Von Mölln bis nach Hanau: Erinnern heißt verändern Denkschrift Eine würdige Erinnerungskultur muss die Kontinuität rechter Gewalt in den Blick nehmen und Konsequenzen ziehen. Eine Denkschrift über die Praxis des Erinnerns als Mahnung zur Veränderung und über die Erfahrungen der migrantischen Selbstorganisation von Newroz Duman, Aktivistin der Initiative 19. Februar in Hanau und İbrahim Arslan, Aktivist und Überlebender der rassistischen Brandanschläge von Mölln 1992. Newroz Duman, İbrahim Arslan
Hanau – und die fatale Konkurrenz zwischen Frauen- und Migrationspolitik Feministischer Zwischenruf Um tödlichen Rassismus in den Behörden zu überwinden, braucht es eine radikal veränderte, auf Vielfalt und Antidiskriminierung ausgerichtete Personalpolitik. In Berlin wurde diese von Frauenministerin Giffey und der SPD gerade blockiert. Dr. Ines Kappert
„Auch Männer werden nicht als Männer geboren, sondern zu Männern gemacht” Interview Ein Geschlechterforscher und ein Fachmann mit aktivistischem Hintergrund entwerfen gemeinsam einen „Orientierungsrahmen“ für eine „geschlechterreflektierte“ Arbeit mit Jungen, Männern und Vätern. Thomas Gesterkamp
Systemversagen in den Sicherheitsbehörden: (Was) Haben wir aus dem NSU gelernt? Reflexion Mehmet Daimagüler ist Strafverteidiger und war Nebenklagevertreter im NSU-Prozess. Fast zehn Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU und vor dem Hintergrund jahrelanger Bagatellisierung und mangelnder Aufarbeitung rechter Gewalt hinterfragt er, ob wir als Gesellschaft – und als Einzelpersonen – aus dem sogenannten NSU gelernt haben. Mehmet Gürcan Daimagüler
Bahnstadt Heidelberg – ein Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung? Die Bahnstadt in Heidelberg ist die größte Passivhaussiedlung der Welt. Doch aus Perspektive der (sozial) nachhaltigen Stadtentwicklung gibt es auch Kritikpunkte an dem Quartier. Felix Grädler
Drei Infrastrukturen für die Zukunft Infrastrukturatlas Mit gezielten Infrastrukturinvestitionen können wichtige Impulse für die soziale und ökologische Modernisierung gesetzt werden. Gute Beispiele sind die Kinderbetreuung, das Bahnnetz und Wasserstoff als Teil der Energiewende. Prof. Dr. Sebastian Dullien
Was von CO2-Preisen zu erwarten ist – und was nicht Kommentar CO2 -Emissionen müssen einen Preis bekommen, gleichzeitig ist das kein „Allheilmittel“ für die sozial-ökologische Modernisierung. Stefanie Groll über die Bedeutung und die Rolle von CO2-Bepreisung für ambitionierten Klimaschutz. Dr. Stefanie Groll
„Wie lange müssen wir noch im Mittelmeer ertrinken?“ Interview In seinem Buch „Ich will doch nur frei sein“ beschreibt Filimon Mebrhatom seine Flucht vor der Militärdiktatur in Eritrea und seine Ankunft in Deutschland. Was ihn dazu bewegte, seine Geschichte aufzuschreiben und welche Botschaft er für europäische Politiker*innen hat, erzählt er im Zwischenraum-Interview.
Historische Chance auf wackligen Füßen: Die neue US-Regierung und die globale Ordnung Kommentar Die Wahl von Joe Biden und Kamala Harris ist eine historische Chance. Beide stehen für ein politisches Bekenntnis zur liberalen Demokratie und ein gesellschaftliches Bekenntnis zum Miteinander statt Gegeneinander. Bastian Hermisson
Queere Frauen in Uganda: "Überstürz dein Coming-Out nicht" Interview In Ostafrika hält sich das gesellschaftliche Bild, dass Homosexualität „unafrikanisch“ sei und wird von Politik und Kirche massiv für den eigenen Machterhalt propagiert. Tatsächlich hat es queere Lebens- und Liebesform in Uganda immer gegeben, was dagegen importiert wurde, ist die Homophobie. Wir sprachen mit SSenfuka Joanita Warry über queeren Aktivismus in Uganda und darüber, warum sie jede Gelegenheit ergreift, die sich ihr bietet, um ihre Meinung zu äußern und falsche Vorstellungen über Homosexualität richtig zu stellen. Claudia Simons