Fleischatlas 2021

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Hier geht es zum Online-Dossier mit unter anderem ausgewählten Beiträgen aus dem Atlas, drei Videos, einem Podcast und allen Grafiken zum Download. 

Vor acht Jahren haben wir den ersten Fleischatlas veröffentlicht. Seitdem hat sich in Deutschland einiges verändert. In Gesellschaft, Medien und Wissenschaft ist Fleisch inzwischen als kritisches Thema etabliert. Konsumenten und Konsumentinnen greifen immer häufiger zu vegetarischen Produkten oder zu Fleisch aus besserer Haltung. Die deutsche Agrarpolitik hingegen pflegt ihre Verweigerungshaltung. Neue Konzepte gibt es, doch leider wird die Umsetzung im Landwirtschaftsministerium verschleppt.

Daher soll dieser Atlas all diejenigen in ihrer Arbeit und ihrem Engagement unterstützen, die sich für Klimagerechtigkeit einsetzen. Er beleuchtet die Probleme, die aus der industriellen Fleischproduktion entstehen und liefert neue Daten und Fakten zu Themen, die wir auch zuvor schon aufgegriffen haben. Zwar mangelt es noch an positiven Trends, doch es wird deutlich, dass viele, gerade auch junge Menschen die Machenschaften der Fleischindustrie nicht mehr hinnehmen wollen und sich zunehmend für Klima, Nachhaltigkeit, Tierwohl und Ernährung interessieren und einsetzen. Das ist großartig. Darum möchten wir mit diesem Atlas vor allem ihr Engagement mit Informationen stärken.

Der Atlas liefert in 19 Kapiteln und 51 Infografiken Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel. 

Produktdetails
Veröffentlichungsdatum
Januar 2021
Herausgeber
Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und Le Monde Diplomatique
Seitenzahl
52
Lizenz
Sprache der Publikation
Deutsch
Inhaltsverzeichnis

IMPRESSUM

VORWORT

  • ZWÖLF KURZE LEKTIONEN: ÜBER FLEISCH UND DIE WELT
  • KONSUM: ALLTAGSESSEN UND LUXUSGUT
    Die globale Nachfrage nach Fleisch steigt durch Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum weiter an, allerdings langsamer als noch vor zehn Jahren. Geflügel macht dabei einen immer größeren Anteil aus. Die großen Unterschiede beim Pro-Kopf-Konsum zwischen Ländern und Bevölkerungsgruppen bestehen fort.
  • HANDEL: IN DIE FALSCHE RICHTUNG
    Beim Assoziierungsabkommen zwischen der EU und vier Mercosur-Staaten geht es um viel Fleisch und Futtermittel, den Regenwald und das Klima. Aber die EU hat Angst vor billigen Importen, und der Widerstand wächst. Ob das Abkommen in Kraft tritt, ist deshalb fraglich.
  • PRODUKTION: EINE PROBLEMATISCHE NAHRUNG UND IHRE GROSSEN ERZEUGER
    Globalisierung und Reformen in vielen Ländern Asiens und Osteuropas haben die Produktion tierischer Erzeugnisse in den letzten Jahrzehnten erhöht. Tierseuchen tragen dazu bei, dass die kleinbäuerlichen Betriebe verlieren.
  • FUTTER: ERNTEN, BIS DER VIEHTROG VOLL IST
    Über ein Drittel aller Feldfrüchte weltweit landet in den Mägen von Nutztieren – allein eine Milliarde Tonnen Soja und Mais jährlich. Die Futtermittel- industrie und die Tierhalter wollen das noch steigern.
  • KONZERNE: DAS ZIEL IST MARKTMACHT – VOM STALL BIS ZUM KÜHLREGAL
    Globale Fleischkonzerne spielen eine wichtige Rolle bei der Frage, wie Fleisch und Futter- mittel produziert, transportiert und gehandelt werden. Ernährung ist lukrativ: Unter den 100 größten Lebensmittel-undGetränkemultisder Welt finden sich auch die zehn umsatzstärksten Schlacht- und Weiterverarbeitungsbetriebe.
  • PASTORALISMUS: KARGES LAND UND REICHER NUTZEN
    Mobile Hirtenvölker ziehen mit ihren Nutztieren noch über die abgelegensten Weiden. Diese Wirtschaftsform, der Pastoralismus, ist ökonomisch bedeutend und klimafreundlich, aber auch stark bedroht.
  • KLIMA: DER FUSSABDRUCK DER TIERE
    Der Anteil der Viehzucht an den globalen Treibhausgasemissionen wird oft unterschätzt, doch in der Klimarechnung hinterlassen die Nutztiere und ihr Futter deutliche Spuren. Es gibt Vorschläge, das zu ändern.
  • PESTIZIDE: IN DER EU VERBOTEN, IN SÜDAMERIKA ERLAUBT
    Weltweit steigt die Verwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft. Einige der gefährlichsten Stoffe wurden in der EU bereits verboten, kommen in anderen Teilen der Welt aber im großen Stil zum Einsatz. Viele sind für den Anbau von Soja und Mais bestimmt, die meist im Futtertrog von Nutztieren landen.
  • WASSER: DER UNSICHTBARE DURST DER TIERE – UND IHRES FUTTERS
    In allen tierischen Produkten steckt auch ein Wasserfußabdruck. Dabei ist nicht die Gesamtmenge zu betrachten, sondern nach Wasserkategorien zu unterscheiden. Grünes Wasser gibt es genug – auf möglichst wenig blaues und graues Wasser kommt es an.
  • MOORE: WIEDERVERNÄSSUNG ALS CHANCE
    In vielen Teilen Europas werden Rinder auf entwässerten Moorböden gehalten. Bis heute speichern diese Flächen enorme Mengen CO2, doch seit ihrer Trockenlegung emittieren sie das Treibhausgas. Die klimaverträgliche Nutzung mit EU-Mitteln zu organisieren wäre Aufgabe der Agrarministerien in den Mitgliedsstaaten.
  • ANTIBIOTIKA: ZU VIEL DAVON IM TIERSTALL – UND EINE GEFAHR FÜR DIE MENSCHEN
    Antibiotika helfen bei vielen Erkrankungen. Das große Problem: Erreger in Menschen und Tieren können gegen Antibiotika resistent werden, eine tödliche Gefahr. Doch in der Nutztierhaltung werden sie noch immer nicht sparsam genug eingesetzt.
  • PANDEMIEN: GEFÄHRLICHE KONTAKTE
    Viehzucht und Fleischverzehr sind Ursachen für den Ausbruch von Krankheiten, die von Wildtieren auf Menschen übergehen. Solche Zoonosen können katastrophal sein – wie im Fall von Covid-19.
  • JUGENDUMFRAGE: WENIGER FLEISCH, MEHR FUTURE
    Im Vergleich mit der Gesamtbevölkerung ernähren sich doppelt so viele 15- bis 29-Jährige vegetarisch oder vegan. Für viele junge Erwachsene ist der Verzicht auf Fleisch ein politisches Statement.
  • PRODUKTION IN DEUTSCHLAND: RABIATER STRUKTURWANDEL
    Die Zahl der Tierhaltungen in Deutschland sinkt seit Jahrzehnten – und zwar schnell. Finanzkräftige Betriebe vergrößern dagegen ihre Bestände noch. Bei der Verteilung der Tiere und beim Ökoanteil unterscheiden sich die Regionen stark.
  • SCHLACHTHÖFE IN DEUTSCHLAND: KLIMA DER ANGST
    Die Corona-Infektionen haben ein grelles Licht auf die schlechten Arbeitsverhältnisse in deutschen Schlachthöfen geworfen. Es müsste, gegen den Trend, mehr staatliche Kontrollen geben.
  • VERSCHWENDUNG IN DEUTSCHLAND: VIEL ZU WENIG WIRD VERMIEDEN
    Entlang der gesamten Wertschöpfungs- kette verenden Tiere und werden Hunderttausende Tonnen Fleisch vergeudet. Die Verschwendung von Ressourcen für deren Produktion ist enorm.
  • KULTURWANDEL: VERHÄNGNISVOLLE SYMBOLIK
    Kritik am Fleischverbrauch muss es mit vielem aufnehmen: mit geschicktem Marketing, gesellschaftlichen Werten und Traditionen. Für einen reduzierten Fleischkonsum müssen sich langfristig die sozialen Normen ändern.
  • ERSATZPRODUKTE: ÜBERALL WIRD EXPERIMENTIERT
    Veganer und vegetarischer Ersatz für Fleisch und Wurst wird schnell beliebter – und für Großkonzerne attraktiv. Als Nächstes entbrennt wohl die Konkurrenz mit In-vitro-Fleisch. Start-ups mit Produkten aus dem Labor sprießen aus dem Boden.
  • POLITIK: NÄCHSTE SCHRITTE
    Längst haben zivilgesellschaftliche Organisationen Vorschläge für eine klima- und umweltfreundliche Tierhaltung ausgearbeitet. Doch Fortschritte zeichnen sich nur bei den Haltungssystemen ab.

AUTORINNEN UND AUTOREN, QUELLEN VON DATEN, KARTEN UND GRAFIKEN

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