Energiewende konkret vor Ort

Halbtagesseminar

Die Erderwärmung schreitet noch schneller voran als bisher vermutet –  wir müssen an vielen Stellschrauben drehen und handeln. Die Energiewende bedarf unser aller Kräfte und kann nur als Gemeinschaftswerk von Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gelingen. Sie ist eine Aufgabe, die deshalb auch unterschiedliche Interessengruppen an einen Tisch bringen sollte.  Es geht um die drei großen „E“ – Einsparung, Effizienz und die Erneuerbaren Energien, und zwar in dieser Reihenfolge. Zur Unterfütterung brauchen wir einen Bewusstseinswandel.

Die Kommunen sind der zentrale Hebel ihrer Umsetzung. Hier kennt man sich, man kennt sich aus, hier weiß man, was konkret zu tun ist. Projekte kann man gut vermitteln und so leichter MitstreiterInnen gewinnen. So kann praktische Bürgerbeteiligung aussehen!

Das Seminar richtet sich an AkteurInnen, die konkret etwas anstoßen und bewegen möchten. Es gibt eine Fülle von Möglichkeiten, die bereits praxiserprobt sind und die häufig auch gefördert werden; oder die eine rasche Amortisation mit sich bringen. Es ist oft schwer, den Überblick zu bekommen bzw. zu behalten; das Seminar bietet auch an, „Pfade durch den Förderdschungel“ aufzuzeigen. Erfahrungsgemäß arbeitet es sich in einer kleinen Gruppe leichter und motivierter als allein; deshalb empfehlen wir, andere lokale AkteurInnen zu dem Seminar einzuladen und mitzubringen.

Wir müssen die vorhandenen Strukturen nutzen und neue schaffen. Wir müssen „Strukturen schaffen, die Hunger nach Projekten haben“ (Michael Diestel, Agrokraft GmbH). Wir müssen dafür einen Plan, einen „Fahrplan zur Energiewende“ haben, der möglichst konkret ist und „Werkzeuge hat, um Hebel umzusetzen“ (Birgit Schwegle, Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe GmbH).

Die drei ReferentInnen kommen aus der kommunalen Praxis und bringen jahrelange Erfahrungen mit und haben das Ganze im Blick.

1. Eine Region hat sich auf den Weg gemacht
Einführung: Strukturen, Projekte, AkteurInnen im Neckar-Odenwald-Kreis NOK und in der Metropolregion Rhein-Neckar).
Auf Grund vieler langjähriger Initiativen, die u. a. ihren Niederschlag in Strukturen gefunden haben, steht der Neckar-Odenwald-Kreis an der Spitze der baden-württembergischen Landkreise mit derzeit 36% Erzeugung aus Erneuerbaren Energien für den gesamten Strombedarf (www.energymap.info). Die Metropolregion Rhein-Neckar hat im Sommer 2012 ihr „Regionales Energiekonzept“ verabschiedet, will viele AkteurInnen wie Kommunen, Betriebe, Initiativen in die Umsetzung einbinden (www.m-r-n.com). Referentin: Christine Denz, Mosbach, Kreisrätin, S.U.N.-Vorsitzende

2. Sanierung im Quartier
Der Landkreis Karlsruhe hat sich mit der Beteiligung an der 100 % - Erneuerbare Energien Region ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Basis ist das Klimaschutzkonzept der Umwelt- und Energieagentur Karlsruhe, das sich mit den Energieeinsparpotenzialen und dem Potenzial an erneuerbaren Energien im Landkreis Karlsruhe befasst. Birgit Schwegle, die Geschäftsführerin, berichtet über Werkzeuge und Hebel, um unter den gegebenen – gesetzlichen, finanziellen und menschlichen - Rahmenbedingungen CO2-Minderungsstrategien umzusetzen. Die KfW fördert mit ihrem Programm „Sanierung im Quartier“ sowohl die Planung als auch das Management bei der Realisierung einer energetischen Sanierung; derzeit liegt der Höchstfördersatz bei 65% der förderfähigen Maßnahmen (s. auch Energieagentur und KfW).
Referentin: Birgit Schwegle, Geschäftsführerin, Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe, Bretten

3. Wie kann man BürgerInnen, Verwaltungen, Betriebe zusammen binden?
Und welche relativ preisgünstigen „Paketlösungen“ für Kommunen wie z. B. „Kommunales Energiemanagement“ oder die „Energiekarawane“ werden angeboten? Daniel Bannasch stellt das von ihm erprobte Modell „Runder Tisch Energie“ und entsprechende Fördermöglichkeiten vor. Bürgerbeteiligung in dieser Form ist ein Schlüsselinstrument, um  alle ins Gespräch zu bringen, ihre Kenntnisse  abzurufen und in akzeptierte Projekte umzusetzen. Der Prozess muss gesteuert und begleitet werden.
Referent: Daniel Bannasch, Geschäftsführer von MetropolSolar Rhein-Neckar e.V., Netzwerk für 100%-erneuerbare-Energien, Mannheim

 

 

 

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