Das Ludendorff-Netzwerk in Baden-Württemberg

Dossier Rechtspopulismus in BW

Das völkische Ludendorff-Netzwerk, das die antisemitische und rassistische Ideologie von Mathilde Ludendorff (18771966) verbreitet, ist Teil der extremen Rechten und seit Jahrzehnten in Deutschland aktiv. Das Netzwerk besteht aus zahlreichen Vereinen, Unternehmen und Immobilien. In einigen Fällen sind Verbindungen nach Baden-Württemberg erkennbar. Die Vorsitzende des Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V. wohnt im Hohenlohekreis, die Geschäftsführerin der Lühe-Verlag GmbH im Landkreis Heilbronn. Die Ludendorff-Gedenkstätte e.V. hat ihren Sitz in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart und der Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V. besitzt ein altes Bauernhaus im Landkreis Schwäbisch Hall. Der Arbeitskreis für Lebenskunde e.V. nutzte in der Vergangenheit das Haus, um Ferienlager durchzuführen. In den Lagern wird die „Lebenskunde“ Mathilde Ludendorffs gelehrt. Zuletzt haben im Haus nicht nur Veranstaltungen vom Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V., sondern auch geheime Vernetzungstreffen der militanten Neonazi-Szene stattgefunden.

Mathilde Ludendorff im Spruchkammerverfahren (1949) © Ullstein

Die völkische Bewegung & das „Haus Ludendorff“

Die Völkische Bewegung[1], die im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts entstand, war eine antisemitische, nationalistische, rassistische und militaristische Bewegung im Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Sie glorifizierte die „deutsche Eigenart“ und propagierte den „Rassenkampf“ gegen die jüdische Bevölkerung. Eine führende Rolle spielte der Alldeutsche Verband[2] (gegründet 1891). Er initiierte die Gründung des Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes (gegründet 1919), der Anfang der 1920er-Jahre zur Massenorganisation wurde. Die völkische hatte mit der nationalsozialistischen Bewegung sowohl ideologische als auch personelle Schnittmengen. So führte der Weg einflussreicher Nationalsozialisten über völkische Organisationen. Zum Beispiel waren die NSDAP-Funktionäre Reinhard Heydrich und Julius Streicher im Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund aktiv[3].

Der Weltkriegsgeneral Erich Ludendorff (1865–1937), der nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Sturz der Monarchie im Deutschen Reich ideologisch erschüttert war, schloss sich der völkischen Bewegung an. Er versuchte, die einzelnen Strömungen der Bewegung zu einen, um ein gesamtvölkisches Großdeutschland zu erschaffen. Um die junge Weimarer Demokratie zu stürzen, nahm er am „Kapp-Lüttwitz-Ludendorff-Putsch“ (1920) und am „Hitler-Ludendorff-Putsch“ (1923) teil. Zwar scheiterten die Umsturzversuche, aber sie führten das politische System in eine tiefe Krise. Während Adolf Hitler wegen seiner führenden Rolle beim „Marsch auf die Feldherrnhalle“ in München (Bayern) im Gefängnis saß, versuchte Ludendorff, den Zusammenschluss der völkischen Bewegung voranzutreiben. Nach der Haftentlassung 1924 brach Ludendorff mit Hitler. Aus Kooperation wurde Konkurrenz um die Vormachtstellung im gesamtvölkischen Lager.

Die Ärztin Mathilde Ludendorff, geborene Spieß, verheiratete und verwitwete von Kemnitz, verheiratete und geschiedene Kleine) wurde in Wiesbaden geboren und studierte Medizin in Freiburg, Berlin und München. Um 1920 nahm Mathilde Ludendorff erste Kontakte zur nationalsozialistischen sowie zur völkischen Bewegung auf. In der Folge referierte sie im Rahmen nationalsozialistischer und völkischer Tagungen und wurde Adolf Hitler vorgestellt. Einige Jahre später, im Juli 1931, schrieb der NS-Ideologe Alfred Rosenberg in den Nationalsozialistischen Monatsheften, Mathilde Ludendorff habe sich Hitler in den frühen 1920er-Jahren „als Führerin“ angeboten. Jedoch sei ihr mitgeteilt worden, „daß dafür in der NSDAP keine Verwendung bestünde“[4]. Mathilde lernte Erich Ludendorff im Jahr 1923 durch Gottfried Feder – den Autor des NSDAP-Programms – kennen[5].

Das „Haus Ludendorff“ (1926) © Süddeutsche Zeitung
Das „Haus Ludendorff“ (1926) © Süddeutsche Zeitung

Bild entfernt.Das war der Ursprung der Ludendorff-Bewegung: Erich und Mathilde Ludendorff teilten eine Ideologie. Gemeinsam führten sie die Ludendorff-Bewegung, gemeinsam hielten sie Vorträge, gemeinsam schrieben sieBücher. Erich Ludendorff schrieb eine Biographie über seine Ehefrau, Mathilde Ludendorff schrieb eine Biographie über ihren Ehemann: „Mathilde Ludendorff. Ihr Werk und Wirken“ (1937) und „Erich Ludendorff. Sein Wesen und Schaffen“ (1938). Kurzum: Erich und Mathilde Ludendorff waren das „Haus Ludendorff“. Die Ludendorff-Bewegung war „eine der bekanntesten Gruppierungen in der völkischen Bewegung der Weimarer Republik“[6]. Sie bestand aus 10.000 bis 15.000 Menschen[7].

Das „Haus Ludendorff“ & die „Deutsche Gotterkenntnis“

Der völkisch-militaristische Tannenbergbund, benannt nach der Schlacht bei Tannenberg im Ersten Weltkrieg, wurde im September 1925 gegründet. Die Schirmherrschaft übernahm Erich Ludendorff. Für die Entwicklung der Ludendorff-Bewegung ist der Tannenbergbund von entscheidender Bedeutung. Denn er ist die „Keimzelle aller späteren Gruppierungen und Organisationen“[8]. Ab 1927 intensivierten Erich und Mathilde Ludendorff, die im September 1926 in Tutzing (Bayern) heirateten, ihre Arbeit im Tannenbergbund. Das „Haus Ludendorff“ veröffentlichte die „Kampfziele“. In den „Kampfzielen“ wurden die ideologischen Parallelen zwischen der nationalsozialistischen und der völkischen Bewegung deutlich: Brechung der „jüdischen Zinsknechtschaft“, „Entjudung“ des Staates und der Wirtschaft und Verhinderung der „Rassenschande“. Gleichzeitig wurden Differenzen deutlich. So warf die Ludendorff-Bewegung der nationalsozialistischen Bewegung vor, „romhörig“ zu sein. Die NSDAP war dem „Haus Ludendorff“ in Sachen Kirchenpolitik zu lasch. 1929 gründete das „Haus Ludendorff“ die Ludendorffs Verlag GmbH mit Sitz in München. Die Zeitschrift Ludendorffs Volkswarte wurde zum Hauptpresseorgan der Ludendorff-Bewegung. Der Untertitel lautete: „Sieg der Wahrheit: der Lüge Vernichtung“.

Mathilde Ludendorff begründete im Laufe der 1920er-Jahre die „Deutsche Gotterkenntnis“. Das war die ideologische Grundlage der Ludendorff-Bewegung. Ihr Ehemann sah in der „Deutschen Gotterkenntnis“ das „größte Geschenk“ an die Menschheit und die „größte Revolution, die die Welt seit Jahrtausenden, ja je erlebt“[9]hat. Die Historikerin Annika Spilker hingegen sieht in der „Deutschen Gotterkenntnis“ ein „radikal antisemitisches und antichristliches völkisch-religiöses Deutungssystem“[10]. Spilker promovierte zur Biographie und Ideologie Mathilde Ludendorffs. Sie veröffentlichte ihre Promotionsarbeit im Buch „Geschlecht, Religion und völkischer Nationalismus. Die Ärztin und Antisemitin Mathilde von Kemnitz-Ludendorff (1877-1966)“.

In unzähligen Büchern thematisierte Mathilde Ludendorff ihre völkisch-religiösen Gedanken. Wichtige Bücher heißen „Triumph des Unsterblichkeitswillens“ (1921), „Der Seele Ursprung und Wesen“ (Trilogie, 1923-27) und „Deutscher Gottglaube“ (1927). Die Grundlage der „Deutschen Gotterkenntnis“ ist eine antisemitische Rassenlehre vom Menschen. Ludendorff behauptete, es gebe „Edelrassen“ (bzw. „Lichtgeborene“, v.a. die „nordische Rasse“) und „Niederrassen“ (bzw. „Schachtgeborene“, v.a. die „jüdische Rasse“). Die Unterscheidung wurde in der Schrift „Selbstschöpfung“ (1927) eingeführt[11]. Jede Rasse besitze die Fähigkeit zum „ureigenen Gotterleben“. Allerdings stünden die „Edelrassen“ der Gotterkenntnis näher. Da jede Rasse ihren „Rassecharakter“ vererbe, und die „Niederrassen“ eine „Rassemischung“ forcierten, werde die „rassische Eigenart des Gotterlebens“ bedroht[12].

Der völkisch-religiöse Verein Deutschvolk wurde im März 1930 gegründet. Er war eine Nebenorganisation des Tannenbergbundes. Der Verein sollte die Anerkennung der „Deutschen Gotterkenntnis“ als Religionsgemeinschaft im Sinne der Weimarer Reichsverfassung ermöglichen. Ein Schwerpunkt des Vereins lag in der Kinder- und Jugenderziehung[13]. Früh sollte eine Bindung zur „Deutschen Gotterkenntnis“ geschaffen werden. Die Zeitschrift Am heiligen Quell Deutscher Kraft, die ab 1930 in der Ludendorffs Verlag GmbH erschien, wurde zum offiziellen Presseorgan des Vereins. In den letzten Jahren der Weimarer Republik bestand eine teils persönliche, teils politische Rivalität zwischen Nationalsozialisten und Völkischen. Nachdem die Nationalsozialisten an die Macht gekommen waren, wurden Deutschvolk und Tannenbergbund – trotz ideologischer Nähe zwischen nationalsozialistischer und völkischer Bewegung – am 22. September 1933 verboten. Die Verbote waren das Ergebnis der Konkurrenz zwischen den Bewegungen. Zwar wurde die Zeitschrift Ludendorffs Volkswarte verboten, aber die Zeitschrift Am heiligen Quell Deutscher Kraft nicht. Das „Haus Ludendorff“ konnte seine Publikationstätigkeit fortsetzen. Fortan schlugen Erich und Mathilde Ludendorff einen gemäßigteren Ton an.

Eine Annäherung zwischen der Ludendorff-Bewegung und den Nationalsozialisten war die Folge. Am 30. März 1937 fand eine Aussprache zwischen Erich Ludendorff und Hitler statt. Sie zeigte Wirkung: Hitler erlaubte die Gründung eines nationalreligiösen Vereins. So gründete Ludendorff den Bund für Deutsche Gotterkenntnis. Hitler erkannte den Verein als Religionsgemeinschaft und die „Deutsche Gotterkenntnis“ als dritte Konfession im NS-Staat an. Als Erich Ludendorff am 20. Dezember 1937 starb, schickte Hitler ein Beileidstelegramm an Mathilde Ludendorff. Er schrieb: „Mit dem großen Soldaten und Feldherrn Ludendorff verliert das deutsche Volk einen seiner besten und treuesten Söhne, dessen Arbeit im Krieg und im Frieden nur dem Wohle Deutschlands galt. Sein Name wird in der Geschichte ewig weiterleben.“[14] Ludendorff erhielt ein offizielles Staatsbegräbnis in München.

Das Spruchkammerverfahren gegen Mathilde Ludendorff

Der NS-Staat organisierte im November 1938 gewaltsame Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung. Die Nationalsozialisten zerstörten Synagogen und Betstuben, plünderten jüdische Geschäfte und Wohnungen, schändeten jüdische Friedhöfe. Sie ermordeten hunderte Juden und Jüdinnen, sie inhaftierten zehntausende Juden und Jüdinnen in Konzentrationslagern. Nur wenige Monate nach den Novemberpogromen veröffentlichte Mathilde Ludendorff, die „Urgroßmutter des deutschen Antisemitismus“[15], das Buch „Die Judenmacht, ihr Wesen und Ende“ (1939). Der Sammelband, der Artikel von Erich und Mathilde Ludendorff aus den 1920er- und 1930er-Jahren bündelte, war ein „publizistischer Höhepunkt ihrer antisemitischen Polemik“[16].

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Die Antisemitin Mathilde Ludendorff (1960) © DER SPIEGEL 8/1960
Die Antisemitin Mathilde Ludendorff (1960) © DER SPIEGEL 8/1960

Im Buch schrieb Mathilde Ludendorff: „Des Juden religiöses Ziel ist […] ein politisches: die Unterjochung und Enteignung aller Völker.“[17]. Christen und Freimaurer unterstützten das jüdische Weltherrschaftsziel. Sie seien „Kampfscharen Judas“ und „künstliche Juden“[18]. Mathilde Ludendorff propagierte den „volkrettenden Antisemitismus“[19]. Es sei „hohe Zeit, den Antisemitismus ethisch in der Seele jedes Deutschen tief zu untermauern, damit die Versuche der Verharmlosung der Rolle der Juden in unserem Volke, und wenn möglich in den anderen Völkern der Erde, nicht mehr gelingen können“[20]. Sie sah im Handeln des NS-Staates gegenüber der jüdischen Bevölkerung einen „Abwehrkampf der Deutschen Rasse gegen das jüdische Volk“[21].

1945, nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht und der deutschen Niederlage im Zweiten Weltkrieg, wurde der Bund für Deutsche Gotterkenntnis durch die Alliierten verboten. Allerdings wurde der Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) bereits im November 1946 in das Vereinsregister eingetragen[22]. Dennoch blieb die Zukunft der Ludendorff-Bewegung ungewiss: 1947 beauftragte die Spruchkammer Starnberg im Rahmen der Entnazifizierung den Journalisten Winfried Martini, ein Gutachten über Mathilde Ludendorff zu erstellen. Die Ergebnisse seiner Recherchen veröffentlichte Martini in der Broschüre „Die Legende vom Hause Ludendorff“ (1949). Laut Martini sei Mathilde Ludendorff „vom Judenhaß geradezu besessen“[23]. Er resümierte, es sei „unverständlich, daß sowohl die Ludendorff wie ihre Gemeinde heute wieder die Möglichkeit haben, sich in dem ‚Bund für Gotterkenntnis‘ […] zu organisieren und propagandistisch tätig zu sein“[24].

1949 gründete Franz Freiherr Karg von Bebenburg, der Schwiegersohn von Mathilde Ludendorff, den Verlag Hohe Warte als Einzelunternehmen in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart[25]. Im Oktober 1949 erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift Der Quell. Der Untertitel lautete: „Zeitschrift für Geistesfreiheit“. In demselben Jahr führte die Spruchkammer München die Verhandlung gegen Mathilde Ludendorff. Die zentrale Frage lautete: Welche Rolle spielte sie im NS-Staat? Das Verfahren war ambivalent: Einerseits betonte Ludendorff, sie lehne den Nationalsozialismus ab. Andererseits stellte Ludendorff ihr antisemitisches Weltbild zur Schau. Zum Beispiel behauptete sie, Hitler und die NSDAP seien nicht durch die Deutschen, sondern durch die „weltmächtigen Großbanken der Wallstreet“ an die Macht gekommen[26]. Am 05. Januar 1950 fiel das Urteil: Die Spruchkammer stufte Ludendorff als „Hauptschuldige“ ein. Ein Jahr später, am 08. Januar 1951, wurde das Urteil im Zuge eines Berufungsverfahrens abgemildert. Ludendorff wurde als „Belastete (Aktivistin)“ eingestuft. Das hatte Folgen: Ludendorff musste die Hälfte des Vermögens abgeben und einen Großteil der Prozesskosten tragen. Ihr wurde verboten, ein öffentliches Amt zu bekleiden und als Lehrerin, Predigerin oder Schriftstellerin tätig zu sein[27].

Mathilde Ludendorff im Spruchkammerverfahren (1949) © Ullstein
Mathilde Ludendorff im Spruchkammerverfahren (1949) © Ullstein

Der Tod Mathilde Ludendorffs

Am 15. Mai 1961 wurde das Ludendorff-Netzwerk – der Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V. und der Verlag Hohe Warte – durch das bayrische Innenministerium verboten. Das Netzwerk hatte knapp 4.000 Mitglieder[28]. Zehn Tage später zogen die übrigen Innenministerien der westdeutschen Bundesländer, u.a. das baden-württembergische Innenministerium nach. Das Ludendorff-Netzwerk verfügte zum Zeitpunkt des Verbots über 16 Stützpunkte in Baden-Württemberg[29]. Sechs von 131 Hausdurchsuchungen fanden im Südwesten statt. Bücher, Kassenbelege, Mitgliedslisten und Vortragsmanuskripte wurden beschlagnahmt.

Das Ludendorff-Netzwerk legte Beschwerden gegen die Verbote ein. Es führte 23 Prozesse gegen Innenministerien und Regierungspräsidien[30]. Verwaltungsgerichte mehrerer Bundesländer gaben den Beschwerden Recht. Beispielsweise urteilte das Verwaltungsgericht Stuttgart, das baden-württembergische Innenministerium habe keine Befugnis, ein Verbot gegen einen Verein, der seinen Sitz in Bayern hat, auszusprechen. In Bayern hingegen wurde das Verbot im Jahr 1965 durch das Verwaltungsgericht München bestätigt.

Erst 1976, mehr als ein Jahrzehnt später, hob das Bundesverwaltungsgericht das Verbot des Ludendorff-Netzwerks aufgrund von Verfahrensfehlern auf[31]. Die Weltanschauungsgemeinschaft Gotterkenntnis Mathilde Ludendorff e.V. (Sitz: Tutzing/Bayern) – eine Ersatzorganisation, die 1970 im Kontext des langwierigen Verbotsverfahrens gegründet wurde – ist laut Vereinsregister Anfang der 1980er-Jahre wieder aufgelöst worden. Fortan durften der Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V. und der Verlag Hohe Wartewieder tätig sein.

All das erlebte Mathilde Ludendorff nicht mehr: Sie war am 12. Mai 1966 in Tutzing gestorben. Über den „Tod in Tutzing“ schrieb DIE ZEIT: „Das Leben einer Frau fand damit ihr Ende, die Geschichte machte. Unrühmliche Geschichte. Eine Bewegung wurde ihrer ‚Führerin‘ beraubt, die jahrzehntelang Verwirrung in den Köpfen vieler Tausender stiftete […].“[32]

Das Ludendorff-Netzwerk in Baden-Württemberg – ein Überblick

Die Bedeutung der „Deutschen Gotterkenntnis“, der antisemitischen Ideologie Mathilde Ludendorffs, hat im Laufe des vergangenen Jahrhunderts rasant abgenommen. In der Weimarer Republik folgten zehntausende Menschen, am Ende des Zweiten Weltkrieges einige tausend – und heute, im 21. Jahrhundert, nur noch einige hundert. Die Anhänger und Anhängerinnen der „Deutschen Gotterkenntnis“ bilden (im politikwissenschaftlichen Sinne) keine Bewegung, sondern ein Netzwerk. Das Ludendorff-Netzwerk ist ein bundesweites Netzwerk. Es besteht aus zahlreichen Vereinen, Unternehmen und Immobilien. Ein Blick in das Netzwerk offenbart institutionelle und personelle Verbindungen nach Baden-Württemberg. Diese Verbindungen werden im Folgenden dargestellt.

Ein Hinweis: Für Außenstehende wirken die Anhänger und Anhängerinnen des Ludendorff-Netzwerks recht harmlos und unscheinbar. Sie sind Ärzte, Ingenieure, Pädagog*innen, Rechtsanwälte, Unternehmer und führen ein unauffälliges Leben. Ins Augen stechen dürften die altdeutschen Vornamen und die traditionelle Kleidung (z.B. Trachten, Knickerbocker-Hosen). Die Kleidung wird meistens im Rahmen eigener Veranstaltungen getragen. Die Strukturen des Ludendorff-Netzwerks sind langfristig angelegt. Die meisten Anhänger und Anhängerinnen werden in die Strukturen hineingeboren. Sie wachsen in der „Sippe“ auf, die Ideologie Mathilde Ludendorffs wird in Ferienlagern und Schulungen vermittelt. Ein Ausstieg aus dem Ludendorff-Netzwerk ist besonders schwer, „denn er bedeutet oft auch, mit der eigenen Familie zu brechen“[33].

„Ludendorff-Gedenkstätte e.V.“

Die Ludendorff-Gedenkstätte e.V. mit Sitz in Stuttgart wurde 1967 gegründet. Im Vorstand  waren laut Vereinsregister einige Ludendorffer aus Baden-Württemberg aktiv: Wolfram Duppel (*1942) aus Tamm (Landkreis Ludwigsburg), der damals in Stuttgart wohnte, war von 1967 bis 1970 der stellvertretende Vorsitzende. Er wurde 1970 zum Vorsitzenden gewählt. Das Amt übte Duppel bis 1976 aus. Dieter Hemmerich (*1945) aus Altensteig (Landkreis Calw) wurde 2001 zum Vorsitzenden gewählt. 2009 folgte Hans Binder (*1943) aus Lindau (Bayern). Lindau liegt an der Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern. Drei Jahre später, 2012, übernahm Wolfram Duppel das Amt. Bis heute ist Duppel laut Vereinsregister der Vorsitzende der Gedenkstätte.

Die „Villa Ludendorff“ © Julian Feldmann
Die „Villa Ludendorff“ © Julian Feldmann

Die Ludendorff-Gedenkstätte e.V. ist Eigentümerin der Ludendorff-Grabstelle und des Ludendorff-Hauses (Villa Ludendorff) in Tutzing (Bayern). Sie pflegt die Grabstelle und das ehemalige Wohnhaus von Erich und Mathilde Ludendorff. Seit 2010 hat die Ludendorff-Gedenkstätte e.V. die Gemeinnützigkeit, ebenso seit 2010 steht die Villa Ludendorff unter Denkmalschutz[34]. Hans Binder schrieb in der Zeitschrift Mensch & Maß, die Gutachter vom Bayrischen Landesamt für Denkmalpflege seien „sichtlich beeindruckt“ gewesen – „von Treppenhaus, Böden, Decken, Zargen, Türen, Tapeten, der hundert Jahre alten schönen Möbel des Feldherrn in den drei Gedenkräumen im Erdgeschoß, den Bildern und der Bibliothek und den historischen Erinnerungsstücken dort, vom Arbeitszimmer Mathilde Ludendorffs im Obergeschoß mit Möbelstücken der Zeit und dem klimatisierten Ludendorff-Archiv im Untergeschoß […]“[35].

Verlag Hohe Warte GmbH“

Die Zeitschrift Mensch & Maß, deren Untertitel „Drängende Lebensfragen in neuer Sicht“ lautet, ist das „wichtigste Mitteilungsblatt“[36] des Ludendorff-Netzwerks. Die Zeitschrift, die 1961 ins Leben gerufen wurde, erscheint monatlich und hat eine Auflage von etwa 2.000 Exemplaren[37]. Herausgegeben wird die Zeitschrift von der Verlag Hohe Warte GmbH (VHW) mit Sitz in Pähl (Bayern). Der VHW ist der wichtigste Vertriebsweg des Ludendorff-Netzwerks. Er verkauft nicht nur die Zeitschrift Mensch & Maß, sondern auch Bücher von Erich und Mathilde Ludendorff und von einzelnen Anhängern des Ludendorff-Netzwerks. Laut Handelsregister war Wolfram Duppel, ein Erbe des VHW-Gründers Franz Freiherr Karg von Bebenburg, von 2004 bis 2008 der Geschäftsführer des Verlags.

Von Mitte der 1970er- bis Ende der 1980er-Jahre wurden die Vorträge des Ludendorff-Netzwerks in der Zeitschrift Mensch & Maß angekündigt. Zwischenzeitlich veranstaltete das Netzwerk – allein in Baden-Württemberg – einen Vortrag pro Monat. Das ergab eine umfangreiche Auswertung der Zeitschrift. Die meisten Vorträge fanden in Stuttgart, Heilbronn und Langenau (Alb-Donau-Kreis), einzelne Vorträge in Freiburg, Lörrach, Mannheim und Nürtingen (Esslingen) statt. So referierte Wolfgang Seeger, ein Ludendorffer aus Stuttgart, im „Kronen-Hotel“ in Stuttgart über das Thema „Staatszerstörung durch steigende Kriminalität“ (04.05.1975)[38], im „Ratskeller“ in Heilbronn über „Die menschenwürdige Lösung der Gastarbeiterfrage“ (14.05.1976)[39] und im Hotel „Weißes Roß“ in Langenau über „Terrorismus und Volkserhaltung“ (23.01.1979)[40]. Seeger veröffentlichte 1983 die Schrift „Ausländer-Integration ist Völkermord“ im VHW. Im Vorwort der Schrift behauptete Seeger: „Durch massenhafte Einwanderung von Ausländern wird das deutsche Volk und werden auch die anderen Völker Europas langsam, aber sicher biologisch zersetzt und damit ein ‚verfeinerter‘ Völkermord größten Ausmaßes ohne Krieg, ohne militärische Machtmittel, eingeleitet.“[41] Er vermutete, die „Integrations- und Völkervermischungspolitik“ solle das vollenden, „was in zwei militärischen Weltkriegen gegen Deutschland nicht erreicht worden ist“[42].

Missing Medieneintrag.
Die Veranstaltungen des Ludendorff-Netzwerks 1989 (aus: Mensch & Maß, 28. Jahrgang, Folge 24/1988)

Nicht nur die Vorträge, auch die Tagungen und Treffen wurden in der Zeitschrift Mensch & Maß angekündigt. Das Ludendorff-Netzwerk veranstaltet (mindestens) seit Ende der 1970er-Jahre ein Programm aus „Frühjahrstagungen“, „Treffen für junge Familien“, „Ludendorff-Kulturtagungen“, „Sommersonnwendfeiern“, „Jugendtreffen“, „Herbsttagungen“, „Weihnachtsfeiern“ und „Wintersonnwendfeiern“. Öffentlich wurden die meisten Veranstaltungen gegen Ende der 1980er-Jahre angekündigt. So sollten im Jahr 1989 insgesamt neun Veranstaltungen – vom „Jugendtreffen“ bis zur gemeinsamen „Weihnachtsfeier“ – im „Jugendheim Hohenlohe“ in Kirchberg/Jagst-Herboldshausen (Landkreis Schwäbisch Hall) stattfinden[43]. Die Anmeldungen nahm Hedwig Hieber aus Heilbronn entgegen. Die „Frühjahrstagungen“ sollen regelmäßig in der Gemeinde Simonswald (Landkreis Emmendingen) stattgefunden haben[44]. In der Zeitschrift wurde lediglich „Südwestdeutschland“, später „Südschwarzwald“ genannt. Beispielsweise wurde in Mensch & Maßeine „Frühjahrstagung“ vom 23. bis 25. April 2010 im „Südschwarzwald“ angekündigt[45]. Die Anmeldungen nahm Gerhard Fuchs aus Hüttlingen (Ostalbkreis) entgegen. Ob und wo die „Frühjahrstagungen“ heute stattfinden, ist unbekannt. Schließlich stellte das Ludendorff-Netzwerk die Ankündigungen eigener Veranstaltungen in der Zeitschrift zum Ende des Jahres 2010 ein. Seither werden die meisten Veranstaltungen lediglich intern beworben.

Die Veranstaltungen des Ludendorff-Netzwerks 2010 (aus: Mensch & Maß, 50. Jahrgang, Folge 03/2010)
Die Veranstaltungen des Ludendorff-Netzwerks 2010 (aus: Mensch & Maß, 50. Jahrgang, Folge 03/2010)

„Frühjahrstagung“ 2010 (aus: Mensch & Maß, 50. Jahrgang, Folge 07/2010)
„Frühjahrstagung“ 2010 (aus: Mensch & Maß, 50. Jahrgang, Folge 07/2010)

Sowohl in der Zeitschrift Mensch & Maß als auch in Büchern, die im VHW erscheinen, tritt die antisemitische Ideologie des Ludendorff-Netzwerks zu Tage. Ein Beispiel: Der VHW veröffentlichte 1970 das Buch „Hexen-Einmal-Eins einer Lüge“ von Emil Aretz. Im Buch schrieb der Ludendorffer Aretz, die Ermordung von sechs Millionen Juden und Jüdinnen sei eine „unbewiesene Behauptung“[46]. Zynisch klagte er, das schlimmste Übel der Gegenwart sei die „systematische Vergiftung der Völker mit politischen Lügen“[47]. Bis heute ist das Buch ein Standardwerk der Holocaustleugnung. In der Zeitschrift Mensch & Maß erschien 1988 ein Artikel des Holocaustleugners Robert Faurisson. Der Artikel trug den Titel: „Was sagen die Revisionisten?“ Faurisson stellte eine Reihe geschichtsrevisionistischer Fragen: „Gibt es ein einziges Gutachten über die Mordwaffe, das ergibt, daß so ein Raum wirklich eine Todes-Gaskammer gewesen sei? Gibt es einen einzigen Autopsiebericht, der einen Mord durch Giftgas nachweist?“[48] In der Zeitschrift wurden wiederholt geschichtsrevisionistische Bücher wie „Die Auschwitz-Lüge“ (Thies Christophersen) und „Der Auschwitz-Mythos“ (Wilhelm Stäglich) beworben.

In den Büchern und der Zeitschrift wird der Antisemitismus inzwischen verschlüsselt kommuniziert. Mal wird behauptet, jüdische Bankiers hätten Hitler und die NSDAP finanziert, mal wird behauptet, „Geheimmächte“ hätten den Zweiten Weltkrieg verursacht. Der NS-Staat trage keine Schuld, Hitler sei in den Krieg gedrängt worden. Die Verschlüsselung antisemitischer Botschaften konnte auch im Kontext der Migrationsbewegung 2015/16 beobachtet werden. Der VHW veröffentlichte 2017 das Buch „Europas Dämme bersten. Ursachen, Hintergründe und Folgen des Flüchtlings-Tsunamis“ von Konrad Windisch. Der Österreicher Windisch ist Autor der NPD-Zeitschrift Deutsche Stimme. Ein Buchkapitel trägt den Titel „Der große Austausch - Gesteuerter Todesmarsch der Völker Europas“. Der „Große Austausch“, ein antisemitischer Verschwörungsmythos, behauptet, eine mächtige Elite „vermische“ und vernichte die europäischen Völker durch eine hohe Einwanderungsrate und eine niedrige Geburtenrate. Im Buch schrieb Windisch: „Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß das Schicksal der weißen Rasse besiegelt ist, wenn es ihr nicht gelingt, Europa als ihren ausschließlichen Kernlebensraum zu verteidigen. Der Feind ist dabei nicht der Fremde, sondern jene überstaatlichen, globalen Mächte, die sie hierhergebracht haben, um für Krieg und Chaos zu sorgen“[49].

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Die Zeitschrift „Mensch & Maß“ © Timo Büchner
Die Zeitschrift „Mensch & Maß“ © Timo Büchner

Das Buch wurde vielfach in der Zeitschrift Mensch & Maß beworben. Das ist in Anbetracht der antisemitischen und rassistischen Verschwörungsmythen, die in unzähligen Artikeln der Zeitschrift in Erscheinung treten, kaum verwunderlich. Inzwischen wird auch die Covid-19-Pandemie mit antisemitischen und rassistischen Stereotypen vermischt. Heidrun Beisswenger nannte Corona einen „hinterlistigen 3. Weltkrieg gegen die Völker“[50]. Der Krieg sei das „Wunschziel einer bösartigen Imperialisten-Clique“[51], ein Kriegsinstrument sei die „ungehinderte Überflutung Europas und besonders Deutschlands mit Massen fremdrassiger, glaubensfanatischer, nicht auf ‚Corona‘ getesteter‘, gewaltbereiter junger Männer zwecks Vermischung der Rassen und damit Vernichtung des Wesens der Völker Europas“[52].

„Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.“

Während der VHW der wichtigste Vertriebsweg des Ludendorff-Netzwerks ist, stellt der Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V. (BfG) mit Sitz in Tutzing (Bayern) die wichtigste Organisation des Netzwerks dar. Laut Satzung ist der Verein eine „Weltanschauungsvereinigung“ (§ 2 Abs. 1)[53]. Es ist das Ziel des BfG, „die religionsphilosophischen Einsichten der Gotterkenntnis Mathilde Ludendorffs unter allen Menschen, die dafür aufgeschlossen sind, durch Wort und Schrift zu verbreiten und in der Gemeinschaft zu pflegen“ (§ 2 Abs. 2). Der BfG behauptet, er sei weder antisemitisch noch rassistisch und stehe für die „Gleichberechtigung der verschiedenen Rassen und ihrer Völker“[54]. Das baden-württembergische Innenministerium hingegen stellt fest, der BfG vertrete „fremdenfeindliche, antisemitische und revisionistische Positionen“[55] und trete „für eine strikte ‚Rassentrennung‘“[56] ein. Dennoch wurde der BfG bislang noch nicht in den Jahresberichten des baden-württembergischen Verfassungsschutzes genannt.

Der BfG wird im Wesentlichen durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Vermächtnisse finanziert. Laut Innenministerium soll der BfG mehrere Dutzend Mitglieder in Deutschland haben[57]. Ob die Einschätzung stimmt, ist kritisch zu bewerten. Denn alleine an der „Ostertagung“, die alljährlich von Karfreitag bis Ostermontag im Gasthof Deutsches Haus und im Hotel Zur Post in Dorfmark (Niedersachsen) stattfindet, nehmen jeweils zwischen 100 und 300 Menschen teil[58]. Laut Vereinsregister sind BfG-Mitglieder aus dem Süden Deutschlands seit Jahrzehnten im Vorstand aktiv: Dr. Gunther Duda (*1926) aus Dachau (Bayern) wurde 1983 zum Bundesvorsitzenden gewählt. Er führte den Verein über drei Jahrzehnte lang. 2004 wurden Gerhard Fuchs (*1932) aus Hüttlingen (Ostalbkreis) und Gudrun Klink (*1962) aus Ingelfingen (Hohenlohekreis) stellvertretende Bundesvorsitzende. Nachdem Dr. Duda im Jahr 2010 gestorben war, wurde Gudrun Klink die Bundesvorsitzende und Gerhard Fuchs ein stellvertretender Bundesvorsitzender. 2014 schied Fuchs aus dem Bundesvorstand aus. Ingo Henn (*1972), der zwischenzeitlich in Wilhelmsdorf (Landkreis Ravensburg) wohnte und heute in Senden (Bayern) lebt, wurde zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt. Senden liegt an der Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern. Bis heute (Stand: Frühjahr 2022) haben Gudrun Klink und Ingo Henn laut Vereinsregister den Bundesvorsitz inne.

Die Bundesvorsitzende Gudrun Klink nahm 2014 an der offiziellen Eröffnungsfeier der Kultur- und Tagungsstätte Guthmannshausen (Thüringen) der extrem rechten Gedächtnisstätte e.V. teil[59]. Die Gedächtnisstätte e.V. erinnert an die deutschen Toten der beiden Weltkriege. Neben Klink besuchte z.B. Ursula Haverbeck, die Mitgründerin und Erste Vorsitzende der Gedächtnisstätte e.V. und die prominenteste Holocaustleugnerin der Bundesrepublik[60], die Veranstaltung. Klink sollte in der Kultur- und Tagungsstätte Guthmannshausen bereits einen Vortrag zum Thema „Kultur und Gemüt“ halten. Die Gedächtnisstätte e.V.kündigte an, der Vortrag solle am 17. Juni 2017 stattfinden und die „Sinnfragen des Lebens und der Lebensgestaltung der Völker“ thematisieren. Nicht nur Klink, auch Ursula Haverbeck wurde im Programm des Vereins angekündigt. Haverbeck, die bereits mehrfach wegen Volksverhetzung (§130 StGB) im Gefängnis saß, wurde als „aktive Kämpferin für die historische Wahrheit“ bezeichnet.

Als der BfG den extrem rechten Videoblogger Nikolai Nerling (Der Volkslehrer) zur „Ostertagung“ 2019 in Dorfmark (Niedersachsen) einlud, gab Klink dem Blogger am Rande der Veranstaltung ein ausführliches Interview[61]. Klink berichtete über die Ideologie Mathilde Ludendorffs und die Geschichte des Vereins. Nerling machte in den vergangenen Jahren durch seine Nähe zur Holocaustleugnung bundesweite Schlagzeilen: 2018 interviewte er die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck. Nerling nannte Haverbeck die „Grande Dame der Freiheitsbewegung“[62]. 2019 wurde er, weil er in der KZ-Gedenkstätte Dachau den Holocaust geleugnet hatte, wegen Volksverhetzung (§130 StGB) verurteilt[63]. Nerling macht aus seiner Nähe zum Ludendorff-Netzwerk keinen Hehl. Auf seiner Website bewirbt er die Zeitschrift Mensch & Maß.

„Seminar- und Ferienhof GmbH“

Neben Gudrun Klink ist auch der Ehemann Dr. Hartmut Klink (*1961) im Ludendorff-Netzwerk aktiv. Er nimmt an Aktivitäten des BfG teil und ist an der Seminar- und Ferienhof GmbH in Kirchmöser (Brandenburg) beteiligt[64]. Die Seminar- und Ferienhof GmbH (Sitz: Brandenburg an der Havel/Brandenburg) wurde 2010 gegründet und betreibt den Hof Märkische Heide in Kirchmöser. In der Immobilie finden im Laufe eines Jahres zahlreiche Veranstaltungen statt[65].

Dr. Klink ist Augenarzt mit einer Praxis in Künzelsau (Hohenlohekreis). In Artikeln, die er in der Zeitschrift Mensch & Maß veröffentlichte, thematisierte er die Covid-19-Pandemie und die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen. So schrieb er 2020 den zweiteiligen Artikel „Über die Wirksamkeit von (Alltags)-Masken“. Im ersten Teil nannte Dr. Klink das Tragen einer Maske ein „Knechtsschaftssymbol“[66]. 2020 veröffentlichte der VHW ein Sonderheft der Zeitschrift Mensch & Maß. Es trug den Titel „Corona-Krise. Eine kritische Betrachtung aus naturwissenschaftlicher, politischer und rechtlicher Sicht“. Im Heft schrieb Dr. Klink über den Impfstoff. Insgesamt fiel das Sonderheft, das inzwischen in mehreren Auflagen erschienen ist, durch rassistische und verschwörungsideologische Botschaften auf. Es heißt, wir befänden uns „in einem Weltkrieg gegen die Völker, den die meisten als solchen gar nicht erkennen“[67]. Corona – die „neueste Waffe“ – und die „ungehinderte Überflutung Europas und besonders Deutschlands mit Massen fremder […] Männer“ seien für die „Vermischung der Völker und damit Vernichtung des Wesens der Völker Europas“ verantwortlich[68]. Eine „Imperialisten-Clique“ würde die „Volksseelen verschütten“[69]. Der Begriff bezieht sich auf Mathilde Ludendorffs Buch „Die Volksseele und ihre Machtgestalter“ (1933).

Die Haltung gegenüber der Covid-19-Pandemie und den Schutzmaßnahmen wurde nicht nur in seinen Artikeln deutlich: Dr. Klink unterzeichnete im Dezember 2021 einen Offenen Brief aus dem Querdenken-Milieu[70]. Einer der beiden Initiatoren des Briefes ist Marcus Rohrbach, Physiotherapeut aus Crailsheim (Landkreis Schwäbisch Hall) und Kreisvorsitzender der Querdenken-nahen Partei dieBasis. Im Brief wird behauptet, das „Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ sei in der Covid-19-Pandemie „abgeschafft“ worden. „Politik und Medien“ hätten die Menschheit in Geimpfte und Ungeimpfte geteilt. Der Offene Brief zirkulierte in diversen Querdenken- und Querdenken-nahen Telegram-Kanälen. Zudem wurde er in der Zeitschrift Mensch & Maß[71] veröffentlicht. Dr. Klink unterzeichnete im März 2022 einen weiteren Offenen Brief aus dem Querdenken-Milieu[72]. Der Brief richtet sich gegen die Einführung einer allgemeinen sowie einer einrichtungsbezogenen Impfpflicht.

„Jugendheim Hohenlohe“

Das „Jugendheim Hohenlohe“ © Timo Büchner
Das „Jugendheim Hohenlohe“ © Timo Büchner

Bild entfernt.Gudrun und Dr. Hartmut Klink stehen in enger Verbindung zum Domizil des BfG: das Jugendheim Hohenlohe in Kirchberg/Jagst-Herboldshausen (Landkreis Schwäbisch Hall). Die Lage des alten Bauernhauses ist ideal. Herboldshausen besteht im Wesentlichen aus ein paar Bauernhöfen und liegt unmittelbar an der A6 Heilbronn/Nürnberg. Man hat eine schnelle Zufahrt und kann Veranstaltungen ungestört durchführen. 1972 kaufte der Ludendorffer Dr. Gunther Duda das Haus. Rasch nutzte es das Ludendorff-Netzwerk. Bereits 1973 fand im Haus – das anfangs Ferienheim Hohenloher Land und erst später Jugendheim Hohenlohe genannt wurde – eine „Herbst-Tagung“ (29./30.09.)[73] und eine „Wintersonnenwende“ (08.12.) statt[74]. 1974 veranstaltete der Arbeitskreis für Lebenskunde e.V. sein erstes „Jagstlager“[75].

Der BfG wollte 1984 sein Domizil ausbauen[76]. Er plante abseits des Hauses einen Neubau, eine Art Mehrzweckhalle samt „Kulturbühne“. Deshalb reichte er ein Baugesuch ein. Durch das Gesuch wurde das Hohenloher Tagblatt auf den Verein aufmerksam. Im Frühjahr 1985 veröffentlichte der Journalist Harald Zigan eine dreiteilige Serie über den BfG und dessen Domizil[77]. Die Reaktion: erboste Leserbriefe. Gudrun Klink klagte, wer „bewußt eine Reihe von Spekulationen“ über das Ehepaar Ludendorff und den BfG verbreite, „der hetzt und verhetzt“[78]. Barbara Binder urteilte, die Serie strahle „Böswilligkeit und Haß“[79]aus. Das Baugesuch wurde 1985 aus baurechtlichen Gründen abgelehnt und vom BfG zurückgezogen[80].

1986 folgte ein zweites Baugesuch[81]. Der Schuppen, der neben dem Haus steht, sollte für Schlafstellen und sanitäre Anlagen vergrößert werden. Das Baugesuch wurde 1987 aus baurechtlichen Gründen abgelehnt. Der BfG klagte gegen die Entscheidung – und verlor 1988 vor dem Stuttgarter Verwaltungsgericht. 2002 folgte ein drittes Baugesuch[82]. Das zweite Dachgeschoss und der Schafstall sollten zum Aufenthalts- und Veranstaltungsraum und der Gewölbekeller zum Waschraum umgebaut werden. Als das Baurechtsamt die Räumlichkeiten besichtigte[83], wurde klar: Sämtliche Arbeiten wurden längst – ohne Genehmigung – begonnen. Mehr noch: Der Schuppen wurde – ebenso ohne Genehmigung – seit Jahren als Aufenthalts- und Veranstaltungsraum genutzt. Am Ende wurde die Baugenehmigung mit Auflagen erteilt. Ein Vertrag zwischen BfG und Baubehörde regelte, dass der Schuppen nicht mehr als Aufenthaltsraum, sondern nur noch als Abstellraum genutzt werden darf.

Der BfG führt pro Jahr mehrere Veranstaltungen im Haus durch. Auf seiner Website schreibt der Verein: „Sie folgen dem Jahreslauf der Natur und finden daher an Ostern, zur Sommer- und zur Wintersonnwende statt. Dazwischen kann es zusätzliche Kulturtagungen und Familientreffen geben. Die Veranstaltungen finden meist an Wochenenden statt“[84]. Für die Verpflegung im Rahmen der Veranstaltungen ist Gisela Lange aus Heubach (Ostalbkreis) über Jahre hinweg verantwortlich gewesen. Sie starb Anfang 2022. Da das Ludendorff-Netzwerk die offene Bewerbung seiner Veranstaltungen eingestellt hat, liegen nur Informationen über die Sommer- und Wintersonnwendfeiern vor: Die Sommersonnwendfeiern finden im Juni, die Wintersonnwendfeiern finden im Dezember eines Jahres statt. 2020 sind die Feiern wegen Corona ausgefallen. In der Regel wird das Abbrennen der „Brauchtumsfeuer“ im Ordnungsamt der Stadt Kirchberg/Jagst angemeldet[85].

Laut einer Stellungnahme des baden-württembergischen Innenministeriums ist das Jugendheim Hohenlohedie einzig öffentlich bekannte Immobilie im Bundesland, die in den Händen der extremen Rechten liegt und jederzeit durch die extreme Rechte genutzt werden kann[86]. Insofern ist die Immobilie eine wichtige Adresse, wenn Neonazis und Völkische eine Veranstaltung im Südwesten durchführen wollen. Deshalb wird die Immobilie nicht nur von der BfG, sondern auch von anderen Organisationen der extremen Rechten genutzt. Dabei ist die extreme Rechte vorsichtig: Die meisten Veranstaltungen, die im Jugendheim Hohenlohe stattfinden, werden konspirativ organisiert. Das heißt: Der Veranstaltungsort wird entweder nur intern oder erst nach Anmeldung bekanntgegeben. Selbst nach Veranstaltungen wird der Ort verschwiegen. Die extreme Rechte will unbeobachtet und ungestört sein. Das verdeutlichen drei Beispiele aus den vergangenen Jahren.

Die extrem rechte NPD-Jugendorganisation Junge Nationalisten (JN) führte am 29./30.08.2020 einen „Gemeinschaftstag Süd“ durch[87]. Die Veranstaltung war, wie die JN via Telegram schrieb, ein „Wochenende der Kameradschaftlichkeit, des Lernens und der Härte“. Es nahmen „Aktivisten aus dem gesamten Bundesgebiet“ teil. Die JN veröffentlichte nach der Veranstaltung einige Fotos. Die Fotos zeigen junge Frauen und Männer. Die Frauen tragen Trachten, die Männer weiße Hemden und schwarze Hosen. Sie singen im Halbkreis, machen Liegestützen und eine gemeinsame Wanderung mit Fahnen. Im nächtlichen Fackelkreis zelebrierten sie die Aufnahme neuer Mitglieder. Nachdem Medien über den „Gemeinschaftstag“ berichtet hatten, veröffentlichte der BfG eine offizielle Stellungnahme zur Veranstaltung. Er erklärte, man habe das Haus an „Junge Nationale“ vermietet, „deren einziges Verbrechen ganz offensichtlich ihre politische Anschauung ist“, und sehe „keinen Grund, jemanden [sic!], der sich in unserem Heim anständig verhält und von dem wir nicht befürchten müssen, daß er aus Ablehnung unserer Weltanschauung alles demoliert, unser Heim (nicht, Anm. d. Verf.) zur Verfügung zu stellen[88]

Die extrem rechte Gruppierung WIR Heilbronn um Steuerberater Michael Dangel aus Heilbronn veranstaltete am 09./10.10.2021 ein „Wochenendseminar“. Der Titel des „Wochenendseminars“ lautete „Thing der Titanen. Rechte Lebensführung: Zwischen Hedonismus und Askese“[89]. Die Teilnahme kostete 20 Euro. Erst nach der Überweisung der Teilnahmegebühr wurden nähere Informationen zum Veranstaltungsort preisgegeben. Mehrere Dutzend Neonazis aus Deutschland (Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen) und Frankreich nahmen teil[90]. Für das geheime Vernetzungstreffen wurden prominente Akteure und Akteurinnen der deutschen Neonazi-Szene angekündigt, die seit Jahrzehnten in der Szene aktiv und bundesweit vernetzt sind. Nicole Schneiders, die aus Pfedelbach (Hohenlohekreis) stammt, ist Rechtsanwältin und verteidigte Ralf Wohlleben im Münchener NSU-Prozess. Wohlleben erhielt wegen Beihilfe zum Mord eine zehnjährige Freiheitsstrafe. Malte Redeker aus Rheinland-Pfalz ist eine Schlüsselfigur der europäischen Hammerskin Nation (HSN). Die HSN, die in den USA gegründet wurde, ist eine extrem rechte Bruderschaft mit „Divisionen“ in zahlreichen Ländern. Sie ist durch ihre Gewaltbereitschaft bekannt. In den vergangenen Jahren hat Redeker den extrem rechten Kampfsport in Deutschland geprägt (Kampf der Nibelungen). Frank Kraemer aus Nordrhein-Westfalen ist Gitarrist der Rechtsrock-Band Stahlgewitter. Sie ist in der extrem rechten Musikszene eine der erfolgreichsten Bands. Kraemer ist nicht nur Musiker, sondern auch Autor („Werde unsterblich“), Moderator (Der Dritte Blickwinkel) und Unternehmer (Sonnenkreuz Versand). Patrick Schröder aus Bayern ist Betreiber des extrem rechten Portals FSN.tv und Geschäftsführer des FSN Shop. Schröder organisierte Rechtsrock-Konzerte in Bayern und Thüringen. So veranstaltete er im Oktober 2017 das „Rock gegen Links“-Konzert in Themar (Thüringen).

Die extrem rechte Identitäre Bewegung Schwaben führte am 09. und 10. April 2022 ein „Aktivistenwochenende“ durch[91]. Das Programm bot eine Mischung aus Ideologie, Musik sowie Ausdauer- und Kampfsport. Die „Identitären“ schrieben via Telegram, man habe die „Grundlagen der Kulturrevolution von Rechts“ thematisiert. Der Bundesvorsitzende der „Identitären Bewegung Deutschland e.V.“, Philip Thaler, hielt einen Vortrag über „Metapolitik“. An der Veranstaltung nahmen etwa 30 Männer teil. Die meisten Männer waren muskulös, sie trugen einen Undercut und Schuhe der Marke „New Balance“. Die Marke ist unter Neonazis beliebt. Das große „N“, das an die Seiten der Schuhe gestickt ist, soll „Nationalist“ heißen. Die Männer kamen größtenteils aus Baden-Württemberg, Bayern und der Schweiz. Einzelne Autos reisten aus Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz an.

„Arbeitskreis für Lebenskunde e.V.“

Der Arbeitskreis für Lebenskunde e.V. (AfL) wurde 1969 gegründet und hat seinen Sitz in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein). Einige Ludendorffer aus Baden-Württemberg waren laut Vereinsregister in der Vorstandschaft des AfL aktiv: Ute Hieber aus Ludwigsburg wurde 1973 in den Vorstand gewählt. Ein Jahr später wurde Heinrich Ratz (*1904), der aus Hessen stammte und nach Baden-Baden zog, der Geschäftsführer. 1989 wurde Eckart Beck (*1934) aus Weil der Stadt (Landkreis Böblingen) in den Vorstand gewählt. 2011 kam Hauke Reisenbichler (*1980) aus Heilbronn, 2015 der Österreicher Gundolf Soyka (*1975) aus Gaggenau (Landkreis Rastatt) in den Vorstand.

Der AfL ist ein zentraler Bestandteil des Ludendorff-Netzwerks. Denn er kümmert sich um die Kinder- und Jugenderziehung. Im Mittelpunkt der Erziehung steht die Vermittlung der „Lebenskunde“ Mathilde Ludendorffs. Ein Einblick in die „Lebenskunde“ gibt die Schrift „Lehrplan der Lebenskunde für Deutschvolk-Jugend“ (1932) von Mathilde Ludendorff. Der „Lehrplan“ umfasst fünf Themen: „1.) Deutsches Charaktervorbild und Deutsche Charakterschwächen; 2.) Moral des Lebens; 3.) Volksgemeinschaft und Pflichtenkreis; 4.) Selbsterhaltung und Volkserhaltung; 5.) Weltall und Naturgesetze.“[92] Die Inhalte sollten, so schrieb Ludendorff, „in der freien Natur bei gemeinsamen Ausflügen behandelt“ werden, „um so eine freudige Aufnahmewilligkeit des Kindes und seine innige Gemütsverwebung mit der Natur zu erreichen“[93]. Bereits im ersten „Lehrgebiet“ wird die ideologische Dimension deutlich: „Der Schüler wird für das Deutsche Charaktervorbild, für die edelsten Tugenden seines Rasseerbgutes im Gemüte begeistert. Er wird vor verderblicher Rassevergottung und Rasseherrschaft durch ernsten Hinweis auf die Charakterschwächung des Deutschen Rasseerbgutes geschützt.“[94]

Die „Lebenskunde“ wird z.B. in Ferienlagern vermittelt. Der AfL führte „Jagstlager“ im Jugendheim Hohenlohe in Kirchberg/Jagst-Herboldshausen durch. Die „Jagstlager“ wurden hin und wieder in der Zeitschrift Mensch & Maß angekündigt: „Jagstlager 1“ (11 bis 14 Jahre) und „Jagstlager 2“ (14 bis 17 Jahre) fanden im Juli 1974 statt[95]. Die Lager wurden konspirativ organisiert. In der Ankündigung wurde nur das „Ferienheim Hohenloher Land bei Crailsheim/Württ.“ genannt. Damals war noch nicht bekannt, dass das Ludendorff-Netzwerk über ein Domizil in Hohenlohe verfügt. Weitere „Jagstlager“ wurden 1978[96], 1979[97]und 1981[98] in der Zeitschrift Mensch & Maß beworben. Die Anmeldungen nahmen u.a. Heinrich Ratz aus Baden-Baden und Guntram Salzbrenner aus Esslingen entgegen.

Unter dem Titel „Mein deutscher Sommer“ berichtete ein Teilnehmer in der tageszeitung über seine Erfahrungen in einem Lager[99]. Das „Sommerlager“ fand Mitte der 1980er-Jahre im Jugendheim Hohenlohe statt. Der Teilnehmer, der zum Zeitpunkt des Lagers 13 Jahre alt war, schrieb, dass die Jungen im „Adlernest“ im Dachgeschoss und die Mädchen in der „Bärenhöhle“ im ersten Stock schliefen. Der Morgen begann mit einem Appell. Die Teilnehmenden mussten allesamt der Größe nach strammstehen. Nach dem Appell folgte Frühsport, später folgten Singen und Volkstanz, das Üben der deutschen Sütterlinschrift und die „Lebenskunde“ Mathilde Ludendorffs. Der Teilnehmer kannte das Jugendheim Hohenlohe bereits durch die jährlichen Besuche der Wintersonnwendfeier in Kirchberg/Jagst-Herboldshausen. Er berichtete vom Fackelmarsch zum Sonnwendfeuer, von den „Feuerreden“ und vom Singen des Deutschlandliedes in allen drei Strophen.

​  „Ferienlager im Hohenloher Land“ 2011 (aus: Mensch & Maß, 51. Jahrgang, Folge 06/2011)  ​
​  „Ferienlager im Hohenloher Land“ 2011 (aus: Mensch & Maß, 51. Jahrgang, Folge 06/2011) ​

Die „Jagstlager“ fanden nicht nur in den 1970er- und 1980er-Jahren, sondern auch im neuen Jahrtausend statt. „Liebe Leser dieser Zeilen, sicherlich werden Sie wissen, wie wichtig die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten ist. Deshalb möchten wir Sie, Ihre Kinder oder Enkel auf die Ferienlager des Arbeitskreises für Lebenskunde aufmerksam machen.“ Das schrieb der AfL im Jahr 2011 in der Innenseite der Zeitschrift Mensch & Maß[100]. Im Programm wurde ein „Ferienlager im Hohenloher Land“ angekündigt. Das Ferienlager sollte vom 30. Juli bis 13. August 2011 für Kinder von elf bis 13 Jahren stattfinden. Allerdings wurden die Ankündigungen in Mensch & Maß vor einigen Jahren eingestellt. Man scheut die Öffentlichkeit, die Einladungen werden lediglich intern verteilt.

„Lühe-Verlag GmbH“

Die Tochter von Gudrun und Dr. Hartmut Klink, Sonnhild Sawallisch (*1988), ist Teil der jungen Ludendorff-Generation. 2015 tauchte sie im rechtsesoterischen Anastasia-Netzwerk auf. Die zehnteilige Romanreihe „Anastasia. Die klingenden Zedern Russlands“ (2003-2011) des russischen Autors Wladimir Megre erzählt von der Begegnung mit Anastasia, einer jungen Frau aus der sibirischen Taiga. Anastasia führt fernab der Zivilisation ein autarkes und erfülltes Leben in Harmonie mit der Natur. In Deutschland geriet die Romanreihe in den Fokus kritischer Berichterstattung, da sie eine Vielzahl antisemitischer und rassistischer Stereotype verbreitet[101]. Nach dem Vorbild der Romanfigur werden autarke Siedlungsprojekte („Familienlandsitze“) gegründet. Inzwischen sollen rund 20 „Familienlandsitze“ in Deutschland existieren[102]. Einflussreiche „Familienlandsitze“ sind in Bayern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. In Baden-Württemberg sollen zwei „Familienlandsitze“ – einer im Landkreis Waldshut, einer im Landkreis Lörrach – bestehen[103]. Als im Sommer 2015 das zweite „Anastasia-Festival“ im Siedlungsprojekt „Goldenes Grabow“ (Brandenburg) stattfand, wurde die „Hohenloher Danzmusi“ von Sonnhild und Diethard Sawallisch angekündigt[104]. Die „Danzmusi“ war Teil vom „Festabend“, vom „Höhepunkt der Festspiele“. An der Veranstaltung nahmen etwa 700 Menschen teil[105]. Die Verbindung zwischen Anastasia- und Ludendorff-Netzwerk wurde bereits 2007 deutlich. Damals nahm Markus Krause, Initiator des „Goldenen Grabow“ und Veranstalter des zweiten „Anastasia-Festival“, an der „Ostertagung“ des BfG in Dorfmark (Niedersachsen) teil[106].

Sonnhild Sawallisch, Moderatorin von „Hohenlohe wacht auf“ (2015) © Hohenloher Zeitung
Sonnhild Sawallisch, Moderatorin von „Hohenlohe wacht auf“ (2015) © Hohenloher Zeitung

Im Spätherbst suchte Sonnhild Sawallisch die Öffentlichkeit. Als am 10. Oktober 2015 über 100 Menschen an einer Kundgebung gegen die deutsche Asylpolitik in Öhringen (Hohenlohekreis) teilnahmen, verteilte sie einen Offenen Brief. Der Brief war an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel adressiert und thematisierte die Migrationsbewegung nach Deutschland. Im Brief behauptete Sawallisch, das Grundgesetz sei außer Kraft, und legte nahe, die Bundesregierung begehe einen Völkermord an den Deutschen[107]. Sawallisch verbreitete den Brief nicht nur in Öhringen, sondern auch in der Zeitschrift Mensch & Maß (55. Jahrgang, Folge 10/2015) und auf ihrem Blog Zum Nachdenker. Der Blog stach durch rassistische Inhalte hervor. So suggerierte Sawallisch in einem Offenen Brief an den Öhringer Bürgermeister, geflüchtete Männer seien potentielle Vergewaltiger. Sie fragte: „Sollen wir hier demnächst noch in Burka rumlaufen, damit diese hormongesteuerten Menschen uns nichts antun?“[108]

Aus der Öhringer Kundgebung entstand die extrem rechte Gruppierung Hohenlohe wacht auf. Das war eine Art regionaler PEGIDA-Ableger („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“). An den regelmäßigen Hohenlohe wacht auf-Protesten nahmen zwischenzeitlich mehr als 350 Menschen teil. Es protestierte ein Mix aus Bikern und Wutbürger*innen, Neonazis und Verschwörungsideolog*innen. Am 21. November 2015 hielt Sawallisch ihre erste Rede. In den kommenden Wochen moderierte sie die Versammlungen. Die Reden, die Sawallisch hielt, waren radikal. Am 09. Januar 2016 rief sie zur Selbstjustiz auf: „Schützt Eure Frauen! Schützt Eure Kinder! Schützt Eure Familie! Bildet Bürgerwehren!“[109] Drei Tage später berichtete die Hohenloher Zeitung über die Aktivitäten und Netzwerke der Frau[110].

Sawallisch verließ die öffentliche Bühne, nur noch selten suchte sie seither die Öffentlichkeit: Am 28. Januar 2016 referierte sie im Rahmen eines Vortragsabends der extrem rechten Gruppierung WIR Heilbronn. Das Thema des Vortrags, der in Heilbronn stattfand, war die „Flüchtlingsfrage“[111]. Am 28. Juli 2016 nahm sie an einer Aktion der Identitären Bewegung Schwaben in der Innenstadt von Reutlingen teil. Die Aktion sollte den (angeblichen) Wandel des äußeren Erscheinungsbildes der europäischen Bevölkerung von 2010 bis 2030 zur Schau stellen. 2030 drohe, so sollte die Aktion zeigen, die Vollverschleierung der Frauen[112]. 2016 und 2017 war sie eine Gastrednerin bei Kundgebungen des extrem rechten PEGIDA-Ablegers in Nürnberg (Bayern)[113].

Sawallisch betreute die Facebook-Seite von Baden-Württemberg wacht auf. In einer Resolution von Baden-Württemberg wacht auf stand: „Integration in dem Sinne, dass aus Ausländern Deutsche werden sollen, ist Völkermord an beiden Völkern“[114]. Die Initiative unterstützte die extrem rechte Kampagne Ein Prozent für unser Land und teilte Beiträge der NPD und des AfD-Flügels[115]. Unter dem Label Baden-Württemberg wacht auf veröffentlichte Sawallisch im Oktober 2018 einen Offenen Brief an den Bürgermeister der Stadt Ingelfingen. Im Brief thematisierte sie die (angeblich) hohe Kriminalitätsrate unter geflüchteten Menschen und behauptete, man versuche, den Widerstand gegen die deutsche Asylpolitik zu kriminalisieren[116]. In „Zusatzinformationen zum Offenen Brief“ setzte sie den Widerstand in der Bundesrepublik mit dem Widerstand im Nationalsozialismus gleich: „Wer heute Widerstand leistet, wird genauso geächtet, öffentlich in den Medien durch den Dreck gezogen, kommt in den Knast oder die Existenzgrundlage wird zerstört“[117].

2019 wurde Sawallisch die Geschäftsführerin der Lühe-Verlag GmbH (LV) mit Sitz in Mohrkirch (Schleswig-Holstein)[118]. Der LV wurde 1986 gegründet. Der Ludendorffer Harm Menkens aus Schleswig-Holstein leitete den LV über Jahrzehnte hinweg. Am 30. Januar 2019 durchsuchte die Polizei den LV und beschlagnahmte das Buch „Wahrheit sagen, Teufel jagen“ von Gerard Menuhin. Der Autor behauptete im Buch, der Holocaust sei die „größte Lüge der Geschichte“, das Deutsche Reich habe „keine Schuld am Zweiten Weltkrieg“, und Adolf Hitler sei der „einzige Staatsmann“ gewesen, „der die Welt vor der plutokratisch-jüdischen Gefahr hätte retten können“[119]. Bis zur Razzia vom 30. Januar konnte das Buch im Shop des Verlags gekauft werden. Noch heute (Stand: Frühjahr 2022) ist das Buch im Angebot des Verlags zu finden. Allerdings schreibt der Verlag über das Buch: „Der Verkauf dieses Buches ist aufgrund von §130 StGB verboten. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich doch vertrauensvoll an den Verfassungsschutz :-)“.

Der LV hat Bücher vom BfG und von Mathilde Ludendorff im Angebot. Teilweise werden nationalsozialistische Bücher angeboten. Beispiel: „Die Nordische Rasse bei den Indogermanen Asiens“ von Hans F. K. Günther. Der Autor war einer der Urheber der NS-Rassenideologie. Das Buch, erstmals 1934 im Deutschen Reich veröffentlicht, wurde 1982 im VHW nachgedruckt. Teilweise verkauft er geschichtsrevisionistische Bücher zum Zweiten Weltkrieg. Beispiel: „1939. Der Krieg, der viele Väter hatte“ vom Mensch & Maß-Autor Gerd Schultze-Rhonhof. Der LV startete 2021 das geschichtsrevisionistische „Projekt Zeitzeugen“. Der Verlag ist „auf der Suche nach den Erinnerungen der Zeitzeugen des letzten Krieges“[120]. Hierfür hat er umfangreiche Fragebögen zum Nationalsozialismus und zum Zweiten Weltkrieg veröffentlicht. Es heißt, man sammle die Erinnerungen, „um ein wahres Bild der Geschichte zu erhalten“[121]. Denn die „Schuldzuweisungen“ bezüglich des Zweiten Weltkrieges seien einseitig. So lautet eine Frage eines Bogens: „Haben Sie im Krieg Erfahrungen gemacht, die im Widerspruch zur heutigen offiziellen Geschichtsschreibung stehen?“[122]

Fazit

Das völkische Ludendorff-Netzwerk ist ein Teil der extremen Rechten. Das verdeutlichen nicht zuletzt die geheimen Vernetzungstreffen der Neonazi-Szene im Jugendheim Hohenlohe. Zwar wirken die Anhänger und Anhängerinnen des Netzwerks harmlos. Aber hinter der harmlosen Fassade steckt die antisemitische und rassistische Ideologie Mathilde Ludendorffs. Das Ludendorff-Netzwerk ist ein bundesweites Netzwerk aus zahlreichen Vereinen, Unternehmen und Immobilien (in alphabetischer Reihenfolge): Arbeitskreis für Lebenskunde e.V. Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V. Jugendheim Hohenlohe Ludendorff-Gedenkstätte e.V. – Lühe-Verlag GmbH Seminar- und Ferienhof GmbH Verlag Hohe Warte GmbH. Das ist ein Netzwerk, das seit Jahrzehnten in Baden-Württemberg verankert ist: Immer wieder haben baden-württembergische Akteure und Akteurinnen die Vorstandschaft eines Vereins bzw. die Geschäftsführung eines Unternehmens aus dem Ludendorff-Netzwerk übernommen. Aktuell leitet Wolfram Duppel aus dem Landkreis Ludwigsburg die Ludendorff-Gedenkstätte e.V., Gudrun Klink aus dem Hohenlohekreis den Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V. und Sonnhild Sawallisch aus dem Landkreis Heilbronn die Lühe-Verlag GmbH. Das Ludendorff-Netzwerk verfügt mit dem Jugendheim Hohenlohe seit Jahrzehnten über ein Domizil in Baden-Württemberg. Das Jugendheim Hohenlohe ist ein altes Bauernhaus im Landkreis Schwäbisch Hall. Im Haus finden nicht nur eigene Veranstaltungen, sondern auch Veranstaltungen anderer Organisationen der extremen Rechten statt. Von der Identitären Bewegung bis zur militanten Neonazi-Szene. Insofern ist das Jugendheim Hohenlohe ein Knotenpunkt der extremen Rechten in Baden-Württemberg.

 

[1] Es gibt eine Vielzahl historischer Forschung zur Völkischen Bewegung. Einen Überblick bietet das „Handbuch zur ‚Völkischen Bewegung‘ 1871-1918“ (1996) hrsg. von Uwe Puschner, Walter Schmitz und Justus H. Ulbricht.

[2] Vgl. Peters, Michael (1996): Der ‚Alldeutsche Verband‘. In: Puschner, Uwe/Schmitz, Walter/Ulbricht, Justus H. (Hrsg.): Handbuch zur ‚Völkischen Bewegung‘ 1871-1918. Berlin: De Gruyter, S. 302-315.

[3] Vgl. Jung, Walter (2006): Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund (DVSTB), 1919-1924/35, Historisches Lexikon Bayerns (URL: www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund (DVSTB), 1919-1924/35, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[4] Vgl. N.N. (16.02.1960): Gotterkenntnis (L), Der Spiegel (URL: www.spiegel.de/politik/gotterkenntnis-l-a-99afe2f4-0002-0001-0000-00004…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[5] Ludendorff, Erich (1940): Vom Feldherrn zum Weltrevolutionär und Wegbereiter Deutscher Volksschöpfung. Meine Lebenserinnerungen 1919 bis 1925. München: Ludendorffs Verlag, S. 252.

[6] Spilker, Annika (2013): Geschlecht, Religion und völkischer Nationalismus. Die Ärztin und Antisemitin Mathilde von Kemnitz-Ludendorff (1877-1966). Frankfurt/Main: Campus Verlag, S. 9.

[7] Ebd.

[8] Feldmann, Julian/Gümmer, Christoph (2020): Rechtsextreme im Geheimen. Die völkischen Ludendorffer und ihr Umfeld. Braunschweig: Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen, S. 16.

[9] Ludendorff, Erich (1937): Mathilde Ludendorff, ihr Werk und Wirken. München: Ludendorffs Verlag, S. 2 und 317.

[10] Spilker, Annika (2013): Geschlecht, Religion und völkischer Nationalismus. Die Ärztin und Antisemitin Mathilde von Kemnitz-Ludendorff (1877-1966). Frankfurt/Main: Campus Verlag, S. 10.

[11] Ebd., S. 343.

[12] Vgl. ebd., S. 343ff.

[13] Ebd., S. 309.

[14] Zit. nach N.N. (20.12.1937): Ludendorff ist tot – Das Beileid des Führers, Dresdner Nachrichten.

[15] N.N. (16.02.1960): Gotterkenntnis (L), Der Spiegel (URL: www.spiegel.de/politik/gotterkenntnis-l-a-99afe2f4-0002-0001-0000-00004…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[16] Spilker, Annika (2013): Geschlecht, Religion und völkischer Nationalismus. Die Ärztin und Antisemitin Mathilde von Kemnitz-Ludendorff (1877-1966). Frankfurt/Main: Campus Verlag, S. 14.

[17] Ludendorff, Mathilde (1939): Die jüdische Moral gestaltet die Geschichte der Völker, Erstveröffentlichung 1933. In: Ludendorff, Mathilde (Hrsg.): Die Judenmacht, ihr Wesen und Ende. München: Ludendorffs Verlag, S. 204.

[18] Ludendorff, Mathilde (1939): Die Gefahren des Christentums als Fremdglauben, Okkultwahn und Judenlehre, Erstveröffentlichung 1933. In: Ludendorff, Mathilde (Hrsg.): Die Judenmacht, ihr Wesen und Ende. München: Ludendorffs Verlag, S. 144.

[19] Ludendorff, Mathilde (1939): Der Christ als gelähmter Antisemit, Erstveröffentlichung 1934. In: Ludendorff, Mathilde (Hrsg.): Die Judenmacht, ihr Wesen und Ende. München: Ludendorffs Verlag, S. 164.

[20] Ludendorff, Mathilde (1939): Juda, ein fanatisches Priestervolk, Erstveröffentlichung 1939. In: Ludendorff, Mathilde (Hrsg.): Die Judenmacht, ihr Wesen und Ende. München: Ludendorffs Verlag, S. 55.

[21] Ludendorff, Mathilde (1939): Der Jude – eine Weltgefahr?, Erstveröffentlichung 1939. In: Ludendorff, Mathilde (Hrsg.): Die Judenmacht, ihr Wesen und Ende. München: Ludendorffs Verlag, S. 10.

[22] Vgl. Spilker, Annika (2013): Geschlecht, Religion und völkischer Nationalismus. Die Ärztin und Antisemitin Mathilde von Kemnitz-Ludendorff (1877-1966). Frankfurt/Main: Campus Verlag, S. 14.

[23] Martini, Winfried (1949): Die Legende vom Hause Ludendorff. Rosenheim: Inngau Verlag, S. 26.

[24] Ebd., S. 6.

[25] Vgl. Spilker, Annika (2013): Geschlecht, Religion und völkischer Nationalismus. Die Ärztin und Antisemitin Mathilde von Kemnitz-Ludendorff (1877-1966). Frankfurt/Main: Campus Verlag, S. 14.

[26] Vgl. ebd., S. 17.

[27] Ebd., S. 20.

[28] Haack, Friedrich Wilhelm (1981): Wotans Wiederkehr. Blut-, Boden- und Rasse-Religion. München: Claudius Verlag, S. 140.

[29] N.N. (26.05.1961): Ludendorff-Bewegung im Bundesgebiet verboten, Schwäbische Donau-Zeitung Ulm.

[30] Vgl. Haack, Friedrich Wilhelm (1981): Wotans Wiederkehr. Blut-, Boden- und Rasse-Religion. München: Claudius Verlag, S. 141.

[31] Amm, Bettina (2006): Die Ludendorff-Bewegung. Zwischen nationalistischem Kampfbund und völkischer Weltanschauungssekte. Hamburg: ad fontes, S. 277ff.

[32] Strothmann, Dietrich (27.05.1966): Tod in Tutzing, Die Zeit (URL: www.zeit.de/1966/22/tod-in-tutzing/, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[33] Vgl. Feldmann, Julian/Gümmer, Christoph (2020): Rechtsextreme im Geheimen. Die völkischen Ludendorffer und ihr Umfeld. Braunschweig: Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen, S. 9.

[34] Ebd., S. 157.

[35] Binder, Hans (2010): Ludendorff-Gedenkstätten unter Denkmalschutz gestellt, Mensch & Maß, 50. Jahrgang, Folge 18, S. 819.

[36] Feldmann, Julian/Gümmer, Christoph (2020): Rechtsextreme im Geheimen. Die völkischen Ludendorffer und ihr Umfeld. Braunschweig: Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen, S. 166.

[37] Ebd., S. 169.

[38] Mensch & Maß, 15. Jahrgang, Folge 08/1975.

[39] Mensch & Maß, 16. Jahrgang, Folge 08/1976.

[40] Mensch & Maß, 19. Jahrgang, Folge 02/1979.

[41] Seeger, Wolfgang (1983): Ausländer-Integration ist Völkermord. Pähl: Verlag Hohe Warte.

[42] Ebd., S. 20.

[43] Mensch & Maß, 27. Jahrgang, Folge 01/1987.

[44] Vgl. Feldmann, Julian/Gümmer, Christoph (2020): Rechtsextreme im Geheimen. Die völkischen Ludendorffer und ihr Umfeld. Braunschweig: Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen, S. 9.

[45] Mensch & Maß, 50. Jahrgang, Folge 07/2010.

[46] Aretz, Emil (1970): Hexen-Einmal-Eins einer Lüge. Pähl: Verlag Hohe Warte, S. 11.

[47] Ebd., S. 12.

[48] Faurisson, Robert (1988): Was sagen die Revisionisten?, Mensch & Maß, 28. Jahrgang, Folge 23, S. 1058.

[49] Windisch, Konrad (2017): Europas Dämme bersten. Pähl: Verlag Hohe Warte, S. 356.

[50] Beisswenger, Heidrun (2020): Als hätten sie sich bei Mathilde Ludendorff schlau gemacht für die ‚Corona-Krise‘, Mensch & Maß, 60. Jahrgang, Folge 9, S. 437.

[51] Ebd.

[52] Ebd.

[53] Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V. (2022): Satzung (URL: https://ludendorff.info/der-bund-fuer-gotterkenntnis/satzung/, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[54] Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V. (2022): Was wir sind und was wir nicht sind (URL: https://ludendorff.info/der-bund-fuer-gotterkenntnis/was-wir-sind-und-w…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[55] Landtag Baden-Württemberg (29.05.2019): ‚Anastasia‘-Bewegung und ähnliche Gruppierungen wie der völkische ‚Bund für Gotterkenntnis‘ in Baden-Württemberg, Drucksache 16/6347 (URL: www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksache…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[56] Landtag Baden-Württemberg (20.11.2020): Immobilie des ‚Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.‘: ‚Jugendheim Hohenlohe‘, Drucksache 16/9322 (URL: www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksache…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[57] Vgl. Landtag Baden-Württemberg (29.05.2019): ‚Anastasia‘-Bewegung und ähnliche Gruppierungen wie der völkische ‚Bund für Gotterkenntnis‘ in Baden-Württemberg, Drucksache 16/6347 (URL: www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksache…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[58] Feldmann, Julian/Gümmer, Christoph (2020): Rechtsextreme im Geheimen. Die völkischen Ludendorffer und ihr Umfeld. Braunschweig: Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen, S. 128.

[59] Ebd., S. 96.

[60] Vgl. N.N. (23.04.2015): Volksverhetzerin Haverbeck: ‚Den Holocaust gab es nicht‘, Panorama (URL: https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2015/Volksverhetzerin-Haverbeck…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[61] Müller, Thomas Viktor (12.07.2019): #Volkslehrer – Ostern bei Ludendorffs (URL: www.youtube.com/watch?v=ZiJQYFtjTLs, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[62] Vgl. Altmayer, Adrian/Walden, David (08.09.2020): ‚Querdenken‘ mit Nazis: Wirrköpfe unter sich, Spiegel TV (URL: www.youtube.com/watch?v=lMC_yOgCPIo, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[63] Vgl. Radlmaier, Thomas (09.12.2019): ‚Volkslehrer‘ wegen Volksverhetzung verurteilt, Süddeutsche Zeitung (URL: www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/dachau-amtsgericht-volkslehrer-volk…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022); Radlmaier, Thomas (17.06.2021): ‚Die Schüler haben ungewöhnlichen Mut gezeigt‘, Süddeutsche Zeitung (URL: www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/dachau-kz-gedenkstaette-zivilcourag…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[64] Vgl. Feldmann, Julian/Gümmer, Christoph (2020): Rechtsextreme im Geheimen. Die völkischen Ludendorffer und ihr Umfeld. Braunschweig: Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen, S. 164.

[65] Vgl. ebd., S. 163.

[66] Klink, Hartmut (2020): Über die Wirksamkeit von (Alltags)-Masken, Mensch & Maß, 60. Jahrgang, Folge 11, S. 532.

[67] N.N. (2020): Ist die Corona-Krise nur ein Streit um Gesundheitsfragen, oder geht es um grundsätzliche Dinge? In: Verlag Hohe Warte (Hrsg.): Corona-Krise. Eine kritische Betrachtung aus naturwissenschaftlicher, politischer und rechtlicher Sicht. Pähl: Verlag Hohe Warte, S. 63.

[68] Ebd.

[69] Ebd.

[70] Ebert, Günther/Rohrbach, Marcus (2021): Offener Brief an ALLE Menschen.

[71] Mensch & Maß, 61. Jahrgang, Folge 02/2022.

[72] Ebert, Günther/Rohrbach, Marcus (2022): Offener Brief an die Bevölkerung, an alle politischen und administrativen Entscheidungsträger der Judikative, der Exekutive und der Legislative in den Landkreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe und insbesondere an die Entscheidungsverantwortlichen und Arbeitgeber im Gesundheitswesen unserer Region.

[73] Mensch & Maß, 13. Jahrgang, Folge 18/1973.

[74] Mensch & Maß, 13. Jahrgang, Folge 22/1973.

[75] Mensch & Maß, 14. Jahrgang, Folge 14/1974.

[76] Zigan, Harald (29.01.1987): Rechtsextreme können ihren Stützpunkt nicht vergrößern, Hohenloher Tagblatt.

[77] Vgl. Zigan, Harald (14.02.1985): Im Verborgenen blüht die ‚Deutsche Gotterkenntnis‘, Hohenloher Tagblatt; Zigan, Harald (15.02.1985): ‚Im Einklang mit dem Erbgut unseres Blutes‘, Hohenloher Tagblatt; Zigan, Harald (16.02.1985): Ludendorffs Erben wollen sich vor Ort ausbreiten, Hohenloher Tagblatt.

[78] Klink, Gudrun (26.02.1985): ‚. . . der hetzt und verhetzt‘, Hohenloher Tagblatt.

[79] Binder, Barbara (27.02.1985): ‚In blindem Haß nur verzerrt‘, Hohenloher Tagblatt.

[80] Zigan, Harald (29.01.1987): Rechtsextreme können ihren Stützpunkt nicht vergrößern, Hohenloher Tagblatt.

[81] Zigan, Harald (05.09.2002): Im dritten Anlauf geglückt, Hohenloher Tagblatt.

[82] Zigan, Harald (11.09.2002): Rechtsextremer Verein baut seinen Stützpunkt aus, Hohenloher Tagblatt.

[83] Zigan, Harald (14.08.2003): Stützpunkt in Hohenlohe erweitert, Hohenloher Tagblatt.

[84] Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V. (2022): Veranstaltungen (URL: https://ludendorff.info/, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[85] Vgl. Landtag Baden-Württemberg (29.05.2019): ‚Anastasia‘-Bewegung und ähnliche Gruppierungen wie der völkische ‚Bund für Gotterkenntnis‘ in Baden-Württemberg, Drucksache 16/6347 (URL: www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksache…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022); Landtag Baden-Württemberg (20.11.2020): Immobilie des ‚Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.‘: ‚Jugendheim Hohenlohe‘, Drucksache 16/9322 (URL: www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksache…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[86] Landtag Baden-Württemberg (29.05.2019): ‚Anastasia‘-Bewegung und ähnliche Gruppierungen wie der völkische ‚Bund für Gotterkenntnis‘ in Baden-Württemberg, Drucksache 16/6347 (URL: www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksache…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[87] Vgl. Büchner, Timo (19.12.2020): Warum ein Wasserturm einen völkischen Verein in Bedrängnis bringt, Belltower.News (URL: www.belltower.news/npd-jugend-warum-ein-wasserturm-einen-voelkischen-ve…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022); Zigan, Harald (19.12.2020): NPD-Kader quartieren sich in Kirchberg bei ‚Edel-Nazis‘ ein: Was bekannt ist über die Menschen und Gruppen, Hohenloher Tagblatt (URL: www.swp.de/lokales/crailsheim/neonazis-in-kirchberg-npd-kader-und-_edel…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[88] Vgl. Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V. (30.12.2020): Stellungnahme zum Hohenloher Tagblatt vom 19.12.2020 und zur Hohenloher Zeitung vom 23.12.2020 (URL: https://ludendorff.info/stellungnahme-zur-heilbronner-stimme-vom-23-12-…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[89] Vgl. Freires, Horst (20.08.2021): Braune Wegweisung zur Lebensführung, blick nach rechts/Endstation Rechts (URL: www.endstation-rechts.de/news/braune-wegweisung-zur-lebensf-hrung, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[90] Vgl. Büchner, Timo (12.10.2021): Geheimes Treffen prominenter Neonazis in Baden-Württemberg, Belltower.News (URL: www.belltower.news/exklusiv-geheimes-treffen-prominenter-neonazis-in-ba…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022); Büchner, Timo (16.10.2021): Prominente Neonazis üben den Schulterschluss, Hohenloher Tagblatt (URL: www.swp.de/lokales/crailsheim/geheimes-treffen-in-herboldshausen-promin…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[91] Vgl. Büchner, Timo (28.04.2022): ‚Aktivistenwochenende‘ der Identitären in Baden-Württemberg, Belltower.News (URL: www.belltower.news/exklusiv-aktivistenwochenende-der-identitaeren-in-ba…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[92] Ludendorff, Mathilde (1932): Lehrplan der Lebenskunde für Deutschvolk-Jugend. München: Ludendorffs Verlag, S. 6ff.

[93] Ebd., S. 9.

[94] Zit. nach Haack, Friedrich-Wilhelm (1981): Wotans Wiederkehr. Blut-, Boden- und Rasse-Religion. München: Claudius Verlag, S. 146.

[95] Mensch & Maß, 14. Jahrgang, Folge 14/1974.

[96] Mensch & Maß, 18. Jahrgang, Folge 12/1978.

[97] Mensch & Maß, 19. Jahrgang, Folge 02/1979.

[98] Mensch & Maß, 21. Jahrgang, Folge 07/1981.

[99] Vgl. Greve, Eike (12.06.2007): Mein deutscher Sommer, die tageszeitung (URL: https://taz.de/!270946/, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[100] Mensch & Maß, 51. Jahrgang, Folge 06/2011.

[101] Vgl. Pöhlmann, Matthias (2021): Rechte Esoterik. Wenn sich alternatives Denken und Extremismus gefährlich vermischen. Freiburg/Breisgau: Verlag Herder, S. 203ff.

[102] Vgl. ebd., S. 208.

[103] Vgl. Landtag Baden-Württemberg (29.05.2019): ‚Anastasia‘-Bewegung und ähnliche Gruppierungen wie der völkische ‚Bund für Gotterkenntnis‘ in Baden-Württemberg, Drucksache 16/6347 (URL: www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksache…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[104] Vgl. Röpke, Andrea/Speit, Andreas (2019): Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos. Berlin: Ch. Links Verlag, S. 147.

[105] Vgl. Duwe, Silvio/Wandt, Lisa (15.05.2019): Bio, braun und barfuß. Rechte Siedler in Brandenburg, Kontraste (URL: https://programm.ard.de/TV/rbbfernsehen/bio--braun-und-barfu-/eid_28205…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[106] Vgl. Duwe, Silvio/Wandt, Lisa (02.11.2020): Dorfbewohner in Sorge - Rechte Siedler auf dem Vormarsch, Kontraste (URL: https://www.youtube.com/watch?v=nls0vja0gr0, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[107] Vgl. Sawallisch, Sonnhild (21.09.2015): Offener Brief über die Flüchtlingskrise an Frau Merkel, Herrn Gauck, alle Bundestags- und Landtagsabgeordneten, Polizei, Landräte, Bundeswehr usw., Zum Nachdenker (URL: https://zumnachdenker.wordpress.com/2015/09/21/offener-brief-ueber-die-…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[108] Sawallisch, Sonnhild (08.10.2015): Offener Brief an den Oberbürgermeister Michler von Öhringen, Zum Nachdenker (URL: https://zumnachdenker.wordpress.com/2015/10/08/offener-brief-an-den-obe…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[109] Zit. nach N.N. (12.01.2016): Hohenlohe wacht auf, 9.1.16, Reden, Teil 3, YouTube-Kanal „Radix“ (URL: www.youtube.com/watch?v=bzph-b3cgaw, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[110] Vgl. Stahl, Daniel/Tscherwitschke, Yvonne (12.01.2016): Kritische Mahnreden oder ideologische Hetze?, Hohenloher Zeitung(URL: www.stimme.de/regional/hohenlohe/hz/kritische-mahnreden-oder-ideologisc…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[111] Vgl. Der Oekonom (30.01.2016): WIR beginnt sich politisch und organisatorisch aufzustellen, WIR Heilbronn (URL: https://wir-hn.de/politikwirtschaft/heilbronn-umgebung/wir-beginnt-sich…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[112] Vgl. Büchner, Timo (2018): Organisierte rechte Strukturen zwischen Tauber, Kocher & Neckar (Hohenlohe, Main-Tauber, Neckar-Odenwald, Schwäbisch Hall), Netzwerk gegen Rechts Main-Tauber, S. 47.

[113] Vgl. Witzgall, Thomas (13.03.2016): Pegida Nürnberg feiert Jahrestag nur in kleiner Runde, Endstation Rechts Bayern (URL: www.endstation-rechts-bayern.de/2016/03/pegida-nuernberg-feiert-jahrest…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022); Witzgall, Thomas (29.07.2016): ‚Wir werden leider nicht mehr‘ – Pegida geht in Sommerpause, Endstation Rechts Bayern (URL: www.endstation-rechts-bayern.de/2016/07/wir-werden-leider-nicht-mehr-pe…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022); Witzgall, Thomas (04.10.2017): Nur 60 Teilnehmer bei Pegida-Einheitsfeier in Nürnberg, Endstation Rechts Bayern (URL: www.endstation-rechts-bayern.de/2017/10/nur-60-teilnehmer-bei-pegida-ei…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[114] Zit. nach Ullenbruch, Sven (2021): Die extreme Rechte in der Region Heilbronn. In: Demokratiezentrum Baden-Württemberg/Fachstelle mobirex (Hrsg.): Ein Blick auf die Region Heilbronn. Zwischen extrem rechten Aktivitäten und Engagement für eine menschenrechtsorientierte Demokratie. Sersheim/Stuttgart, S. 40 (URL: https://demokratiezentrum-bw.de/wp-content/uploads/2021/11/Studie_Heilb…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[115] Vgl. ebd., S. 40.

[116] Vgl. Sawallisch, Sonnhild (12.10.2018): Offener Brief an den Bürgermeister von Ingelfingen, Zum Nachdenker (URL: https://zumnachdenker.wordpress.com/2018/10/12/offener-brief-an-den-bue…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[117] Sawallisch, Sonnhild (12.10.2018): Zusatzinformationen zum Offenen Brief an den BM von Ingelfingen, Zum Nachdenker (URL: https://zumnachdenker.wordpress.com/2018/10/12/zusatzinformationen-zum-…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[118] Vgl. Feldmann, Julian (18.09.2020): Antisemitisches im Programm, blick nach rechts/Endstation Rechts (URL: www.endstation-rechts.de/news/antisemitisches-im-programm, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022); Speit, Andreas (22.10.2020): Wo eine Frau einen rechten Verlag übernommen hat, die tageszeitung (URL: https://taz.de/Wo-eine-Frau-einen-rechten-Verlag-uebernommen-hat/!57204…, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[119] Vgl. Speit, Andreas (31.01.2019): Warum ein kleiner Verlag ein Buch nicht mehr verkaufen darf, die tageszeitung (URL: https://taz.de/!5566874/, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022).

[120] Sawallisch, Sonnhild (2021): Zeitzeugen gesucht, Lühe-Verlag (URL: https://luehe-verlag.de/content/11-zeitzeugen-gesucht, zuletzt aufgerufen am 26.06.2022)

[121] Ebd.

[122] Ebd.