„Nacht und Nebel“ – Die Mörder sind unter uns oder: Der Film, mit dem alles anfing

Film und Vortrag mit Hannes Heer

Das mehrfach preisgekrönte halbstündige Dokumentarstück war der erste Film über das KZ Auschwitz. Alain Resnais hatte 1955 vor Ort in Farbe gedreht und die Schwarz-Weiß-Dokumente aus Archiven eingefügt.

Zehn Jahre nach Kriegsende erinnerte Resnais daran, dass die BRD aus dem Schweigen zur Schuldfrage eine lautstarke Rehabilitierung und Amnestierung der Nazi-Eliten gemacht hatte. Weil "Nacht und Nebel" dieses Konstrukt radikal in Frage stellte, ließ die Bundesregierung den Film im April 1956 aus dem Programm streichen. Aber anders als früher gab es diesmal einen internationalen Skandal, Proteste in Westdeutschland und die Aufführung des Films bei der Berlinale. Der Historiker Hannes Heer ordnet dies als einen Wendepunkt in der bundesdeutschen Erinnerungspolitik ein.

 

Do, 30. Januar, 19.30 Uhr, Konstanz

Wolkensteinsaal im Kulturzentrum am Münster

Wessenbergstraße 43, 78462 Konstanz

 

Der Eintritt ist frei.

 

Eine Veranstaltung anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus in Kooperation mit der Initiative Stolpersteine e.V. Konstanz, der vhs Konstanz e.V. und Seemoz e.V.