Umgang mit rechten Parolen in der kommunalen Arbeit

Kommunalpolitisches Argumentationstraining

Vorurteile gegenüber „Fremden“, Diskriminierung und Rassismus begegnen uns fast täglich: bei der Arbeit, in der Straßenbahn, im Bekanntenkreis – und immer mehr auch in der Kommunalpolitik. Menschen aus anderen Ländern oder mit einem anderen Glauben werden verunglimpft, beschimpft oder ausgegrenzt und dienen als Sündenböcke für alles, was nicht gut läuft.

„Die nehmen unseren Arbeitslosen die Arbeitsplätze weg und nutzen unsere Sozialsysteme aus.“ „Die vergewaltigen unsere Frauen.“ „Die bekommen Wohnungen hingestellt – andere warten Jahre darauf und gehen dann leer aus!“ Solche Parolen, die Sozialneid und Fremdenfeindlichkeit schüren, hören wir vermutlich künftig auch vermehrt in den Gemeinderäten.

Demokratinnen und Demokraten haben die Pflicht dagegenzuhalten. Denn Schweigen wirkt wie Zustimmung. Rechte Parolen, die unwidersprochen bleiben, gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt und höhlen die demokratische Kultur und Toleranz aus.

Wie können wir angemessen reagieren? Was hilft in der Gemeinderatsdebatte oder in der direkten Auseinandersetzung – und was stärkt eher die Rechtspopulisten? In diesem Seminar entwickeln wir Strategien, wie wir Hass und Rassismus entlarven, Schein-Wahrheiten hinterfragen und zumindest ein Nachdenken bewirken können. Darüber hinaus machen wir uns mit Zahlen, Daten und Fakten fit, um Vorurteile, Behauptungen und Gerüchte zu kontern.

Inhalte:

Was sind eigentlich rechtspopulistische Parolen – und was steckt dahinter?
Was macht es schwer, auf Parolen zu antworten?
Welche Strategien gibt es und was bewirken sie?
Was sind meine eigenen Ziele im Umgang mit Rechtspopulisten und ihren Äußerungen?
Was hilft – und was hilft nicht?

Trainerin: Ulrike Schnellbach, schreibgut

Teilnahmegebühr: 60€, erm. 30€ (inkl. Verpflegung)

Interessiert?

Weitere Infos

shutterstock_victoria1


Bildungszeitgesetz

Dieses Seminar ist als Qualifizierungsmaßnahme im ehrenamtlichen Bereich nach § 5 Abs. 3 i.V.m. §6 der Verordnung zur Regelung der Bildungszeit für die Qualifizierung zur Wahrnehmung ehrenamtlicher Tätigkeiten  (VO BzG BW) anerkannt. Ein Tagesseminar umfasst mind. 8 UE (6 Stunden, zzgl. eine Stunde Mittagspause). Antrag für den Arbeitgeber


Politikmanagement-Zertifikat

Für alle, die ihre persönlichen Fähigkeiten weiterentwickeln und sich für Aufgaben in Kommune, Verein, Beruf und Politik fit machen wollen, ist das GreenCampus Politikmanagement-Zertifikat die richtige Wahl. Die Teilnahme an unseren Bestellseminaren wird für dieses Zertifikat angerechnet. Die Details dazu gibt es unter www.GreenCampus.de