Wo liegt der Frauen Glück?

Individualistisch aber solidarisch

aus der Reihe "Ladies Lunch on tour"

- nur für Frauen -

 

Arbeitsplätze und private Beziehungen werden unsicherer. Wie können individuelle Lebensentwürfe krisensicherer gestaltet werden? Wie kann Fürsorge gesellschaftlich belohnt werden?

 

Die Debatte um Glucken-Mütter, Rabenmütter und Gar-nicht-Mütter, um mehr Kindergeld oder mehr Betreuungsplätze, übertönt die eigentliche Frage: Wie ermöglichen wir vielfältige, gleichberechtigte Lebensentwürfe in gesellschaftlicher Solidarität?

 

Eine Generation junger erfolgreicher Frauen hält der Gesellschaft den Spiegel vor: single, kinderlos, unter dem Zwang zur Selbstperfektionierung, Selbstausbeutung, Zeitnot, überall und nirgends zu Hause... - und wo bleiben daneben die Beta-Mädchen und Jungs?

 

Ist die Frauenbewegung an die Grenzen ihrer Forderung nach Individualisierung gestoßen?  Das neue Unterhaltsrecht postuliert Eigenverantwortung, wo die Voraussetzungen dafür nicht stimmen: angefangen bei Existenz sichernden Einkommen bis zur gemeinsamen Verantwortung für Kinder und pflegebedürftige Angehörige.

 

Welches gesellschaftliche Solidaritätsmodell brauchen wir? Welche Sicherheiten kann es angesichts individualisierter, flexibilisierter und diskontinuierlicher Lebensläufe geben?

 

Es ist die Frage nach neuen, feministischen Gesellschaftsformen von Solidarität: Welche Rolle kommt dem Staat, den Unternehmen, den Individuen zu? Wie können Menschen für einander Verantwortung übernehmen, ohne in alte Abhängigkeitsstrukturen zu verfallen? Wie können wir heute Fürsorge leben? Und wie gestalten wir die Vielfalt moderner Lebensformen ohne dass jemand ins Abseits gerät?

 

 

Begrüßung 

Carmen Huckel Schneider
Vorstand Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg

 

Es diskutieren

 

Sofie Geisel

37 Jahre, arbeitet beruflich als Leiterin des Unternehmensnetzwerks „Erfolgsfaktor Familie“ und persönlich als Mutter dreier Kinder an der Vereinbarkeit von Beruf und Familie

 

Franziska Brantner

29 Jahre, neu gewählte Abgeordnete des Europäischen Parlaments von Bündnis 90/Die Grünen

 

Theresia Bareth-Lugert

56 Jahre, war 37 Jahre in der Sozialversicherung tätig, ist seit über 20 Jahren Versichertenberaterin der Deutschen Rentenversicherung Bund und seit 2 Jahren selbständige Vermögensberaterin mit dem Schwerpunkt Frauen und Altersvorsorge

 

Moderation

Anna-Lena Beilschmidt

27 Jahre, Europabeauftragte der Stadt Pforzheim

 

Ladies Lunch möchte auch informelle Vernetzungsmöglichkeiten bieten: anschließend sind die Teilnehmerinnen zum Weiterdiskutieren beim Buffet eingeladen.

 

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des länderübergreifenden Projektes “Ladies Lunch on Tour” mehrerer Landesstiftungen der Heinrich Böll Stiftung und dem Gunda-Werner-Institut der Bundesstiftung.

 

 

Do, 16. Juli

18-21 Uhr

TurmForum im Hauptbahnhof Stuttgart

 

Leitung

Annette Goerlich

Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg

 

 

 

 

Podium: (von links)
Theresia Bareth-Lugert, Sofie Geisel, Anna-Lena Beilschmidt, Franziska Brantner

 

 

 

Die jüngste Teilnehmerin.

 

 

Begrüßung
Carmen Huckel Schneider
Vorstand der Heinrich Böll Stiftung

Baden-Württemberg e.V.