Nach Trump die Sintflut? Die Auswirkungen des US-Ausstiegs aus dem Pariser Klimaabkommen

Vortrag von Dr. Joschka Wanner, Institut für Weltwirtschaft, Kiel


Im Pariser Klimaabkommen haben sich in einem historischen Übereinkommen im Dezember 2015 fast 200 Länder auf Maßnahmen verständigt, um die globale Erwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Wie stark gefährdet der Rückzug der Vereinigten Staaten die Wirksamkeit des Abkommens? Dr. Joschka Wanner zeigt auf, dass die angestrebte Reduktion der globalen Emissionen doppelt betroffen ist. Zum einen unternehmen die USA selbst keine Anstrengungen mehr, ihren Treibhausgasausstoß vereinbarungsgemäß zu senken. Zum anderen läuft ein Teil der klimapolitischen Maßnahmen der Pariser Mitgliedsstaaten ins Leere, weil sie durch Emissionssteigerungen in den Vereinigten Staaten ausgeglichen werden. Wanner diskutiert das Ausmaß dieser beiden Effekte und stellt eine mögliche Politik vor, die den Schaden des US-Rückzugs eindämmen könnte.

Dr. Joschka Wanner lehrt und forscht am Lehrstuhl für Empirische Wirtschaftsforschung an der Universität Bayreuth zu Internationalem Handel, den Auswirkungen der Globalisierung auf die Umwelt sowie zu internationalen Klimaabkommen. Aktuell wechselte er zum Kieler Institut für Weltwirtschaft.

In Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut Tübingen

Mitschnitt

 

Termin: 25. April 2020, 16:00 Uhr