung, Ausblick

Konrad Maier, Evangelische Fachhochschule, Freiburg

 

Die Tagung fand statt in Kooperation mit dem Observatoire Régional de l'Intégration et de la Ville (ORIV) und im Rahmen des länderübergreifenden Projekts "Zukunft des Staatlichen" mehrerer Landesstiftungen der Heinrich-Böll-Stiftung und der Bundesstiftung.

 

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