Burundi: Die Farbe des Lachens

Theater-Gespräche
In einem gemeinsamen Theaterprojekt beschäftigt sich ein Team von burundischen und deutschen Schauspieler*innen, Autoren und Regisseuren derzeit am Theater Konstanz mit der elementaren Frage, was uns in Krisenzeiten zum Lachen bringt. Ausgehend von Labiches Alptraumschwank Die Affäre Rue de Lourcine gibt das internationale Team einen Einblick in seine jeweilige Lebensrealität und blickt in die Abgründe des Menschen - ohne dabei den Humor zu verlieren.

Im Anschluss diskutieren wir:

Nichts zu lachen? Humor in Zeiten politischer Krise

Gerade in Zeiten politischer Krise kommt dem Humor eine zentrale Rolle zu. Humor kann Menschen zusammenführen, wenn gemeinsam gelacht wird, aber auch Menschengruppen ausgrenzen, über die man sich lustig macht. Karikaturen und Satire gewinnen eine besondere Bedeutung, wenn Kritik an den Machthabern nicht mehr offen geäußert werden darf.

Wir diskutieren: Was ist komisch? Worüber können wir alle lachen? Gibt es eine gemeinsame, die  Grenzen  der  Kontinente  über­schreitende  Sprache  des  Humors? Unter  welchen  Rahmenbedingun­gen  entwickelt  die  Komik  sogar subversive  oder  friedensstiftende Kraft?  Und  wann  ist  sie  der  Aus­gangspunkt  für  Rassismus,  Diskri­minierung, Genozid? Welche Rolle kann sie in einer zunehmend labi­ler werdenden Gesellschaft spielen?

Mit:
Prof. Dr. Helga Kotthoff, Sprachwissenschaftlerin, Universität Freiburg, forscht u.a. zu Humor in interkulturellen Kontexten
Simplice Mugiraneza
, österreichisch-burundischer Comedian
Freddy Sabimbona
, burundischer Regisseur und Schauspieler

Moderation:
Antonia Beermann
, Dramaturgin „Die Farbe des Lachens“, Theater Konstanz

Di, 7. November 2017
Spiegelhalle, Theater Konstanz


Theaterbeginn: 19.30 Uhr
Karten für das Theaterstück beim Theater Konstanz.
Gespräch: ab 21.10 Uhr
Der Eintritt für die anschließende Diskussion ist frei.

 

In Kooperation mit dem Theater Konstanz.

Von links nach rechts unsere Gäste, der burundisch-österreichische Comedian Soso, Frau Prof. Kotthoff, Moderatorin Antonia Beermann und Schauspieler und Dramaturg Freddy Sabimbona. Ganz rechts der Übersetzer.
Foto: Theater Konstanz
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