Sind Frauen beschränkt?

Frauen in kommunalen Entscheidungs- und Führungspositionen

 

Sind Frauen zu dämlich, zu zurückhaltend oder haben sie keine Zeit?

Diskriminieren die Wähler oder gar die Wählerinnen?

Oder haben Parteien kein Interesse Frauen in erfolgreiche Positionen zu bringen?

 

90 Jahre nachdem das aktive und passive Frauenwahlrecht erstritten und 60 Jahre nachdem der Gleichstellungsartikel im Grundgesetz verankert wurde, sind Frauen In Deutschland noch immer eine Ausnahme in kommunalen Entscheidungs- und Führungspositionen.

 

Nur 5 Prozent der BürgermeisterInnen sind Frauen.

Über 90 Prozent aller Landkreise werden von Männern geleitet.

 

In den Kommunalparlamenten liegt der Frauenanteil in Baden-Württemberg mit  21 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 25 Prozent (Zum Vergleich: Bundestag 32 Prozent, Europäisches Parlament 30 Prozent). Aber während bundesweit in den Großstädten der Frauenanteil zwischen 30 und 40 Prozent liegt, nimmt er ab, je kleiner die Stadt und je ländlicher die Region ist. Noch immer gibt es frauenfreie Gemeinderäte.

 

Die kommunale Ebene ist die Wurzel der Demokratie; 60 Prozent der Landes- und Bundespolitikerinnen begannen dort ihre Karriere.

 

Sind Frauen zu dämlich, zu zurückhaltend oder haben sie keine Zeit?

Diskriminieren die Wähler oder gar die Wählerinnen?

Oder haben Parteien kein Interesse, Frauen in erfolgreiche Positionen zu bringen?

 

90 Jahre nachdem das aktive und passive Frauen-wahlrecht erstritten und 60 Jahre nachdem der Gleichstellungsartikel im Grundgesetz verankert wurde, sind Frauen In Deutschland noch immer eine Ausnahme in kommunalen Entscheidungs- und Führungspositionen.

 

Nur 5 Prozent der BürgermeisterInnen sind Frauen. Über 90 Prozent aller Landkreise werden von Männern geleitet.

 

In den Kommunalparlamenten liegt der Frauen-anteil in Baden-Württemberg mit 21 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 25 Prozent (Zum Vergleich: Bundestag 32 Prozent, Euro-päisches Parlament 30 Prozent). Aber während bundesweit in den Großstädten der Frauenanteil zwischen 30 und 40 Prozent liegt, nimmt er ab, je kleiner die Stadt und je ländlicher die Region ist. Noch immer gibt es frauenfreie Gemeinderäte.

 

Die kommunale Ebene ist die Wurzel der Demokratie; 60 Prozent der Landes- und Bundespolitikerinnen begannen dort ihre politische Laufbahn.

 

Das bisher umfassendste Forschungsprojekt zur kommunalpolitischen Unterrepräsentanz von Frauen in Deutschland, von der Heinrich Böll Stiftung in Auftrag gegeben, hat dieses demo-kratische Defizit unter die Lupe genommen und ist zu dezidierten Ergebnissen gekommen: ausschlaggebend sind danach vor allem Partei-strukturen und das Wahlrecht.

 

Steht dies im Gegensatz zu den Ergebnissen der Untersuchung, die vom Bundesfrauenministerium im Rahmen ihrer Kampagne „FRAUEN MACHT KOMMUNE“ vorgestellt wurde? Sie hebt auf persönliche und gesellschaftliche Faktoren ab.

 

Wir wollen dieser Kontroverse auf den Grund gehen: Welche Schlussfolgerungen ergeben sich aus den Studien? Müssen erst die Rahmenbe-dingungen verändert werden, oder geht es jetzt um mehr politische Entschiedenheit? Was brauchen Frauen außer Ermutigung und sym-bolischen Gesten? Was lehrt der europäische Vergleich?

 

mit

 

 

Lars Holtkamp und Elke Wiechmann, Institut für Politikwissenschaft der Fern-Universität Hagen, AutorInnen der Studie „Die Hälfte der Macht im Visier. Der Einfluss von Institutionen und Par­teien auf die parlamentarische Repräsentation von Frauen“, die im Auftrag der Heinrich Böll Stiftung erstellt wurde.

 

Uta Kletzing, Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e.V., leitet das Forschungsprojekt „Gender-Aspekte kommunal-politischer Partizipation“, das die EAF in Kooperation mit dem BMFSFJ durchführt.

 

Gabriele Abels, lehrt „politische Systeme Deutschlands und der EU sowie Europäische Integration“ am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen und vergleicht Frauen in der Kommunalpolitik in beispielhaften europäischen Ländern.

 

Brigitte Lösch, MdL, vertritt im Gesetzentwurf zur Änderung des Kommunalwahlrechts die Verbesserung der Wahlchancen von Frauen.

 

Dorothee Kraus-Prause, ist stellvertretende Bürgermeisterin in Bad Boll, Regionalrätin und Gemeinderätin; sie erzielte das beste Stimmer-gebnis in der Kommune, in der Frauen 8 von 14 Sitzen im Gemeinderat innehaben.

 

Kerstin Andreae, MdB, ist Sprecherin für Wirtschaftspolitik der Grünen Bundestags-fraktion, und hat Erfahrung als Gemeinderätin in Freiburg.

 

Moderation
Sabine Schlager, Moderatorin und Trainerin

 

Leitung
Annette Goerlich, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg

 

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung (Bundesstiftung).

 

Mo, 18. Mai, 17 - 20 Uhr (inkl. Imbiss)

TurmForum im Hauptbahnhof Stuttgart

 

 

 

 

Unterrepräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik:

Studie (PDF 71 Seiten, 452 KB )

 

Frauen in kommunalen Parlamenten

insbesondere in Stuttgart und
Baden-Württemberg

von

Elke Wiechmann und Lars Holtkamp

 

Lars Holtkamp, Sonja Schnittke

"Geschlechterverteilung in kommunalen Führungspositionen -

Geschlechtergerechtigkeit durch Lernen, Quote oder Wettbewerb?"

Artikel 

aus der Zeitschrift
"Alternative Kommunalpolitik" AKP

 

Gabriele Abels

Frauen in der Politik

aus: Frauen AKTIV
in Baden-Württemberg 4/2008

 Gender-Ranking deutscher Großstädte

(PDF, 2 Seiten, 32 KB)

 

Statistisches Landesamt Baden-Württemberg 

Präsenz von Frauen in den Kommunalparlamenten

Baden-Württembergs :

Presseheft (PDF 20 Seiten, 1.04 MB)

 

Pressemitteilung Statistisches Landesamt BW - Nr. 362/2008

Am 12. November vor 90 Jahren: Einführung des Frauenwahlrechts

Auch heute noch sind Frauen in den Parlamenten unterrepräsentiert

Statistik

 

Pressemitteilung Statistisches Landesamt BW – Nr. 28/2009 

Kommunalwahlen in Baden-Württemberg am 7. Juni 2009:
Frauen in den Kommunalparlamenten bislang deutlich unterrepräsentiert

Statistik

 

Dr. Ingrid Alice Mayer: Gleichstellung von Frauen und Männern auf der Kandidaten-Ebene im Wahlrecht Frankreichs / Erläuterungen zum Paritätsgesetz und Skizze seiner Wirkung, aus: Europäische Grundrechte Zeitschrift (EuGRZ) 2005, Text ( PDF 899KB )