Gemeinsam gewollte Gesamtkonzeption – Rechtsradikale Realitäten in Deutschland

Veranstaltungsreihe

Acht Jahre nach der Selbstenttarnung des so genannten »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) hat sich in der Bundesrepublik vieles verändert – allerdings nicht dahingehend, dass die mörderische Gefahr, die von der extremen Rechten des Landes ausgeht, in allen gesellschaftlichen und politischen Kreisen ernst genommen würde.

Der Rechtsextremismus ist eine Konstante in der Geschichte der Bundesrepublik. Deshalb widmen wir uns mit der Kinemathek Karlsruhe unter dem Titel »Gemeinsam gewollte Gesamtkonzeption« in einem großen Kino-, Ausstellungs- und Diskursprogramm der Geschichte und Gegenwart der rechtsradikalen Gewalt in Deutschland.

Der Titel zitiert die Urteilsbegründung gegen Beate Zschäpe im NSU Prozess. Die Richter stellten fest, die Angeklagte habe sich »willentlich dieser gemeinsam gewollten Gesamtkonzeption« unterworfen, und so die Morde und terroristischen Aktivitäten des NSU ermöglicht. Umgekehrt eröffnet er auch die Option für eine positive Wendung: Durch einen kollektiven, zielgerichteten und bewussten Prozess ist eine demokratische, offene und tolerante Gesellschaft als gemeinsam gewollte Gesamtkonzeption aller Demokrat*innen zu verteidigen.

Fr, 22. November, 19 Uhr, Karlsruhe
Eröffnung mit dem Film »Der zweite Anschlag«
(D 2018, Regie: Mala Reinhardt, 62 min)
Kinemathek Karlsruhe
Kaiserpassage 6, 76133 Karlsruhe

Weitere Veranstaltungen bis 9. Februar 2020.

@PRSPCTV Productions

In Kooperation mit: