Respekt für Griechenland? Verantwortung für deutsche Kriegsverbrechen und die Debatte um Entschädigung

Lesung und Diskussion

 

Während der Besatzung Griechenlands beging Wehrmacht und SS schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Diese Kriegsverbrechen spielten in der deutschen Erinnerung kaum eine Rolle. Dabei sind diese Ereignisse bestimmend für die komplexen griechisch-deutschen Beziehungen, wie etwa in der Staatsschuldenkrise, und zuletzt in der Forderung nach Reparationen manifest wurde. Wolfgang Schorlau hat in seinem Roman „Der große Plan“ die historische Dimension der deutschen Schuld im Kontext der sog. Griechenlandrettung herausgearbeitet.

Der Verein Respekt für Griechenland will an die deutschen Kriegsverbrechen erinnern und tritt u.a. für die Einrichtung eines Fonds zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raums ein – unter besonderer Berücksichtigung der von der Wehrmacht zerstörten Dörfer.

Nach einer Lesung von Wolfgang Schorlau werden Lisa Badum (MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied der deutsch-griechischen Parlamentariergruppe), Andreas Poltermann (Initiative Respekt für Griechenland) und der Autor darüber diskutieren, wie eine angemessene Wahrnehmung der deutschen Verantwortung für diese Verbrechen aussehen könnte.

 

Moderation: Carla Sappok, SWR

 

Di, 17. März, 19.30 Uhr, Stuttgart

Hospitalhof Stuttgart, Paul-Lechler-Saal

Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

 

Eintritt frei

 

In Kooperation mit dem Evang. Bildungszentrum Hospitalhof.

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