Den demografischen Wandel in den Kommunen gestalten

 

Seit Jahren zeichnet sich der demografische Wandel, die Alterung und Schrumpfung, Kinderlosigkeit und Singularisierung der Gesellschaft ab und trotzdem ist diese Entwicklung auch auf Kommunaler Ebene weit-gehend verdrängt worden.

 

Das Seminar hilft MandatsträgerInnen und AkteurInnen in Städten, Gemeinden und Kreisen, Handlungsfelder rechtzeitig zu erkennen und Handlungskonzepte zu entwickeln um Entscheidungsgrund-lagen zu haben. Darüber hinaus sollen bürgerschaftliche Initiativen vorgestellt werden, die zunehmend an Interesse und Bedeutung gewinnen.

 

Da Kommunen und Regionen auch innerhalb Baden-Württembergs unter-schiedlich vom demografischen Wandel betroffen sind, sind entsprechend differenzierte Konzepte gefragt.

 

 

Programm

 

10.00 Uhr Begrüßung

 

10.15 Uhr Baustein 1

Kurze Wege – Nahversorgung und Infrastruktur im Stadtteil

Gabriele Steffen

Weeber+Partner, Institut für Stadtplanung und Sozialforschung

 

12.00 Uhr Mittagspause

 

13.00 Uhr Baustein 2

SeniorInnenpolitik, Wohnen im Alter – Neue Wohnformen

Renate Schaumburg
Seniorenbeauftragte, Altenhilfe Fachberatung, Stadt Esslingen

 

14.30 Uhr Kaffeepause

 

15.00 Uhr Baustein 3

Neue Formen bürgerschaftlichen Engagements

Petra Schmettow

finep, Forum für internationale Entwicklung + Planung

 

Baustein 1

Eine gute Nahversorgung ist die Voraussetzung für die Alltagssorgen in unterschiedlichen Lebenslagen - und für die Funktionsfähigkeit und Lebendigkeit eines Stadtteils. Ob Geschäfte, Dienstleistungen, Arbeitsplätze, Kultur, Bildung, Betreuung und mehr auf kurzem Weg erreichbar sind, hat viel mit städtebaulichen Strukturen zu tun.

Als Einstieg dient der Kurzfilm "Mal eben um die Ecke" aus dem Medienpaket "Kurze Wege" des Landesnaturschutzverbandes, das sich auch für eigene Veranstaltungen nutzen lässt.

 

Baustein 2

Die Kommunen müssen Weichen frühzeitig richtig stellen, denn immer mehr ältere Menschen streben gemeinschaftliches und generationen-übergreifendes Wohnen an. Die Selbstgestaltung des Alltags und die Organisation des Wohnens im Alter sind Fragen auf die ebenso Antworten gefunden werden müssen wie auf die über-proportionale Nachfrage nach stationärer Betreuung. Eine vorausschauende Infrastrukturplanung berücksichtigt bei Neubauten eine multifunktionale Nutzung und eine Verknüpfung baulicher und sozialer Aspekte. Modelle für mehr Miteinander der Generationen sind gefragt.

 

Baustein 3

Dem bürgerschaftlichen Engagement kommt wegen der weit reichenden Folgen des demografischen Wandels eine immer größere Bedeutung zu. Traditionelle Familienstrukturen weichen einer zunehmenden Singularisierung. Die vielen „jungen und aktiven Alten“ stellen ein großes Potential für bürgerschaftliches Engagement dar. Dies gilt es zu mobilisieren. Wie kann eine örtliche Infrastruktur für mehr Engagement geschaffen werden? Wie können Bürger motiviert und passende Mitmachformen gefunden werden?

 

 

Sa, 28. November, 10.00 – 16.30 Uhr

Seminargebäude VHS Heilbronn 

Cäcilienstr. 54, 74072 Heilbronn
Lageplan

 

Leitung

Carmen Tittel

Heinrich Böll Stiftung, Baden-Württemberg

 

Gebühr 

30 €, erm. 15 € (inkl. Verpflegung)

Bankverbindung: BW Bank

BLZ 600 501 01, Kto. 111 085 8

 

Das Seminar ist leider ausgebucht.