Neben uns die Sintflut

Wie wir die negativen Effekte unserer Lebensweise anderen zuschieben und dabei unseren Anteil an Menschenrechtsverletzungen verdrängen

Vortrag

„Das wohlstandskapitalistische Modell wirtschaftlicher Wertschöpfung und sozialer Umverteilung der Wachstumserträge fußt wesentlich auf der hemmungslosen Ausbeutung von Arbeit und Natur in anderen Weltregionen. In Weltregionen, die damit zugleich die ökologischen und sozialen Kosten der hiesigen Produktions- und Konsumweise zu tragen haben. Die hierzulande herrschenden Lebensverhältnisse sind nur möglich geworden und lassen sich nur aufrechterhalten, weil Bevölkerungsmehrheiten in den „unterentwickelten“ Gesellschaften des globalen Kapitalismus unter uns unvorstellbaren Bedingungen arbeiten und leben.“
Der renommierte Soziologe Stephan Lessenich bietet eine sehr konkrete und politisch brisante Analyse der Abhängigkeits- und Ausbeutungs-verhältnisse der globalisierten Wirtschaft.

Vortrag von Stephan Lessenich, 1965 in Stuttgart geboren, lehrt am Institut für Soziologie der LMU München und war Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.

Fr, 23. November, 19 Uhr, Stuttgart
Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7

in Kooperation mit Die AnStifter e.V., POEMA e.V., Haus der Katholischen Kirche und Stiftung Geißstraße.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Aktion "Vielfalt: 0711 für Menschenrechte".