Diktatoren als Türsteher Europas. Wie die EU ihre Grenzen nach Afrika verlagert

Lesung und Diskussion

Europa zieht seine Grenzen durch Afrika. Migrationskontrolle ist in der EU zu einer Frage von höchster innenpolitischer Bedeutung geworden. Mit Hochdruck baut sie daher ihre Beziehungen zu den Regierungen auf dem afrikanischen Kontinent aus. Diese sollen ihre Bürger daran hindern, nach Europa zu gelangen. Die EU bietet dafür Militär- und Wirtschaftshilfe in Milliardenhöhe. Sie arbeitet mit Regimen zusammen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, und bildet deren Polizei und Armeen aus. Die Bewegungsfreiheit in Afrika wird eingeschränkt, Entwicklungshilfe wird umgewidmet und an Bedingungen geknüpft: Wer Migranten aufhält, bekommt dafür Geld. Am meisten profitieren IT-Unternehmen sowie Rüstungs- und Sicherheitskonzerne in Europa.

Gemeinsam mit Christian Jakob, taz-Redakteur und Co-Autor des Buches „Diktatoren als Türsteher Europas“ wollen wir die neue europäische Afrikapolitik in den Blick nehmen - und nach den konkreten Auswirkungen dieser Politik sowie ihren Alternativen fragen. Zudem wird Barbara Lochbihler MdEP, Fraktion Die Grünen/EFA für die Diskussion bereitstehen.

Di, 12. Februar, 19.30 Uhr
Stadtteil- und Familienzentrum Innenstadt im Bürgerpark,
Stegermattstraße 24, 77652 Offenburg

In Kooperation mit der Initiative Zu-Flucht, Offenburg.

Mi, 20. März, 19.00 Uhr
Kulturhaus Osterfeld
Osterfeldstr. 12, 75172 Pforzheim

In Kooperation mit Forum Asyl Pforzheim & Impulse geben! Evangelische Erwachsenenbildung Pforzheim.

Foto: Robert Hickerson, Unsplash