Ernst Volland - Eingebrannte Bilder
Vernissage
Donnerstag, 30. Juli 2009, 18 Uhr
Galerie im Haus der Katholischen Kirche, Königstraße 7, Stuttgart
Begrüßung
Stadtdekan Prälat Michael H.F. Brock
Heike Schiller – Vorsitzende Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
Es spricht zur Ausstellung:
Prof. Bernd Hüppauf – New York University
Ausstellung
31. Juli – 18. September 2009
Mo - Sa, 11-19 Uhr
Galerie im Haus der Katholischen Kirche, Königstraße 7, Stuttgart
Ernst Volland arbeitet mit historischem Bildmaterial, das sich in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben hat. Mittels gezielt eingesetzter Unschärfen erweitert Ernst Volland die Bildinhalte um eine neue Bedeutungsebene, die auf andauernde Aktualität verweist.
Unschärfe sei, so der Literaturwissenschaftler Bernd Hüppauf, der Vollands Werdegang seit langer Zeit begleitet, die Antwort der Kunst auf die Krise der dokumentarischen Fotographie. „Was leistet seine Bearbeitung, d.h. die Manipulation der bekannten Fotos zur Unschärfe? Sie löst die definierenden Konturen auf und öffnet einen Raum, in den die Einbildungskraft eindringen kann. Sie gibt den erstarrten Bildern eine eigene Kraft zurück, das Auge und die Imagination anzuziehen. Es wäre unangemessen, in diesen unscharfen Bildern nach dem verborgenen scharfen Bild zu suchen.
Es ist das unscharfe Bild selbst, bemerkt Wittgenstein einmal, das wir „brauchen". Und wozu brauchen wir es? Um an ihnen wieder das Hinsehen zu lernen, den fragenden und entdeckenden Blick wiederzufinden.“
Veranstaltung
Freitag, 11. September 2009, 18 Uhr
Haus der Katholischen Kirche, Königstraße 7, Stuttgart
mit
Ernst Volland, Berlin
über Fotografie und Kunst, Satire und Humor, Zensur und Fakes
Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Haus der Katholischen Kirche und der Bundesstiftung der Heinrich Böll Stiftung.
Bilder von der Ausstellungseröffnung am 30. Juli

