I am not

Feminismus in Literatur, Kultur und Gesellschaft

Lesungen im Rahmen des Literatursommers 2018

Über die Rede vom „Backlash“ in unserer Gesellschaft, der Rückorientierung an traditionellen Frauen- und Männerbildern, legte sich die #MeToo-Debatte. Sie machte sexuelle Übergriffe und sexuellen Machtmissbrauch, aber auch allgemeinere Fragen zum Verhältnis der Geschlechter quasi weltweit zum Thema. Dieses durch viele Kontinuitäten und Brüche gekennzeichnete Verhältnis der Geschlechter stellt das Literaturhaus Stuttgart in seiner Veranstaltungsreihe „I am not“ zur Diskussion. Statt wieder neu danach zu fragen, wie wir unsere Identität definieren, nähern wir uns über die reich gefüllten Vorratskammern des Nicht-seins oder Nicht-sein-Wollens und versuchen, lederne Identitätshäute und geschlechterbezogene traditionelle Zuschreibungen (wieder) durchlässiger zu machen. In diesen Kammern des Nicht-seins von Mann und Frau lagern Begriffsteams wie Arbeit und Familie; Kreativität, Leistung und Geschlecht; Sexualität und Körper; Politik und Gefühl – und andere. Wir greifen zu und fragen danach, was wir auf den kleinen Bühnen des Alltags ebenso wie auf den großen Bühnen der Welt aufzugeben drohen, worum es sich zu kämpfen, zu streiten lohnt und wie das Nicht-Sein-Wollen zum Glänzen gebracht werden kann.
Und hier schlägt die Literatur, Geschichte und Philosophie ihre Widerhaken ein. Denn die Künste, allen voran die Literatur hat die Kraft für Widerspenstigkeiten.

Eintritt pro Veranstaltung: 10,– \ 8,– \ 5,– Euro
Karten unter:
online, in der Buchhandlung im Literaturhaus und an zahlreichen Vorverkaufsstellen der Stadt

Veranstaltungsort:
Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart

In Kooperation mit dem Literaturhaus Stuttgart.

Programmflyer

 

 

 

Lesung und Gespräch

Di, 8. Mai, 20 Uhr
Scham
Ute Frevert und Rahel Jaeggi
Moderation: Katharina Raahe

Mo, 18. Juni, 20 Uhr
Blutsbande
Christina von Braun und Antje Rávic Strubel

Mo, 2. Juli, 20 Uhr
Mansplaining
Rebecca Solnit
Moderation: Annette Bühler-Dietrich

Fr, 5. Oktober, 19.30 Uhr
Who Cares?
Schreibende zwischen Kreativität und Elternschaft
Antonia Baum, Ralf Bönt und Anke Stelling
Moderation: Carolin Callies

Di, 16. Oktober, 19.30 Uhr
Das weibliche Prinzip
Meg Wolitzer

Do, 18. Oktober, 19.30 Uhr
Wir hatten Großes vor
Lydia Daher und Daniel Schröteler
anschl. Gespräch mit Miriam Meckel und Nina Verheyen
Moderation: Insa Wilke

Programmflyer