Mi, 9. Juli, Konstanz
Wege zu einer neuen Friedens- und Sicherheitspolitik
Kein Frieden ohne Frauen!
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Begrüßung
Charlotte Biskup, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
Diskussion mit
Franziska Brantner
promoviert zur EU-Außenpolitik in den UN, ist als Beraterin beim UN Development Fund for Women (UNIFEM) tätig; sie ist außerdem als Wissenschaftlerin in der friedens- und sicherheitspolitischen Kommission von Bündnis 90/ Die Grünen (FriSiKo)
Franziska Brantner (links) mit Ulrike Baumgärtner (Moderation)
Selmin Caliskan
Referentin für Politik und Frauenrechte bei medica mondiale e.V., Köln
medica mondiale unterstützt traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten
Selim Caliskan, Peter Schumann
Peter Schumann
Früherer Regionalkoordinator und Vertreter der Vereinten Nationen im Südsudan (UNMIS), als Gastwissenschaftler an der Universität Konstanz, Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft, tätig
Moderation
Ulrike Baumgärtner
Universität St. Gallen, promoviert zum Thema „Geschlechtergerechtigkeit als Organisationskultur in Friedensmissionen“
Begrüßung
Charlotte Biskup
Vorstand Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg e.V.;
Stadträtin der Stadt Konstanz
Militärische Intervention sollte – wenn überhaupt - das letzte Mittel der Friedenssicherung sein.
Grundsätzlich besteht Einigkeit, dass ziviler Krisenprävention und Krisenintervention wenn nicht Vorrang, so zumindest eine stärkere Priorität als bisher eingeräumt werden sollte.
- Wie steht es um Alternativen zu militärischen Interventionen?
- Welche Strategien der zivilen Krisenprävention, -intervention und des Aufbaus der Zivilgesellschaft wurden bisher verfolgt?
- Was folgt daraus für die politischen AkteurInnen?
- Wo steht die aktuelle politische Debatte?
Der Fokus der Veranstaltung liegt auf der Beteiligung von Frauen bei der Verhütung, Bewältigung und Beilegung von Konflikten.
Frauen sind wichtige Akteurinnen des Wiederaufbaus und leisten einen bedeutenden Beitrag in Nachkriegsgesellschaften. Frauen spielen oft eine zentrale Rolle in Friedensprozessen. Dennoch bleibt ihre Rolle bei der Konsolidierung von Zivilgesellschaften eher unterbewertet. Die Erfahrungen und das Wissen von Frauen müssen verstärkt für den Wiederaufbau von Zivilgesellschaften und Staaten genutzt werden.
Dafür müssen in Post-Konfliktsituationen sichere Zonen – auch und gerade für Frauen – geschaffen werden.
Die Resolution 1325 der Vereinten Nationen von 2000 sieht vor, Frauen auf allen Ebenen und an allen Entscheidungen in der Friedens- und Sicherheitspolitik angemessen und gleichberechtigt zu beteiligen und die Geschlechter-perspektive zu berücksichtigen.
Unterstützt wird die Resolution 1325 auch durch das Europäische Parlament, das im Juni 2006 eine Resolution zur Situation von Frauen in bewaffneten Konflikten und deren bedeutende Rolle in Post-Konfliktsituationen verabschiedet hat.
Zwei Studien der Vereinten Nationen (von 2002) bestätigen, dass der Ausschluss von Frauen aus offiziellen Friedensprozessen auf Kosten der Nachhaltigkeit von Friedensabkommen geht.
Sie stellen ebenfalls fest, dass die Anwesenheit von Frauen den Dialog verändert
ExpertInnen und politische AkteurInnen scheinen sich einig zu sein, doch wie sieht es in der Praxis aus?
- Werden die Forderungen in den heutigen Friedensmissionen umgesetzt?
- Sind Frauen in alle Bereiche der Friedens- und insbesondere Entscheidungsprozesse einbezogen?
Bei der Veranstaltung werden konkrete Erfahrungen aus Projekten in Kriegs- und Krisengebieten vorgestellt.
- Unter welchen Bedingungen haben die Projekte Erfolg?
- Welche gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen braucht es?
- Was sind die Forderungen an die politischen AkteurInnen damit diese Ansätze gestärkt werden können?
diese Fragen wollen wir diskutieren...
Veranstalterin
Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg in Kooperation mit der Hochschulgruppe von TERRE DES FEMMES e.V. der Universität Konstanz
Mi, 9. Juli 2008
Beginn 19 Uhr
Astoria Saal,
Kulturzentrum am Münster
Wessenbergstr. 39, Konstanz
Links zu den Studien und Hintergrundinformationen
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Wortlaut der UN-Resolution 1325
UN-Studien
Study submitted by the Secretary-General pursuant to Security Council resolution 1325 (2000), United Nations, New York 2002
The Independent Experts’ Assessment on the Impact of Armed Conflict on Women and Women’s Role in Peace-building
von Elisabeth Rehn und Ellen Johnson-Sirleaf
United Nations Development Fund for Women (UNIFEM), New York 2002.
weitere Hintergrundinformationen
GLOW – Global Center for Women´s Politics
Virtuelles Portal des feministischen Instituts in der Heinrich-Böll-Stiftung; heute: Gunda-Werner-Institut für Feminismus & Geschlechterdemokratie
