Green New Deal - Investieren in die Zukunft
„Green New Deal“ ist inzwischen in aller Munde. Selbst die deutsche Autoindustrie, die sich jahrelang taub stellte, orientiert sich um. Fand sich vor einigen Jahren hier noch kein Unternehmen, das die in Deutschland entwickelte Hybridtechnologie auf den Markt bringen wollte, so setzen jetzt alle auf das Elektroauto.
Aber eine neue Technologie allein macht noch keinen Frühling.
Angesichts der Dimension der gegenwärtigen Krise, bei der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, Klimawandel, sowie das zunehmende Auseinanderklaffen von Arm und Reich zusammentreffen, brauchen wir umfassendere Lösungsstrategien: „Green New Deal“ darf nicht als Anstrich für ein Weiter-so verkommen.
Als grüne politische Stiftung haben wir uns zur Aufgabe gemacht, unsere Vorstellung vom Green New Deal zu konkretisieren.
Von April bis November organisieren alle 16 Landesstiftungen gemeinsam mit der Heinrich Böll Stiftung in Berlin eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen. Wir wollen zur Diskussion über einen umfassenden und grundsätzlichen Strukturwandel beitragen, der sich nicht nur auf technische Innovationen und Energiepolitik beschränkt, sondern Bildung und gute Arbeit einbezieht und auf Vorsorge als Wirtschaftsprinzip zielt. Wir brauchen eine Auseinandersetzung darüber, welches Wachstum wir wollen – und wo einen Rückbau. Welchen Wohlstand streben wir an?
Wir diskutieren:
Wohlstand, qualitatives Wachstum und Schutz von Gemeingütern
Strategien für 100% erneuerbare Energien bis 2050 ohne Atomkraftwerke
Urbane Revolution und nachhaltiger Stadtumbau
Mobilität für die Zukunft und Transformation der Autoindustrie
Umbau der Chemieindustrie
Zukunftsweisende Bildung für gute Arbeit
Weiterentwicklung von Instrumenten für eine ökologische (Be)Steuerung
Wir haben bereits einen Unterschied gemacht: das Erneuerbare-Energien-Gesetz der rot-grünen Regierung ist weltweit Vorbild. Auch haben wir die Köpfe gewonnen. Immer breitere Kreise der Gesellschaft sind bereit, sich auf den Weg zu machen.
Wir wollen neue Allianzen auf den Weg bringen. Es gibt vielfältige hoffnungsvolle unternehmerische und zivilgesellschaftliche Initiativen. Wir brauchen einen offenen Prozess, der auf informierte und verantwortungsvolle Bürger/innen setzt.
Wir sprechen Gewerkschaften an und knüpfen damit in Baden-Württemberg an das Erbe von Willi Hoss: das Zusammendenken von Ökologie und Ökonomie, die Ausrichtung der Ökonomie an den menschlichen Bedürfnissen und globaler Verantwortung.
Wir interessieren uns für unternehmerische und wissenschaftliche Initiativen, die neue Lösungen suchen.
Wir richten uns an VertreterInnen eines informierten und kritischen Konsums.
Mit Filmen, Theater, Vorträgen, Debatten und Fachgesprächen, Zukunftswerkstätten und auf unserer Website füllen wir Green New Deal mit Inhalten. Von Kiel bis München schicken wir Schlüsselthemen auf Touren durch die Bundesländer.
Jugendworkshop Sa, 5. Juni, Münsingen: Desertec
Abendveranstaltung Do, 17. Juni, Tübingen: Is there a Green New Deal in the USA?
Debatte Do, 24. Juni, Stuttgart/Uni Hohenheim: Gemeingüter als Antwort auf die Krise?
