Anton Holzer

Mit der Kamera bewaffnet: Krieg und Fotografie

Vortrag mit Foto

 

Der Spanische Bürgerkrieg hat die Geschichte der Kriegsfotografie nachhaltig verändert. Robert Capa wurde mit seinen Kriegsbildern zum Star der modernen Reportagefotografie. An seiner Seite – und lange Zeit in seinem Schatten – stand Gerda Taro. Die vor 100 Jahren in Stuttgart geborene jüdische Fotografin begleitete ihn 1936 nach Spanien. Der Fotohistoriker Anton Holzer geht anhand zahlreicher Bildbeispiele der Geschichte der Kriegsfotografie nach. Er zeigt, wie die Fotografie schon im 19. Jahrhundert das Schlachtfeld betreten hat. Er analysiert die gesellschaftlichen und medialen Veränderungen, die im 20. Jahrhundert zur Herausbildung der modernen Kriegsfotografie geführt haben. Immer stärker wurde die Fotografie nicht nur zu einem dokumentarischen sondern auch zum propagandistischen Instrument. Kriege wurden zu Medienkriegen, die mit den Mitteln der modernen Massenmedien ebenso ausgefochten wurden wie mit den Waffen.

 

Anton Holzer

ist Herausgeber der Zeitschrift „FOTOGESCHICHTE“, er arbeitet als Fotohistoriker, Publizist und Ausstellungskurator in Wien. Bücher u.a.: Die andere Front. Fotografie und Propaganda im Ersten Weltkrieg, Darmstadt 2007 und Das Lächeln der Henker. Der unbekannte Krieg gegen die Zivilbevölkerung 1914-1918, Darmstadt, 2008

 

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Bibliothek für Zeitgeschichte der Württembergischen Landesbibliothek und steht im Zusammenhang mit der Ausstellung „Gerda Taro. Krieg im Fokus“ vom 30. Januar bis 15. Mai im Kunstmuseum in Stuttgart (Kleiner Schlossplatz).

 

Do, 11. Februar, 18 Uhr

Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, Konrad-Adenauer-Str. 8